Lot 1038 - A156 Möbel, Porzellan & Dekoration - Donnerstag, 31. März 2011, 10.00 Uhr
TAPISSERIE-AMEUBLEMENT,
Régence, Frankreich um 1720/30.
Bestehend aus einem 1 dreiplätzigem Canapé und 4 Fauteuils "à la reine". Nussbaum und Buche mouluriert sowie fein beschnitzt mit Muscheln, Kartuschen, Blättern und Voluten. Trapezförmiger Sitz auf wellig ausgeschnittener Zarge mit geschweiften Beinen. Flache, jochförmig abschliessende Rückenlehne mit gepolsterten Armlehnen auf geschweiften -stützen. Feiner Tapisseriebezug mit Blumen, Blättern und Vasen sowie Kartuschen mit Blumensträussen und adligen Personen in Parklandschaft, zum Teil mit Tieren oder Musikinstrumenten. Canapé 70x60x43x97 cm. Fauteuils 57x42x93,5 cm.
Provenienz: Privatsammlung, Zürich. Ab ca. 1720 entwickelten sich die Fauteuils in ihrer Form "solennelle et monumentale" aus der Louis-XIV-Epoche zu leichter wirkenden, bequemeren Modellen mit breiterem Sitz. Zur gleichen Zeit wurden verschiedene neue Typen von Sitzmöbeln erschaffen, wie z.B. die Bergère und die "vovelle", und es tauchten neue Elemente in den Gestell-Schnitzereien auf. G. Janneau beschreibt sie wie folgt: "A partir de 1725 s'élabore, à son tour, un répertoire nouveau, formé de coquilles de fantaisie, de feston-nages ondés... c'étaient les ornement rocailles." Lit.: G. Janneau, Le mobilier français - les sièges, Lüttich o.J.: S. 545-561.B.G.B. Pallot, Le mobilier du Musée du Louvre, Beaumes-les-Dames 1993; II, S. 45-47 und 54f. (mit Abb. verschiedener Fauteuils aus dieser Epoche).
CHF 25 000 / 45 000 | (€ 25 770 / 46 390)
Verkauft für CHF 24 000 (inkl. Aufgeld)