Sie haben noch kein Login?

Klicken Sie hier um sich zu registrieren »


Wenn Sie bereits registriert sind - Login:




Lot 1198* - A210 Decorative Arts - Donnerstag, 19. September 2024, 14.00 Uhr

KAMINPENDULE "VENUS UND AMOR"

Empire, Paris, um 1810. Das Zifferblatt signiert Thomire & Cie à Paris Moinet ainé Hger. Die Bronzen nach einem Entwurf von Pierre-Philippe Thomire (1751–1843) in Zusammenarbeit mit Louis Moinet l'Ainé (1768–1853).
Bronze vergoldet bzw. braun patiniert. Weisses Emaille-Zifferblatt mit römischen Stunden- und arabischen Minuten. Pariserwerk mit Halbstundenschlag auf Glocke. Auf rechteckigem "Vert-de-mer"-Sockel und quadratischen Füssen. Die Front des Sockels mit Palmetten und Lorbeermedaillon in vergoldeter Bronze appliziert.
34 × 14 × 58 cm.

Restauriert. Marmorsockel mit Reparatur. Minimale Gebrauchsspuren und Absplitterungen.

Provenienz:
Deutscher Privatbesitz.

Louis Moinet stammt von einer privilegierten Grossbauernfamilie ab, weswegen er schon in jungen Jahren seiner Leidenschaft für die Uhrmacherei nachgehen durfte. Er verbrachte fünf Jahre in Rom, wo er Architektur und Bildhauerei studierte und so neoklassizistisch geschult wurde. Zurück in Paris konzentriert er sich auf das praktische und theoretische Studium der Uhrmacherei und erfindet 1816 den ersten Chronographen. Ausserdem arbeitete Moinet als Gehilfe mit dem berühmten Uhrmacher Abraham-Louis Breguet (1747–1823) zusammen. Moinet ist auch Verfasser einer theoretischen Abhandlung mit dem Titel "Nouveau Traité Général Astronomique et Civil d’Horlogerie Théorique et Pratique". Aufgrund seines Könnens entstand eine Kollaboration mit dem dominierenden Bronzier und Doreur Pierre-Philippe Thomire. Nach heutigem Wissenstand entstanden die meisten Pendeluhren aus Moinets Werkstatt in Zusammenarbeit mit Pierre-Philippe Thomire (Vgl. Louis Moinet the Legacy Collection). Eine modellogleiche Pendule befindet sich in der historischen Sammlung der Firma Louis Moinet. Jenes Exemplar zeichnet sich durch die Wahl eines roten Marmors aus sowie einer bräunlich-roten Patinierung der Bronze mit einem leicht abweichenden Bronzezierfries.

Literatur:
- Ottomeyer/Pröschel: Vergoldete Bronzen. München 1986, Bd. I, S. 345, Abb. 5.5.13 (für eine vergleichbare Version mit leicht unterschiedlichem Bronzefries am Marmorsockel).
- Elke Niehüser: Die französische Bronzeuhr - eine Typologie der figürlichen Darstellungen. München 1997, S. 229, Abb. 643.

Quelle:
Homepage Louis Moinet the Legacy Collection (Seite zuletzt besucht am 7. August 2024).

CHF 12 000 / 18 000 | (€ 12 370 / 18 560)

Verkauft für CHF 15 000 (inkl. Aufgeld)