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Lot 3016* - A215 Schweizer Kunst - Freitag, 28. November 2025, 14.00 Uhr

ALBERT ANKER

(1831 Ins 1910)
Brief lesende Bernerin. 1896.
Öl auf Leinwand.
Rechts mittig signiert: Anker.
63,5 × 49,5 cm.

Provenienz:
- Privatsammlung Bohni, Basel, 1897.
- Galerie Neupert, Zürich.
- Privatbesitz Scherz, Bern, wohl in obiger Galerie erworben.
- Privatbesitz, Lützelflüh, 1962.
- Privatbesitz, Deutschland, 1981 bei Obigem erworben.

Ausstellung:
Bern 1931, Albert Anker 1831–1910. Jahrhundertsausstellung, Berner Kunstmuseum, 20.6.–23.8.1931, Nr. 146, als "Der Brief des Bräutigams" (verso mit Etikett).

Literatur:
- Ausst.-Kat. Albert Anker 1831–1910. Jahrhundertsausstellung, Bern 1931, S. 14, Nr. 146 (mit Abb.).
- Albert Anker, Max Huggler und Kunstmuseum Bern: Albert Anker. Katalog der Gemälde und Ölstudien, Bern 1962, Nr. 350 (mit Abb.).
- Sandor Kuthy und Hans A. Lüthy: Anker. Zwei Autoren über einen Maler, Zürich 1980, S. 43 (mit Abb.).
- Franz Zelger: Albert Anker 1831–1910. 32. ausgewählte Bilder zum 150. Geburtstag des Malers, Glattbrug 1980, S. 25.
- Sandor Kuthy und Therese Bhattacharya-Stettler: Albert Anker. Werkkatalog der Gemälde und Ölstudien, Basel 1995, S. 224, Nr. 510 (mit Abb.).

Dieses schöne und für den Künstler äusserst typische Sujet einer jungen Frau, die in der Küche sitzend einen Brief liest, hat Albert Anker auch in einer Variante in Aquarell geschaffen (vgl. Abb. 1).

Den Verkauf des Gemäldes hat Anker in seinem Notizbüchlein 27 für die Jahre 1896/97 in einer Liste festgehalten, in der wir auch den Namen des Modells erfahren: "ont quitté l’atelier": "Janv. 1897: Herr Bohni (…) Emma Reubi mit Brief und Kartoffel".

Der Verbleib des Gemäldes war den Autoren des Werkverzeichnisses unbekannt. Erst vor kurzem wurde es in einer deutschen Privatsammlung wiederentdeckt, wo es sich die letzten 45 Jahre befunden hatte. Anker zeigt die junge Frau vor einem hellen Hintergrund, was für seine Darstellungen von Einzelfiguren eher selten ist.

CHF 250 000 / 350 000 | (€ 257 730 / 360 820)

Verkauft für CHF 300 000 (inkl. Aufgeld)