Sie haben noch kein Login?

Klicken Sie hier um sich zu registrieren »


Wenn Sie bereits registriert sind - Login:




Lot 1210 - A218 Sammlung Dr. Peter Ducret - Donnerstag, 17. September 2026, 14.00 Uhr

TABATIÈRE

Augsburg, um 1740–50. Bemalung der Seuter-Werkstatt zugschrieben.
Email mit vergoldeter Kupfermontierung. Rechteckige Bombéform. Allseitig mit Holzschnittblumendekor. Auf der Innenseite des Deckels eine Parklandschaftsszene mit Schlossanlage und Figurenstaffage. Ohne Marke.
8 × 6,3 × 3,6 cm.
Risse im Email.

Provenienz:
- The Garbisch Collection, Sotheby's New York, 17.5.1980, Lot 249.
- Kunsthandel Heinz Reichert, München.
- Sammlung Peter Ducret, Kilchberg, bei obigem 1980 erworben.

Die Bemalung sei Bartholomäus Seuter (1678–1754) zuzuschreiben, so Ducret in seiner Dokumentation. Seuter betätigte sich, wie sein Bruder Abraham (1689–1747) als Hausmaler, vor allem auf Meissener Porzellan und Fayence. Wie andere Hausmaler (Bechdolff, Ellwangen) bemalte er auch Emaildosen. Joseph Hackl, der offenbar ebenso als Hausmaler in der Seuter'schen Werkstatt in Augsburg war (S. Ducret, KFS 1948, Nr. 11, S. 12), schreibt 1747/48, dass sein Nachbar Bartholomäus Seuter und dessen beide nunmehr verstorbenen Brüder unangefochten derlei Galanterie- und "Grotten-Arbeiten" schon seit dreissig Jahren gemacht hätten. Vergleichbare Blumendekore sind auf Augsburger Fayencekrügen bekannt (Ducret 1972, Abb. 2-7; Ziffer 2005, Nr. 21/22).

CHF 800 / 1 000 | (€ 820 / 1 030)

Verkauft für CHF 813 (inkl. Aufgeld)