Sie haben noch kein Login?

Klicken Sie hier um sich zu registrieren »


Wenn Sie bereits registriert sind - Login:




Lot 1260 - A146 Möbel, Porzellan & Dekoration - Donnerstag, 18. September 2008, 10.00 Uhr

FOLGE VON 4 GROSSEN GEFASSTEN FAUTEUILS "A LA REINE",

Louis XVI, wohl Russland um 1790/1800.
Holz fein beschnitzt mit Mäanderband, Rosetten, Palmetten und Zierfries sowie weiss/gold gefasst. Trapezförmiger Sitz auf gerader Zarge mit vorderen Vierkant- und hinteren Säbelbeinen. Flache, jochförmig abschliessende Rückenlehne mit gepolsterten Armlehnen auf geschweiften -stützen. Polychromer Seidenbezug mit stilisierten Blumen und Blättern. 66x58x44x101 cm.

Provenienz: - Der Überlieferung nach ehemals Besitz des Duke of Marlborough. - Aus einer Schweizer Privatsammlung. Mehrere dekorative und konstruktionstechnische Elemente lassen die Zuschreibung an Russland sinnvoll erscheinen und zeigen zugleich den Einfluss französischer und englischer Entwerfer auf Werke des Zarenhofes. Die Vorbilder dieser Möbel waren sowohl direkte Käufe des Zarenhofes in Paris oder London sowie solche von Aristokraten auf Reisen durch Westeuropa, als vor allem auch zeichnerische Vorlagen der berühmtesten Entwerfer der Epoche; die Kataloge von Delafosse, Neufforge, Percier et Fontaine, Chippendale, Sheraton Hope, Grossmann, Scheich usw. erfreuten sich grösster Beliebtheit und fanden in der typisch "russischen Adaptation" ihre kongeniale Weiterentwicklung. Dies ist deshalb von grosser Bedeutung, weil sich damit die schier endlos erscheinende Formenvielfalt russischer Hofmöbel erklären lässt wie auch die Tatsache, dass im ausgehenden 18. Jh. historisch verschiedene Stile und Formensprachen in Russland zur gleichen Zeit gefertigt und miteinander kombiniert wurden. Lit.: A. Chenevière, La splendeur du mobilier russe, Paris 1989; S. 65-71 (Einflüsse von C. Cameron), S. 115 (Abb. 95, Fauteuil mit analoger Grundstruktur der Rückenlehne). G. Janneau, Le mobilier français - les sièges, Lüttich o.J.; S. 170f. (Abb. 322 und 324, 2 Fauteuils von G. Jacob, aufgrund ihrer originellen Formensprache ein möglicher Einfluss).

CHF 20 000 / 30 000 | (€ 20 620 / 30 930)

Verkauft für CHF 24 000 (inkl. Aufgeld)