Lot 1600 - A192 Sammlung Müller-Frei - Dienstag, 16. Juni 2020, 14.00 Uhr
TABLE À COMBINAISONS (TABLE À LA BOURGOGNE)
Louis XV, Frankreich, circa 1760. Signiert von Denis Genty. Meister ab 1754.
Rosenholz und Veilchenholz furniert und gefriest. Das geschweifte und gefriest furnierte Blatt mit Blumenzweigen in Stirnholz eingelegt und hälftig aufklappbar. Die Klappe innen mit rotem, goldgeprägtem Leder bezogen und aufgeklappt als Schreibfläche dienend. Hinter dem Schreibfeld eine Lade mit geheimen Fächern. Die hintere Hälfte des Blattes auf Druck nach oben ausfahrbar und mit vier kleineren und zwei grösseren Schubladen ausgestattet. Reiche Kniebronzen, Zargenzierde und seitliche Tragegriffe.
70 x 55 x 41 cm.
Provenienz:
- Christie's Paris, Auktion 6.11.2014
- Berner Privatbesitz
Die Table à la Bourgogne, oder Kombinationssekretär, dürfte eine Schöpfung des berühmten Pariser Kunstschreiners Roger Vandercruse La Croix gewesen sein oder seines Zeitgenossen Jean François Oeben, von dem sich ein in der Form ähnliches Möbel im Museum Nissim de Camondo Paris befindet. Der Pariser Ebenist Denis Genty, von dem unser Sekretär an der Zargenunterseite signiert ist, war ein hervorragender Kunstschreiner und Kaufmann. Er gab seine Möbel an befreundete Kunstschreiner zum Verkauf ab und arbeitete so auch in deren Auftrag. Genty pflegte auch enge Geschäftsbeziehungen mit Roger Vandercruse, dem wie erwähnt möglichen Erfinder dieses Möbeltypus. Das hier angebotene Schreibmöbel ist ein besonders feines und fürstliches Beispiel der Vorliebe des Rokoko. Mit seinen reizvollen Formen und versteckten Mechanismen waren solche Möbel weniger als Gebrauchsmöbel sondern eher als luxuriöse Kuriositäten gedacht, die man gerne vorführte. Vergleiche: Clarisse Roinet. Roger Vandercruse dit La Croix, 1727-1799. Les Editions de l'Amateur, Paris 2000. S. 42-44.
- Christie's Paris, Auktion 6.11.2014
- Berner Privatbesitz
Die Table à la Bourgogne, oder Kombinationssekretär, dürfte eine Schöpfung des berühmten Pariser Kunstschreiners Roger Vandercruse La Croix gewesen sein oder seines Zeitgenossen Jean François Oeben, von dem sich ein in der Form ähnliches Möbel im Museum Nissim de Camondo Paris befindet. Der Pariser Ebenist Denis Genty, von dem unser Sekretär an der Zargenunterseite signiert ist, war ein hervorragender Kunstschreiner und Kaufmann. Er gab seine Möbel an befreundete Kunstschreiner zum Verkauf ab und arbeitete so auch in deren Auftrag. Genty pflegte auch enge Geschäftsbeziehungen mit Roger Vandercruse, dem wie erwähnt möglichen Erfinder dieses Möbeltypus. Das hier angebotene Schreibmöbel ist ein besonders feines und fürstliches Beispiel der Vorliebe des Rokoko. Mit seinen reizvollen Formen und versteckten Mechanismen waren solche Möbel weniger als Gebrauchsmöbel sondern eher als luxuriöse Kuriositäten gedacht, die man gerne vorführte. Vergleiche: Clarisse Roinet. Roger Vandercruse dit La Croix, 1727-1799. Les Editions de l'Amateur, Paris 2000. S. 42-44.
CHF 10 000 / 15 000 | (€ 10 310 / 15 460)
Verkauft für CHF 22 260 (inkl. Aufgeld)