Lot 3272* - A215 Impressionismus & Moderne - Freitag, 28. November 2025, 16.30 Uhr
SUZANNE FABRY
(1904 Brüssel 1985)
Les trois grâces. 1934.
Öl auf Leinwand.
Unten links signiert und datiert: SUZANNE FABRY 1934.
Verso auf dem Keilrahmen betitelt und signiert: Les trois grâces SUZANNE FABRY.
Verso auf dem Keilrahmen betitelt und signiert: Les trois grâces SUZANNE FABRY.
193 × 173 cm.
Provenienz:
Ausstellungen:
- Paris 1937, Les Femmes Artistes d'Europe exposent au Musée du Jeu de Paume, Jeu de Paume des Tuileries,11.–27.2.1937, Nr. 39 (verso mit Etikett).
Die belgische Künstlerin Suzanne Fabry wird 1904 in Brüssel als Tochter des Symbolisten Émile Fabry geboren. Ihre Ausbildung erhält sie an der Académie Royale des Beaux-Arts in Brüssel bei Jean Delville und Constant Montald, die gemeinsam mit ihrem Vater die Bewegung "L’Art Monumental" begründen.
Diese nach dem Ersten Weltkrieg in Belgien entstandene Kunstrichtung sucht die Verbindung von Kunst, Gesellschaft und geistigem Leben. Sie strebt eine Einheit von Malerei, Architektur und dekorativer Kunst an und versteht Kunst als Bestandteil des gesellschaftlichen Ganzen. Charakteristisch sind grossformatige Kompositionen, stilisierte Figuren und eine idealisierte, fast spirituelle Ausdrucksform. Ein Zeugnis dieser Idee von der Kunst als Ganzes sind unter anderem die unzähligen Kostüm- und Bühnendekorentwürfe, die Suzanne Fabry zusammen mit ihrem Ehemann Edmond Delescluze für das Théâtre de la Monnaie (Brüssels Nationaloper) anfertigt.
Das Gemälde "Les trois grâces" aus dem Jahr 1934 steht gleichermassen exemplarisch für diese Philiosophie als auch für Fabrys Kunst der 1930er-Jahre. In Anlehnung an das klassische Motiv der drei Grazien interpretiert die Künstlerin den weiblichen Akt als Sinnbild von Anmut, Harmonie und geistiger Einheit. In ihrem eigenständigen Stil, bestimmt von einem fein pointillistischen Duktus, gestaltet sie drei Figuren, die monumental und zugleich präzise modelliert sind. Sie verkörpern die Ideale der "L’Art Monumental" und tragen zugleich die persönliche Handschrift der Künstlerin.
Diese nach dem Ersten Weltkrieg in Belgien entstandene Kunstrichtung sucht die Verbindung von Kunst, Gesellschaft und geistigem Leben. Sie strebt eine Einheit von Malerei, Architektur und dekorativer Kunst an und versteht Kunst als Bestandteil des gesellschaftlichen Ganzen. Charakteristisch sind grossformatige Kompositionen, stilisierte Figuren und eine idealisierte, fast spirituelle Ausdrucksform. Ein Zeugnis dieser Idee von der Kunst als Ganzes sind unter anderem die unzähligen Kostüm- und Bühnendekorentwürfe, die Suzanne Fabry zusammen mit ihrem Ehemann Edmond Delescluze für das Théâtre de la Monnaie (Brüssels Nationaloper) anfertigt.
Das Gemälde "Les trois grâces" aus dem Jahr 1934 steht gleichermassen exemplarisch für diese Philiosophie als auch für Fabrys Kunst der 1930er-Jahre. In Anlehnung an das klassische Motiv der drei Grazien interpretiert die Künstlerin den weiblichen Akt als Sinnbild von Anmut, Harmonie und geistiger Einheit. In ihrem eigenständigen Stil, bestimmt von einem fein pointillistischen Duktus, gestaltet sie drei Figuren, die monumental und zugleich präzise modelliert sind. Sie verkörpern die Ideale der "L’Art Monumental" und tragen zugleich die persönliche Handschrift der Künstlerin.
CHF 10 000 / 15 000 | (€ 10 310 / 15 460)
Verkauft für CHF 137 500 (inkl. Aufgeld)