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Lot 3254 - A184 Gemälde des 19. Jahrhunderts - Freitag, 23. März 2018, 17.00 Uhr

EUGÈNE JOSEPH VERBOECKHOVEN

(Warneton 1799–1881 Brüssel)
Schafe mit Hirtenhund in einer Landschaft. 1864.
Öl auf Holz.
Unten links signiert und datiert: Eugène Verboeckhoven ft. 1864.
61,7 x 81,2 cm.

Provenienz:
Schweizer Privatbesitz.

Verso mit einer Echtheitsbestätigung des Künstlers.

Der 1799 in Warneton geborene Künstler Eugène Joseph Verboeckhoven, gilt als einer der gefragtesten und hervorragendsten Tier- und Landschaftsmaler seiner Zeit. Dies kommt in dem hier zum Verkauf stehenden, grossformatigen Gemälde, das kürzlich in einer Schweizer Privatsammlung entdeckt wurde, in qualitätvoller Weise zum Ausdruck.

Verboeckhoven, einer belgischen Künstlerfamilie entstammend, erhielt seine Grundausbildung bei seinem Vater, der ihn in die Grundsätze des Zeichnens und der Modellierung mit Lehm einführte. Sein Schwerpunkt galt dabei stets dem Studium der Anatomie. Mit achtzehn Jahren zog es den jungen Künstler 1816 nach Gent, wo er an der Akademie der bildenden Künste sein Studium unter der Leitung des Bildhauers Albert Voituron (1787-1847) fortsetzte.

Nach 1818 schulte Verboeckhoven seine Fähigkeiten vermehrt in der Landschaftsmalerei, dies unter Anleitung von Balthasar-Paul Ommeganck (1755-1826). Hierbei kam er mit den klassischen Landschaftstraditionen von Nicolas Poussin (1594-1665) und Claude Lorraine (1600-1682) in Kontakt und lernte deren Grundlagen für seine eigene Malerei anzuwenden. Ommeganck machte ihn auch mit Arbeiten des siebzehnten Jahrhunderts niederländischer und flämischer Tiermaler, wie Paulus Potter (vor 1625-1654) und Aelbert Jacobsz. Cuyp (vor 1620-1691) vertraut. Verboeckhoven vermochte es, seine bereits früh erlernten Fähigkeiten anatomischer Studien in präzise ausgeführte Darstellungen von Tieren zu überführen und diese in pastorale Landschaften zu integrieren, was die ideale Symbiose der Elemente in seinen Werken ausmacht.

Seine Gemälde, die bereits zu Lebzeiten vom Publikum stets mit glühendem Lob empfangen wurden, führten zu zahlreichen Auszeichnungen. 1831 wurde er zum Direktor der Museen in Brüssel ernannt.

Sein Ruf schien ständig zu wachsen, was in den 1840er-Jahren dazu führte, dass Verboeckhoven vermehrt auch auf internationalen Bühnen Präsenz zeigte. Zu seinen Kunden zählten zunehmend Sammler aus aller Welt, wie den Vereinigten Staaten, England, Deutschland sowie Russland, und seine Bilder wurden an verschiedenen Salons in Europa und in Galerien in London, Paris und St. Petersburg präsentiert.

Patrick Berko bestätigt die Echtheit des Gemäldes anhand einer Fotografie, wofür wir ihm danken.

CHF 15 000 / 20 000 | (€ 15 000 / 20 000)

Verkauft für CHF 18 500 (inkl. Aufgeld)
Angaben ohne Gewähr