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Lot 6091* - ibid146 Gemälde Alter Meister - online only - Mittwoch, 25. September 2024, 14.00 Uhr

VICTOR WOLFVOET d. J.

(1612 Antwerpen 1652)
Achilles und die Töchter des Leukymedes.
Öl auf Holz.
Verso bezeichnet: Sketch by Rubens given to Emily Schmäck in London by Mr. Louis Lemmé of A...t...f.
48,5 × 64 cm.

Provenienz:
- Sammlung Louis Lemmé (verso bezeichnet).
- Sammlung Emily Schmäck, London (verso bezeichnet).
- Europäische Privatsammlung.

In dieser Auktion werden gleich zwei Arbeiten des Antwerpener Malers Victor Wolfvoet d. J. angeboten, die seinen charakteristischen Malstil in virtuoser Weise vorstellen. Victor Wolfvoet d. J., der wohl bei Peter Paul Rubens (1577–1640) in die Lehre ging, war sowohl als Maler als auch als Kunsthändler tätig. Er griff zahlreiche Darstellungen seiner prominenten Zeitgenossen auf, darunter von Anthonis van Dyck (1599–1641) und Peter Paul Rubens, und verlieh ihnen seinen eigenständigen Malstil.

Bei der hier prästentierten Komposition greift Wolfvoet auf einen Prototyp von Anthonis van Dycks zurück, der sich in den Kunstsammlungen Graf von Schönborn, Schloss Weissenstein in Pommersfelden befindet (Inv.-Nr. 43, siehe Susan J. Barnes / Nora De Poorter, et al. 2004: Van Dyck. A Complete catalogue of the Paintings, New Haven / London 2004, Kat.-Nr. III.58). Auch das Gegenstück Van Dycks "Amarillis und Mirtillo" (Kunstsammlungen Graf von Schönborn, Schloss Weissenstein in Pommersfelden, Inv.-Nr. 43, siehe Susan J. Barnes / Nora De Poorter, et al. 2004: Van Dyck. A Complete catalogue of the Paintings, New Haven / London 2004, Kat.-Nr. III.60) wiederholte Victor Wolfvoet in seiner charakteristischen Malweise.

Eine weitere Version der hier gezeigten Komposition von Victor Wolfvoet d. J., die auf Kupfer gemalt ist, befindet sich im Museum Hofje van Mevrouw van Aerden in Leerdam (siehe Bert Schepers und Gregory Martin: Two Antwerp cabinets decorated by Victor Wolfvoet II, in: The Burlington Magazine, Bd. 158, Nr. 1363, Oktober 2016, S. 801) und dokumentiert die grosse Nachfrage nach diesen Darstellungen in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts.

Dr. Bert Schepers bestätigt die Eigenhändigkeit anhand einer Fotografie, wofür wir ihm danken.

Zustandsbericht:
Öl auf Holz, bestehend aus drei horizontalen Tafeln, leicht gewölbt. Maloberfläche mit oberflächlichen Verschmutzungen und kleinen Kratzspuren. Feines Netz an Krakelüren. Farbabreibungen entlang der Ränder.<br>Unter UV: Retuschen entlang der horizontalen Ansatzstellen erkennbar. Minimale Retuschen an den Figuren. Firnis fluoresziert grünlich.<br>Rahmen: 60,5 × 76,5 cm.

CHF 7 000 / 10 000 | (€ 7 220 / 10 310)

Verkauft für CHF 7 500 (inkl. Aufgeld)