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Lot 1104* - A157 Möbel, Porzellan & Dekoration - Donnerstag, 23. Juni 2011, 10.00 Uhr

GEFASSTES AMEUBLEMENT,

Louis XV, J.B. LELARGE (Jean-Baptiste II Lelarge, Meister 1738) zuzuschreiben, Paris um 1760.
Bestehend aus 1 dreiplätzigen Canapé "à oreilles" sowie 4 Fauteuils "à la reine". Buche moulüriert und beschnitzt mit Blumen, Blättern und Zierfries sowie hellgrün gefasst. Geschweifter, trapezförmiger Sitz auf wellig ausgeschnittener Zarge mit geschweiften Beinen. Flache, bogenförmig abschliessende Rückenlehne mit gepolsterten Armlehnen auf geschweiften -stützen. Hellbeiger Seidenbezug mit bunten Blumen und Blättern. Sitzkissen. Canapé 203x60x48x95 cm, Fauteuils 67x60x45x90 cm.

Provenienz: Aus einer hochbedeutenden europäischen Privatsammlung. Feines Ameublement von hoher Qualität. Wie sein Vater Jean-Baptiste I führte der Ebenist J.B. Lelarge sein Atelier in der Rue de Cléry. Nach seinem Tod führte die Witwe das Unternehmen weiter, bis ihr Sohn, Jean-Baptiste III, es 1775 übernahm. Da Vater und Sohn den selben Vornamen hatten, behielt der Sohn die gleiche Signatur bei. Einige der Werke im Stil Louis XV bzw. Anfang Louis XVI könnten sowohl aus der Hand des Vaters wie auch des Sohnes stammen. Im Allgemeinen werden die im Stil Louis XV gefertigten, mit "Lelarge" signierten Sitzmöbel Jean-Baptiste II zugeordnet. Seine Werke zeugen von höchster Handwerkskunst; durch das Geschenk von Luzarche d'Azay fanden sie Eintritt ins Musée du Louvre in Paris. Lit.: P. Kjellberg, Le mobilier français du XVIIIème siècle, Paris 1989; S. 499-501 (biogr. Angaben). J. Nicolay, L'art et la manière des maîtres ébénistes français au XVIIIe siècle, Paris 1976; S. 273f. (biogr. Angaben).

CHF 14 000 / 18 000 | (€ 14 430 / 18 560)

Verkauft für CHF 17 400 (inkl. Aufgeld)