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KUNST FERNER KULTUREN SAMMELN

KUNST FERNER KULTUREN SAMMELN

VORSCHAU AUF DIE ASIATICA-AUKTION VOM 5. DEZEMBER 2025

«Der wahre Sammler ist ein Künstler – im Quadrat. Er malt sich selbst eine Sammlung.» – so formulierte Marcel Duchamp seine Perspektive auf die Kulturtechnik des Sammelns. Die Begeisterung eines Westschweizer Sammlers für tibetische Skulpturen entflammte während seiner ersten Reise mit seiner Frau nach Asien im Jahr 1974. Dieser wegweisenden Begegnung mit traditioneller asiatischer Kunst folgten viele weitere Erkundungen in Fernost sowie eine anhaltende Sammeltätigkeit. Viele Stücke seiner handverlesenen Kollektion erwarb der spezialisierte Connaisseur in den 1980er- und frühen 1990er-Jahren bei den Asiatica-Auktionen von Koller. Nun kommen in Zürich mehr als 20 Exponate zum Aufruf, darunter vor allem frühe, oft unvergoldete Stücke aus dem 11. bis 15. Jahrhundert, einige davon mit deutlichen Anklängen an den indischen Pala-Stil.

BODHISATTVA

Tibetochinesisch, 16./17. Jh.
H 25,6 cm. Unvergoldete Bronze.
Schätzung: CHF 80 000 / 120 000

Tibetische Skulpturen im Pala-Stil zeigen den Einfluss der Pala-Dynastie, die Nordindien vom 8. bis zum 12. Jahrhundert auch künstlerisch prägte. Dieser Einfluss zeigt sich im eleganten Körperbau der Skulpturen, in den hochgetürmten Frisuren und der Verwendung von Bronzeguss mit Acht-Metall-Legierungen. Diese künstlerische Tradition gelangte zusammen mit der Verbreitung der buddhistischen Lehre nach Tibet.

FEINE FIGUR DES
CHAKRASAMVARA YAB-YUM

Nepalesische Schule in Tibet, 15. Jh.
H 26 cm. Feuervergoldete Kupferlegierung.
Schätzung: CHF 40 000 / 60 000

SITZENDER
BUDDHA

China, Nördliche Wei-Dynastie,
H 17,3 cm. Feuervergoldete Bronze.
Schätzung: CHF 50 000 / 80 000

KUNST FERNER KULTUREN SAMMELN

In den letzten Jahren kommen vermehrt private Asiatica-Sammlungen wieder auf den Markt, die in den Anfängen des Handels mit fernöstlicher Kunst bei Koller zusammengetragen wurden. Die Kunstwerke stossen vor allem bei der asiatischen Kundschaft auf grosses Interesse, da bei älteren Sammlungen moderne Fälschungen ausgeschlossen werden können. Zudem handelt es sich um Objekte, die seit Jahrzehnten nicht mehr auf dem Markt waren.

Neben der exklusiven Westschweizer Skulpturensammlung bieten wir eine Auswahl attraktiver japanischer Paravents an. Diese faltbaren Stellschirme sind in Japan bereits seit dem 7./8. Jahrhundert bekannt. Auf einem je sechsteiligen Paravent-Paar werden Episoden aus dem Soga-Monogatari dargestellt. Diese mündlich überlieferte Legende, die in verschiedenen Varianten existiert, berichtet von zwei Brüdern, die im 12. Jahrhundert den gewaltsamen Tod ihres Vaters rächen. Das populäre Motiv der heldenhaften Soga-Brüder taucht in der japanischen Kunst vielfach auf, beispielsweise als Skulpturen oder in Holzschnitten, aber auch in der Literatur sowie in Aufführungen des Nō- und Kabuki-Theaters. Wer es kontemplativer mag, findet Paravents mit einer Schneelandschaft, den Sieben Weisen im Bambushain auf Goldgrund oder einem Fasan in herbstlichem Laub.

GROSSES
BUDDHAPORTRAIT

China, 17./18. Jh.
Tusche und Farben mit wenig Gold auf Seide.
166 × 85 cm.
Schätzung: CHF 20 000/30 000

Regi Preiswerk, Koller Auktionen

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REGI PREISWERK

Abteilungsleiterin
Asiatica

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