Lot 1847 - S17 Out of This World - Dienstag, 28. Juni 2022, 16.00 Uhr
MAMMUTZAHN, WOLLHAARMAMMUT
Mammuthus primigenius
Russland, Sibirien, Jakutien
Oberes Pleistozän, 18'000-20'000 Jahre
260 cm
Russland, Sibirien, Jakutien
Oberes Pleistozän, 18'000-20'000 Jahre
260 cm
Provenienz: Schweizer Privatsammlung
Das Wollhaarmammut, auch Woll- oder Fellmammut genannt, ist ein an kaltzeitliche Verhältnisse angepasster Vertreter aus der Familie der Elefanten. Die ausgestorbene Art ist jedoch kein direkter Vorfahre der heutigen Elefanten. Den Namen verdankt das späteiszeitliche Wollhaarmammut seinem dichten Fell, das aus bis zu 4–5 cm langen Wollhaaren und bis zu 1 m langen Grannenhaaren bestand. Zum Schutz gegen die Kälte trug es ausserdem eine 8–9 cm dicke Fettschicht unter der etwa 3 cm dicken Haut. Im Unterschied zum heutigen Afrikanischen Elefanten hatte das Wollhaarmammut auffallend kleine Ohren, der Rüssel war relativ kurz, dafür wesentlich dicker und massiver. Das Mammut erreichte eine Schulterhöhe von 3–3.5 m und war damit weniger gigantisch, als ursprünglich vielleicht angenommen. Das markanteste äussere Merkmal des wollhaarigen Riesen sind seine beiden Stosszähne im Oberkiefer. Diese entsprechen den zweiten Schneidezähnen und bestehen beinahe nur aus Zahnbein, d.h. Elfenbein und besitzen keinen Zahnschmelz. Im Unterschied zu heute noch lebenden Elefantenarten sind die Stosszähne beim erwachsenen Mammut spiralig gedreht nach oben gekrümmt. Die Spitzen weisen nach innen und sind damit aufeinander gerichtet. Die grössten bisher gefundenen Stosszähne erreichen eine Länge von 420 cm, einen Durchmesser von 20 cm und ein Gewicht von bis zu 100 kg. Im Querschnitt ist der Stosszahn aus konzentrischen Ringen aufgebaut. Die dargestellten Wachstumsschübe sind mit den Jahresringen in Baumstämmen vergleichbar. Den Stosszähnen kamen vermutlich vielfältige Funktionen zu. Nebst dem Präsentieren von Dominanz im Paarungs- oder Ritualkampf oder als Warnsignal für Nahrungskonkurrenten wurden die Stosszähne häufig auch zur Nahrungssuche eingesetzt. Als häufigste Erklärung für das vor ca. 11'500 Jahren fast vollständige Aussterben des Mammuts wird heute die dramatische Klimaänderung mit raschem Temperaturanstieg und vermehrten Niederschlägen genannt, was u.a. die weiten Grassteppen als Nahrungsgrundlage der Eiszeitriesen zum Verschwinden brachte. Eine andere Hypothese nennt den Menschen, der die Mammute als Jagdbeute ausgerottet haben soll.
Das Wollhaarmammut, auch Woll- oder Fellmammut genannt, ist ein an kaltzeitliche Verhältnisse angepasster Vertreter aus der Familie der Elefanten. Die ausgestorbene Art ist jedoch kein direkter Vorfahre der heutigen Elefanten. Den Namen verdankt das späteiszeitliche Wollhaarmammut seinem dichten Fell, das aus bis zu 4–5 cm langen Wollhaaren und bis zu 1 m langen Grannenhaaren bestand. Zum Schutz gegen die Kälte trug es ausserdem eine 8–9 cm dicke Fettschicht unter der etwa 3 cm dicken Haut. Im Unterschied zum heutigen Afrikanischen Elefanten hatte das Wollhaarmammut auffallend kleine Ohren, der Rüssel war relativ kurz, dafür wesentlich dicker und massiver. Das Mammut erreichte eine Schulterhöhe von 3–3.5 m und war damit weniger gigantisch, als ursprünglich vielleicht angenommen. Das markanteste äussere Merkmal des wollhaarigen Riesen sind seine beiden Stosszähne im Oberkiefer. Diese entsprechen den zweiten Schneidezähnen und bestehen beinahe nur aus Zahnbein, d.h. Elfenbein und besitzen keinen Zahnschmelz. Im Unterschied zu heute noch lebenden Elefantenarten sind die Stosszähne beim erwachsenen Mammut spiralig gedreht nach oben gekrümmt. Die Spitzen weisen nach innen und sind damit aufeinander gerichtet. Die grössten bisher gefundenen Stosszähne erreichen eine Länge von 420 cm, einen Durchmesser von 20 cm und ein Gewicht von bis zu 100 kg. Im Querschnitt ist der Stosszahn aus konzentrischen Ringen aufgebaut. Die dargestellten Wachstumsschübe sind mit den Jahresringen in Baumstämmen vergleichbar. Den Stosszähnen kamen vermutlich vielfältige Funktionen zu. Nebst dem Präsentieren von Dominanz im Paarungs- oder Ritualkampf oder als Warnsignal für Nahrungskonkurrenten wurden die Stosszähne häufig auch zur Nahrungssuche eingesetzt. Als häufigste Erklärung für das vor ca. 11'500 Jahren fast vollständige Aussterben des Mammuts wird heute die dramatische Klimaänderung mit raschem Temperaturanstieg und vermehrten Niederschlägen genannt, was u.a. die weiten Grassteppen als Nahrungsgrundlage der Eiszeitriesen zum Verschwinden brachte. Eine andere Hypothese nennt den Menschen, der die Mammute als Jagdbeute ausgerottet haben soll.
CHF 28 000 / 50 000 | (€ 28 870 / 51 550)
Verkauft für CHF 58 860 (inkl. Aufgeld)