Lot 3022 - A184 Gemälde Alter Meister - Freitag, 23. März 2018, 15.00 Uhr

ROTTENHAMMER, HANS (UMKREIS)

(München 1564 - 1625 Augsburg)
Die Hochzeit von Neptun und Amphitrite oder die Hochzeit des Peleus und der Thetis.
Öl auf Kupfer.
Mittig auf der Säule monogrammiert: J-R.
33 x 43,5 cm.

Provenienz:
- Wohl Sammlung Msr. Koekx, Antwerpen.
- Stiftung Jakob Briner, Winterthur, seit 1936 bis 2017.

Ausstellung:
Kleinmeister der Sammlung Jakob Bryner, Kunstmuseum Winterthur, Winterthur, 31.1.-13.3.1960, Nr. 52.

Literatur:
- Ausst. Kat. Kleinmeister der Sammlung Jakob Bryner, Kunstmuseum Winterthur, Winterthur 1960, Nr. 52 (mit Abb.).
- Keller, Heinz: Die Gemälde der Stiftung Jakob Briner, Winterthur 1970, Nr. 52, Inv. Nr. 5 (mit Abb. und als eigenhändiges Werk aufgeführt).
- Schlichtenmaier, Harry: Studien Zum Werk Hans Rottenhammers Des Älteren. Maler und Zeichner. Mit Werkkatalog, Tübingen 1988, S. 425, Nr. K 61 (als Kopie aufgeführt und irrtümlicherweise als „erworben von Kunsthandel Hartveld, Antwerpen, 1963”).
- Wegmann, Peter: Die Kunst des Betrachtens. Holländische und andere Gemälde Alter Meister der Stiftung Jakob Briner, Bern 2006, S. 33 f. (mit Abb.).

Dieses auf Kupfer gemalte Gastmahl von feinmalerischer Qualität greift Hans Rottenhammers Gemälde von 1600 in der Eremitage in St. Petersburg auf, das vermutlich von Rudolf II. von Habsburg in Auftrag gegeben wurde (siehe Schlichtenmaier 1988, ebd., Nr. G I 37).

Wegmann schreibt im Vergleich mit dem Prototypen in Russland, dass das vorliegende Gemälde von ähnlicher Präzision in der Ausführung ist und sich bis zu den zerstreuten Blumen hin, nur kleinste, kaum merkliche Abweichungen feststellen lassen (Wegmann 2006, ebd., S. 33).

Die Rezeption von Rottenhammers „Göttermahl”, die bis nach Venedig reichte, zeigt die Wertschätzung, die diesem Werk als bedeutungsvolle Inspirationsquelle beigemessen wurde. Auch von Hendrick van Balen (1575-1632), seinem Umkreis sowie seiner Nachfolge wurde diese Komposition aufgegriffen. Für die Ausstaffierung der Landschaften und Stilllebenelemente zog Balen oft auch Jan Brueghel d. Ä. (1568-1625) mit ein. Ein solches Beispiel befindet sich in der Prager Nationalgalerie (Ausst. Kat Braunschweig 1994/1995, Kat. Nr. 1, S. 28 f., als Hendrick I van Balen und Jan Brueghel I). Auch bei dem hier zum Verkauf angebotenen Gemälde lassen die Stilllebenelemente links im Vordergrund den Einfluss Jan Brueghels d. Ä. vermerken, worauf Dr. Fred G. Meijer hingewiesen hat und wofür wir ihm danken.

CHF 8 000 / 12 000

€ 7 020 / 10 530

Verkauft für CHF 36 500 (inkl. Aufgeld)
Angaben ohne Gewähr