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Lot 1318* - A145 Möbel, Porzellan & Dekoration - Montag, 19. Mai 2008, 10.00 Uhr

1 PAAR SALIEREN, sog. "salière double",

Empire-Stil, in der Art von ODIOT (Pariser Goldschmiedefamilie, tätig seit ca. 1700), nach Vorlagen von MOREAU & CAVELIER (tätig für Odiot), Paris.
Vermeil. Junge Frau in antikisierendem Gewand, eine Schale tragend, neben Zentralschaft mit Vasenabschluss, auf profiliertem Rechtecksockel mit markanten Tatzenfüssen. H 33 cm.

Provenienz: Aus einer bedeutenden deutschen Privatsammlung. Das berühmte und heute noch existierende Unternehmen Odiot wurde in den Jahren um 1700 von Jean-Baptiste Gaspard gegründet, neben Biennais der hervorragendste Goldschmied der Zeit des 1. Kaiserreiches und der Restauration. Seine Hauptwerke sind ein Service, 1805 von der Stadt Paris anlässlich der Krönung Napoléons als Geschenk dargebracht, ein Toilettentisch für die Kaiserin Marie Louise (1810 zusammen mit P.P. Thomire gefertigt), die Wiege des Königs von Rom (1811 hergestellt, ebenfalls in Zusammenarbeit mit P.P. Thomire), ein Service für Ferdinand I von Neapel und ein Reliquiar für den Heiligen Vincenz von Paula. Viele von Odiots meisterhaften Arbeiten sind heute Bestand der Sammlungen des Musée des Arts décoratifs in Paris. Lit.: J.M. Pinçon / O. Gaube du Gers, Odiot l'orfèvre, Paris 1990; S. 113 (mit Abb. einer Entwurfszeichnung und einer analogen Salière, heute in den königlichen Sammlungen von Stockholm). Thieme / Becker, Leipzig 1999; 25/26, S. 562 (biogr. Angaben zu Odiot).

CHF 3 000 / 5 000 | (€ 3 090 / 5 150)

Verkauft für CHF 24 000 (inkl. Aufgeld)