Lot 1158* - A156 Möbel, Porzellan & Dekoration - Donnerstag, 31. März 2011, 10.00 Uhr
LACKKABINETT,
sog. "Kazari Dana", Japan, Meiji (1868-1912).
Rechteckiger Korpus mit Ecksäulen, Pagodenkranz und wellig ausgeschnittener Zarge auf geschweiften Beinen. Front mit diversen Regalen, Fächern und Türen. Rahmen und Seiten mit Kiri-Ranken in Gold auf rotbraunem Fond. Türen und rückwärtige Schmuck-Paneele mit Landschaftsmotiven in feinstem Hiramakie auf Goldfond, eingerahmt von Rautenparkett-Mustern. 120x52x202 cm.
Provenienz: Privatbesitz, USA. Feines Möbel von hoher Qualität. Als Grundstoff für den Lack diente früher der Saft des Lackbaumes in China, Japan und Korea. Die ältesten Lackarbeiten stammen aus China und wurden 1300 v. Chr. gefertigt. Im 9. Jahrhundert entwickelten japanische Künstler neue Techniken: sie streuten Gold- und Silberstaub in den Lack, woraus sog. Streubilder (Maki-E) entstanden. Später wurden die Lackarbeiten dann auch durch Schnitzerei, Bemalung, Gravierung und Intarsierung veredelt. Bei der Herstellung von Dekorationen für Möbel und Ähnliches wurden bis zu 40 hauchdünne Schichten Lack übereinander aufgetragen.
CHF 18 000 / 25 000 | (€ 18 560 / 25 770)
Verkauft für CHF 21 600 (inkl. Aufgeld)