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Lot 1044* - A214 Works of Art & Decorative Arts - Donnerstag, 18. September 2025, 13.30 Uhr

SELTENE BÜGELFIBEL - ehem. Slg. Kofler-Truniger

Slawisch, 7. Jh. n. Chr.
Bronze, vergoldet. Halbrunde Kopfplatte mit sieben fächerartig gerippten Palmetten über keilförmiger Fussplatte, mit reichem Kerbschnittdekor und seitlichen Vogelköpfen mit blauem Glasfluss und drei menschlichen Masken am Fibelfuss.
12,5 × 7 cm.
Vergoldung berieben. Metallauflagen mit Glasfluss teils fehlend. Nadel fehlt.

Provenienz:
- Sammlung Ernst und Marthe Kofler-Truniger (1918–1999 & 1918–1999), Luzern vor 1960 (Inv.-Nr. K 8047 AI).
- Schweizer Privatbesitz, Luzern, ca. 1974 von obigem erworben.
- durch Erbschaft in gleichem Schweizer Familienbesitz, Luzern.

Ausstellungen:
Kunsthaus Zürich, Sammlung E. und M. Kofler-Truniger, Luzern, 7.6.–2.8.1964, Nr. 615 (mit Ausstellungskatalog).

Literatur:
- J. Werner: Neues zur Frage der slawischen Bügelfibeln. In: Germania 38. München 1960, Abb.1, Tafel 28; Abb. 2, Tafel 29.
- Kunsthaus Zürich (Hg.): Sammlung E. und M. Kofler-Truniger, Luzern. Ausstellungskatalog, 7.6.–2.8.1964, S. 64, Nr. 615, Taf. 45.

Es handelt sich hier um einen Fibeltypus, der einer interessanten Gruppe von verwandten, in Bronze gegossenen Maskenfibeln des späten 6. und 7. Jahrhunderts aus den Balkanländern zuzuschreiben ist. J. Werner hatte 1960 (Germania 38) diese Fibeln des sog. "Sparta-Linkuhnen-Cosovenii" Typs, inkl. Abbildung dieser Fibel aus der Kofler-Truninger Sammlung, vorgestellt. Vergleiche finden sich u.a. in der Sammlung Diergardt in Köln (Germania Taf. 28.2) und im Stockholmer Museum (Germania Taf. 28,3).

CHF 1 500 / 2 000 | (€ 1 550 / 2 060)

Verkauft für CHF 6 250 (inkl. Aufgeld)