Lot 1138 - A218 Sammlung Dr. Peter Ducret - Donnerstag, 17. September 2026, 14.00 Uhr
TROMPE-L'OEIL ZITRONENTERRINE
Höchst, um 1750.
Fayence mit Muffelfarbendekor. Die gelb und grün staffierte Frucht, auf einem gebundenen Blumenstrauss appliziert auf einem Weinblatt liegend. Eisenrote Radmarke und Beizeichen.
L 19,5 cm, H 9 cm.
Diverse Restaurierungen.
Provenienz:
- Sammlung Peter Ducret, Kilchberg.
Die Zitrone gehörte wie die Melone zu den exotischen Früchten, die Höchst in Fayence in diversen Versionen umsetzte. Bereits 1748 ist eine Höchster Zitronendose archivalisch belegt, die Christian Wilhelm von Löwenfinck bei seiner Abreise aus Höchst im Spätjahr 1748 mit sich nahm, somit bereits im Formenkanon vorhanden war (Reber 1986, S. 130).
Die Kurmainzische Porzellan-Manufaktur Höchst (1746-1758)
Adam Friedrich von Löwenfinck gründete 1746 zusammen mit zwei Frankfurter Kaufleuten, Johann Christoph Goeltz und Johann Felizian Clarus die Höchster Porzellan-Manufaktur.
Durch seine Erfahrungen, zuletzt bis 1744 in Fulda, beherrschte er die Technik, eine qualitätvolle porzellangleiche Glasur herzustellen. In der Zeit von 1746-49 wurde ausschliesslich Fayence hergestellt. Bereits 1749 verliess Löwenfinck die Manufaktur und ging nach Strasbourg. Sein Nachfolger wurden Louy de Fonty bis 1750, Johann Kilian Benckgraff folgte ihm als Direktor 1750-1753, er war Arkanist und hat die Fayenceherstellung entscheidend technisch verbessert. Die ersten Erfolge in der Porzellanentwicklung ab 1750 führten zu einer allmählichen Aufgabe der Fayenceherstellung, die 1758 schliesslich eingestellt wurde.
Die Kurmainzische Porzellan-Manufaktur Höchst (1746-1758)
Adam Friedrich von Löwenfinck gründete 1746 zusammen mit zwei Frankfurter Kaufleuten, Johann Christoph Goeltz und Johann Felizian Clarus die Höchster Porzellan-Manufaktur.
Durch seine Erfahrungen, zuletzt bis 1744 in Fulda, beherrschte er die Technik, eine qualitätvolle porzellangleiche Glasur herzustellen. In der Zeit von 1746-49 wurde ausschliesslich Fayence hergestellt. Bereits 1749 verliess Löwenfinck die Manufaktur und ging nach Strasbourg. Sein Nachfolger wurden Louy de Fonty bis 1750, Johann Kilian Benckgraff folgte ihm als Direktor 1750-1753, er war Arkanist und hat die Fayenceherstellung entscheidend technisch verbessert. Die ersten Erfolge in der Porzellanentwicklung ab 1750 führten zu einer allmählichen Aufgabe der Fayenceherstellung, die 1758 schliesslich eingestellt wurde.
CHF 2 000 / 3 000 | (€ 2 060 / 3 090)
Verkauft für CHF 2 250 (inkl. Aufgeld)