Lot 1132 ♣ - A196 Decorative Arts - Donnerstag, 25. März 2021, 13.30 Uhr
GROSSE PENDULE AUF SOCKEL MIT CARILLON UND BOULLE-MARKETERIE
Louis XV, Bern um 1750. Das Zifferblatt auf Plakette signiert Funck à Berne (Mathäus Funk 1697 – 1783).
Geschweiftes Gehäuse reich intarsiert mit graviertem Messing auf rotem Schildpatt in Form von Blatt- und Blumenranken. Reiche vergoldete Bronzebeschläge in Form von Espagnoletten, Putto, Blättern, Rocaillen sowie Cupido als Aufsatz. Reliefiertes Bronzezifferblatt mit weissen Emailkartuschen (zwei leicht defekt) mit römischen Stunden- und arabischen Minutenzahlen. Werk mit Spindelgang und Viertelstundenschlag auf zwei Glocken sowie Carillon mit sechs Glocken. Repetition auf Anfrage. 2 Schlüssel.
52 × 23 × 137 cm.
Etwas zu restaurieren, das Werk zu revidieren.
Provenienz:
- Familie von Wattenwyl
- Besitz von Friedrich von Tscharner (durch Erbfolge)
- durch Erbfolge in heutigen Besitz
Eine Pendule des gleichen Modells wurde von Mathäus Funk in die Deutschseckelschreiberei im Rathaus in Bern geliefert. (Hermann von Fischer, Fonck à Berne, Bern 2001. S. 117, Nr. 211. Mit Abbildung).
Mathäus Funk stellte in der Zeit um 1750 verschiedene Pendulen mit Boulle- und Contre-Boullemarketerie her, darunter die Rathaus-Pendule von 1753, deren Türbronze vom Berner Stadtwappen ziert. Das Uhrwerk dieser Pendule ist wie auch das in der hier vorgestellten Uhr nicht signiert, weist aber die für Berner Werke der damaligen Zeit typischen Merkmale auf. Mathäus Funks Sohn Daniel war Uhrmacher, die Vermutung, dass das Werk aus dessen Werkstatt stammt, ist in Betracht zu ziehen, kann jedoch nicht belegt werden. Hermann von Fischer zitiert in seinem Werk über Funk eine Notiz in den Unterlagen Funks, die auf die damalige Bestellung hinweisen könnte: "Johanne Margaretha von Wattenwyl, geborene von Graffenried (1695 – 1750), Gemahlin des Niklaus von Wattenwyl, Herr zu Oberdiessbach (1695 – 1751), notierte in ihrem Rechnungsbuch am 4. Mai 1748: Däm Her Funck lut gunten (Laut Konto) für Ein bandülengehüs und ein tabackkistlin 19 kronen 15 Batzen". (Hermann von Fischer, 2001. S. 54)
Provenienz:
- Familie von Wattenwyl
- Besitz von Friedrich von Tscharner (durch Erbfolge)
- durch Erbfolge in heutigen Besitz
Eine Pendule des gleichen Modells wurde von Mathäus Funk in die Deutschseckelschreiberei im Rathaus in Bern geliefert. (Hermann von Fischer, Fonck à Berne, Bern 2001. S. 117, Nr. 211. Mit Abbildung).
Mathäus Funk stellte in der Zeit um 1750 verschiedene Pendulen mit Boulle- und Contre-Boullemarketerie her, darunter die Rathaus-Pendule von 1753, deren Türbronze vom Berner Stadtwappen ziert. Das Uhrwerk dieser Pendule ist wie auch das in der hier vorgestellten Uhr nicht signiert, weist aber die für Berner Werke der damaligen Zeit typischen Merkmale auf. Mathäus Funks Sohn Daniel war Uhrmacher, die Vermutung, dass das Werk aus dessen Werkstatt stammt, ist in Betracht zu ziehen, kann jedoch nicht belegt werden. Hermann von Fischer zitiert in seinem Werk über Funk eine Notiz in den Unterlagen Funks, die auf die damalige Bestellung hinweisen könnte: "Johanne Margaretha von Wattenwyl, geborene von Graffenried (1695 – 1750), Gemahlin des Niklaus von Wattenwyl, Herr zu Oberdiessbach (1695 – 1751), notierte in ihrem Rechnungsbuch am 4. Mai 1748: Däm Her Funck lut gunten (Laut Konto) für Ein bandülengehüs und ein tabackkistlin 19 kronen 15 Batzen". (Hermann von Fischer, 2001. S. 54)
Für den Export dieses Objekts ist eine CITES-Bescheinigung notwendig. Bitte informieren Sie sich vor der Auktion über die Importbestimmungen des Ziellandes. Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte die Fach-Abteilung.
CHF 20 000 / 30 000 | (€ 20 620 / 30 930)
Verkauft für CHF 24 700 (inkl. Aufgeld)