Lot 3437 - A213 Post-War & Contemporary - Donnerstag, 26. Juni 2025, 15.00 Uhr
HANS HOFMANN
(Weissenburg 1880–1966 New York City)
Ohne Titel. 1946.
Öl auf Leinwand.
Unten rechts signiert und datiert: VII.5.46. Hofmann, sowie unten rechts bezeichnet: I have grown by the sun and by the ocean and by a burning wind.
76,5 × 64 cm.
Gutachten:
Provenienz:
- Privatsammlung USA.
- Crane Kalman Gallery, London (verso mit Resten des Etiketts).
- Privatsammlung Schweiz, in obiger Galerie erworben.
- Privatsammlung Schweiz, durch Erbschaft erhalten.
Ausstellungen:
- Berlin 1990, Hans Hofmann, Galerie Michael Haas, Oktober–November 1990.
Literatur:
"Malen bedeutet für mich, mit Farben zu formen." Hans Hofmann
Hans Hofmanns künstlerisches Œuvre bewegt sich zwischen konstruktiv-geometrischer Abstraktion und gestisch-expressiver Malerei. Es reflektiert seine grundlegende Überzeugung, dass Farbe nicht nur Trägerin emotionaler Energie ist, sondern als bildbestimmendes Element die Form hervorbringt. Diese Haltung sichert dem in Deutschland geborenen Künstler eine zentrale Position innerhalb des amerikanischen Abstrakten Expressionismus.
Auf der Leinwand erschafft Hofmann eine autonome, körperlich erfahrbare Bildwelt, die zwar aus Eindrücken der sichtbaren Realität schöpft, sich jedoch jeder mimetischen Wiedergabe entzieht. Farbe fungiert dabei als strukturierendes Prinzip: Sie prägt den Rhythmus der Komposition und tritt in einen spannungsvollen, pulsierenden Dialog mit der Form.
Ein zentrales Konzept in Hofmanns Denken ist seine Theorie des "Push and Pull". Sie basiert auf der Idee, dass räumliche Tiefe nicht durch klassische Perspektive, sondern durch das Wechselspiel von Farbe, Form und Komposition entsteht. Kontraste, Überlagerungen sowie die Verteilung dichter und offener Bildbereiche erzeugen eine visuelle Dynamik, in der Kräfte sich anziehen oder abstossen – wodurch Bewegung und Tiefe innerhalb der Fläche erfahrbar werden.
Die hier angebotene Komposition vereint geschwungene Linien mit organischen und geometrischen Farbformen und bezeugt Hofmanns charakteristische Vorliebe für pastose Malweise. Besonders auffällig ist der Einsatz eines leuchtenden Rots, das als dominante Farbe einen starken visuellen Akzent setzt und mit den umliegenden Farbfeldern in einen intensiven Dialog tritt. Die durch Überlagerungen und Kontraste erzeugte räumliche Wirkung demonstriert das Prinzip des "Push and Pull" auf mustergültige Art.
In dieser frühen Schaffensphase vollzieht Hofmann den entscheidenden Wandel von gegenständlichen Formen zur reinen Abstraktion. Das vorliegende Ölgemälde aus dem Jahr 1946, das mit seiner kraftvollen Energie und expressiven Farbgebung besticht, veranschaulicht diesen künstlerischen Transformationsprozess in exemplarischer Weise.
Hans Hofmanns künstlerisches Œuvre bewegt sich zwischen konstruktiv-geometrischer Abstraktion und gestisch-expressiver Malerei. Es reflektiert seine grundlegende Überzeugung, dass Farbe nicht nur Trägerin emotionaler Energie ist, sondern als bildbestimmendes Element die Form hervorbringt. Diese Haltung sichert dem in Deutschland geborenen Künstler eine zentrale Position innerhalb des amerikanischen Abstrakten Expressionismus.
Auf der Leinwand erschafft Hofmann eine autonome, körperlich erfahrbare Bildwelt, die zwar aus Eindrücken der sichtbaren Realität schöpft, sich jedoch jeder mimetischen Wiedergabe entzieht. Farbe fungiert dabei als strukturierendes Prinzip: Sie prägt den Rhythmus der Komposition und tritt in einen spannungsvollen, pulsierenden Dialog mit der Form.
Ein zentrales Konzept in Hofmanns Denken ist seine Theorie des "Push and Pull". Sie basiert auf der Idee, dass räumliche Tiefe nicht durch klassische Perspektive, sondern durch das Wechselspiel von Farbe, Form und Komposition entsteht. Kontraste, Überlagerungen sowie die Verteilung dichter und offener Bildbereiche erzeugen eine visuelle Dynamik, in der Kräfte sich anziehen oder abstossen – wodurch Bewegung und Tiefe innerhalb der Fläche erfahrbar werden.
Die hier angebotene Komposition vereint geschwungene Linien mit organischen und geometrischen Farbformen und bezeugt Hofmanns charakteristische Vorliebe für pastose Malweise. Besonders auffällig ist der Einsatz eines leuchtenden Rots, das als dominante Farbe einen starken visuellen Akzent setzt und mit den umliegenden Farbfeldern in einen intensiven Dialog tritt. Die durch Überlagerungen und Kontraste erzeugte räumliche Wirkung demonstriert das Prinzip des "Push and Pull" auf mustergültige Art.
In dieser frühen Schaffensphase vollzieht Hofmann den entscheidenden Wandel von gegenständlichen Formen zur reinen Abstraktion. Das vorliegende Ölgemälde aus dem Jahr 1946, das mit seiner kraftvollen Energie und expressiven Farbgebung besticht, veranschaulicht diesen künstlerischen Transformationsprozess in exemplarischer Weise.
CHF 50 000 / 70 000 | (€ 51 550 / 72 160)
Verkauft für CHF 68 750 (inkl. Aufgeld)