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Lot 3242 - A218 Gemälde des 19. Jahrhunderts - Freitag, 18. September 2026, 16.00 Uhr

ZACHARIE CHARLES LANDELLE

(Laval 1821–1908 Chennevières-sur-Marne)
Bildnis einer Armenierin.
Öl auf Leinwand.
Unten links signiert: Ch. Landelle.
48,6 × 33,2 cm.

Provenienz:
- Schweizer Privatbesitz.
- Auktion Koller, Zürich, 1.4.2022, Los 3222.
- Schweizer Privatsammlung.

Der französische Orientalist Zacharie Charles Landelle ist bekannt für seine Porträt- und Figurendarstellungen. Unter dem Historienmaler Paul Delaroche (1797–1856) und dem begabtem Porträtisten Ary Scheffer (1795–1858) studierte er an der École des Beaux-arts und übte sich zunächst im Kopieren Alter Meister im Louvre. Um seinen Lebensunterhalt bestreiten zu können, begann er mit dem Malen von Porträts, die auf breites Interesse stiessen und in einer ersten Ausstellung am Salon von 1841 präsentiert wurden, wo sie die Aufmerksamkeit König Louis-Philippe I. (1773–1850) auf sich zogen. Schon bald wurde er zum offiziellen Hofmaler ernannt. Ab 1865 begab er sich auf mehrere Reisen in den Orient und nach Nordafrika.

Die Figurendarstellungen Landelles zeichnen sich durch eine gefühlsbetonte Malerei aus, wie auch in vorliegender Komposition deutlich wird. Dieses Bildnis einer Armenierin, bei dem es sich um eine kleinere Version des Gemäldes aus der Wallace Collection in London handelt (Inv.-Nr. P278), beeindruckt durch seine präzise Ausführung. Die beiden Gemälde unterscheiden sich nur geringfügig, wie beispielsweise in den Details des Schmucks und der Kleidung. Beide Gemälde entstanden wohl in Paris nach kostümierten Modellen, bevor Landelle den Nahen Osten besucht hatte.

CHF 10 000 / 15 000 | (€ 10 310 / 15 460)

Verkauft für CHF 13 750 (inkl. Aufgeld)