Lot 1188* - A214 Works of Art & Decorative Arts - Donnerstag, 18. September 2025, 13.30 Uhr
KOMMODE
Louis XV, Paris um 1750/60. Signiert Delorme (Adrien Delorme, Meister 1748).
Rosenholz, Palisander und andere teils brandschattierte sowie getönte Hölzer eingelegt in Form von Rautenwerk in passigen, frontseitig doppelgerahmten Reserven mit Rosetten. Die Ecken durch Rocaillen akzentuiert. Leicht trapezförmiger, dreiseitig geschweifter Korpus auf ausgeschnittener Zarge und geschweiften Beinen mit Sabots. Front mit zwei bombierten Schubladen ohne Traverse zwischen markanten, mit Bronzezier besetzten Ecken. Vergoldete Bronzebeschläge. "Brêche d'Alep"-Platte.
138 × 64 × 88,5 cm.
Restauriert. Einige Ergänzungen und Furnierrisse. Gebrauchsspuren.
Provenienz:
Der Ebenist Adrien Delorme schuf zahlreiche Möbel im Stil Louis XV und Transition. Auffällige, farblich stark akzentuierte Bandelwerk-Intarsien sind ein typisches Merkmal für seine Arbeiten (Vgl. Alexandre Pradère: Die Kunst des französischen Möbels. München 1990, S. 180/181). Das auffällige Motiv der die Reserven in den Ecken akzentuierenden Rocaillen findet sich an einer in der Form ebenfalls sehr ähnlichen Kommode von Delorme, verkauft bei Christie's 1983 (Vgl. Pierre Kjellberg: Le Mobilier Français du XVIIIe Siècle. Paris 1989, S. 244).
CHF 8 000 / 12 000 | (€ 8 250 / 12 370)
Verkauft für CHF 10 000 (inkl. Aufgeld)