Ich bin bereits registriert - Login:


Sie haben noch kein Login?

Klicken Sie hier um sich zu registrieren



Lot 3057 - A201 Schweizer Kunst - Freitag, 01. Juli 2022, 13.30 Uhr

ADOLF DIETRICH

(1877 Berlingen 1957)
Fuchs mit Eichelhäher. 1926.
Öl auf Karton.
Unten links signiert und datiert: Ad. Dietrich 1926.
58,7 × 84,1 cm.

Provenienz:
Schweizer Privatsammlung.

Ausstellungen:
- Mannheim 1927, Galerie "Kunsthaus" Dr. Tannenbaum, Mannheim, 18.9.–20.10.1927.
- Berlin 1927, Galerie Neumann und Niederdorf, Berlin, 21.4.–10.6.1927.
- Frauenfeld 1977, Museum des Kantons Thurgaus, 26.10, Nr. 34 (verso Etikett).
- Winterthur 1994, Adolf Dietrich und die neue Sachlichkeit, Kunstmuseum Winterthur, 4.9.–20.11.1994 (verso Etikett).
- Ittingen 2002, AD. Malermeister Meistermaler Adolf Dietrichs Werkstatt, Kunstmuseum des Kantons Thurgaus, Kartause Ittingen, 25.8.–15.12.2002 (verso Etikett).
- Studen 2010/11, Adolf Dietrich. Bilder - Zeichnungen - Fotografien, Fondation Saner, 23.10.2010–27.2.2011 (verso Etikett).

Literatur:
- Paul Ferdinand Schmidt: Der Holzfäller und Maler Adolf Dietrich, in: Westermanns Monatshefte. Illustrierte Zeitschrift für das deutsche Haus, Jg. 72, Nr. 863, Braunschweig/Berlin/Hamburg Juli 1928, S. 463 (mit Farbabb.).
- Heinrich Ammann: Adolf Dietrich, Frauenfeld 1977, S. 75, 120 (mit Farbabb.).
- Heinrich Ammann und Christoph Vögele: Adolf Dietrich. Œuvrekatalog der Ölbilder und Aquarelle, Zürich 1994, S. 200, Nr. 26.10 (mit ganzseitiger Farbabb., S. 57).
- Ausst.-Kat. Adolf Dietrich. Bilder - Zeichnungen - Fotografien, Fondation Saner, 23.10.2010–27.2.2011, Hrsg. Dr. Rudolf Koella, S. 51 (mit Abb.).

„Welcher Gegensatz zur naiven Einfalt (im Ziegenstall) begegnet uns in der vollendeten Darstellung „Fuchs mit Eichelhäher“, 1926. Es ist das „Bildnis“ eines Fuchses in seiner ganzen Pracht, in seiner raubtierhaften Gier, seiner Schlauheit. Die Schönheit seines Felles hat der spitze Pinsel des Malers mit unerhörter Feinheit und Präzision herausgearbeitet. Die unterschiedliche Länge, Dicke, Weichheit, Färbung und Stellung der Haare erscheint genau differenziert und abgestuft. Ihre tastbare Qualität zeigt sich faszinierend: an Kopf und Läufen kurz, straff und anliegend; an Hals und Schultern lang, weich und gewellt, die Grannen am Rücken kurz, steif und borstig; die Schwanzhaare lang, buschig, locker und seidenweich. Hintergrund und Waldboden werden von borkigen Föhrenstämmen und einem schwarz-weissen Formenspiel der Schneeflecken rhythmisch reizvoll belebt, und der Moosteppich auf dem schwarzen Untergrund in der rechten Ecke hält der linken Seite mit dem erbeuteten Eichelhäher auf dem Schnee das Gegengewicht.“ Mit dieser Eloge feierte Heinrich Ammann das vorliegende Gemälde bereits 1977 in seiner Monografie über Adolf Dietrich.

Gemalt hat Adolf Dietrich dieses ausserordentliche Bild, das zu den Meisterwerken seines gesamten Schaffens gehört, auf dem Höhepunkt seiner künstlerischen Karriere. 1925 konnte er in Mannheim anlässlich einer seiner ersten grossen Verkaufsausstellungen beinahe sämtliche gezeigten Bilder verkaufen und 1927 erschien anlässlich seines fünfzigsten Geburtstages das erste Buch über den „Maler und Holzfäller Adolf Dietrich“. Das vorliegende Gemälde wurde bereits ein Jahr nach seiner Entstehung auf zwei Ausstellungen in Deutschland gezeigt, zuerst bei der Galerie Neumann und Nierendorf in Berlin und später bei der Galerie Kunsthaus Dr. Tannenbaum in Mannheim.

CHF 200 000 / 300 000 | (€ 206 190 / 309 280)

Verkauft für CHF 256 500 (inkl. Aufgeld)
Angaben ohne Gewähr