Lot 1034* - A214 Works of Art & Decorative Arts - Donnerstag, 18. September 2025, 13.30 Uhr
SCHMUCKSTÜCK IN FORM EINER AMPHORE - ehem. Slg. Kofler-Truniger
Spätantik, Antiochia, ca. 5.–7. Jh. n. Chr.
Getriebenes Gold mit Goldfiligrandrähten und Granulationsdekor in Form eines Henkelgefässes. Der Unterteil ursprünglich mit einer Almandine eingelegt (ursprünglich vier). Der Gefässoberteil mit eingezogenem Hals, angedeuteten Volutenhenkeln und bekrönt durch zwei Mondsicheln, welche mit Almandinen und grüner Glaspaste eingelegt sind.
H 4,4 cm. Total 8,4 gr.
Einlagen unvollständig. Rückseitig ein Loch in der Amphore. Etwas berieben und gedellt. Fragment.
Provenienz:
- Schweizer Privatbesitz, Luzern, ca. 1974 von obigem erworben.
- durch Erbschaft in gleichem Schweizer Familienbesitz, Luzern.
Ausstellungen:
Literatur:
Gem. Karteikarte verweist Prof. Marvin Chauncey Ross auf die Vase als hellenistisches Stilelement, welches von den Römern übernommen wurde und in Antiochia zur Römerzeiten und darüber hinaus bis zum 5. Jh. weiterhin verwendet wurde. Die Mondsicheln hingegen seien Stilelemente, die man an Schmuckstücken aus der frühen Völkerwanderungszeit wiederfinde (Vgl. B. Rupp: Die Herkunft der Zelleneinlage. Bonn 1937, Pl. IV aus der Dumbarton Oaks Collection in Washington).
CHF 1 000 / 1 400 | (€ 1 030 / 1 440)
Verkauft für CHF 938 (inkl. Aufgeld)