Lot 1233* - A206 Decorative Arts - Donnerstag, 21. September 2023, 10.00 Uhr
ASTRONOMISCHE TISCHPENDULE MIT SEKUNDE
Restauration, Paris um 1820. Das Zifferblatt signiert Hri Motel Hr de la Marine (Jean-François Henri Motel, ab 1823 Horloger de la Marine).
Mahagoni sowie Holz geschwärzt. Rechteckiges, allseitig verglastes Gehäuse auf leicht ausgestelltem Sockel und Messingfüssen. Weisses Emailzifferblatt in vergoldeter Lünette. Feine gebläute Zeiger. Aufgesetzte Armillarsphäre in Messing, teils versilbert sowie fein graviert mit Angaben der Polhöhen, Längengrade der Gestirne, Monate sowie Sternzeichen. Die Erdkugel bewegt sich um die Sonne und wird selber vom Mond umrundet. Auf Plakette bezeichnet: Sphère adoptée par le conseil Royal de l'instruction publique de France pour l'enseignement. Werk mit Scherengang und Halbstundenschlag auf Glocke. Rost-Kompensationspendel.
25,5 × 18 × 74,5 cm.
Geringfügig unvollständig. Wenige Kratzer am Holz.
Provenienz: Privatsammlung, Schweiz.
Sehr fein ausgeführte Präzisionspendule von Henri Motel, der in seiner Ausbildung an der École des Arts et Métiers von Louis Berthoud als einer von vier Anwärter ausgewählt und auf Kosten des französischen Staates zum Uhrmacher ausgebildet wurde. Nach dem Tode von Louis Berthoud (1813) arbeitete Motel in dessen Werkstatt weiter und wurde 1823 ebenfalls zum "Horloger de la Marine" ernannt. Er war für seine äusserst aufwändig und fein gearbeiteten, raffinierten Marinechronometer und astronomischen Uhren bekannt. 1827 erhielt er dafür eine Silbermedaille, mit der Anmerkung: "...niemand führt die Zeitnahme so präzise durch wie Motel." (Jean-Claude Sabrier, "Longitude at Sea in the time of Louis Berthoud and Henri Motel", Genf 1993, S. 593ff).
Die Uhren dieses hervorragenden Uhrmachers waren und sind bis heute bei Sammlern äusserst begehrt.
Provenienz: Privatsammlung, Schweiz.
Sehr fein ausgeführte Präzisionspendule von Henri Motel, der in seiner Ausbildung an der École des Arts et Métiers von Louis Berthoud als einer von vier Anwärter ausgewählt und auf Kosten des französischen Staates zum Uhrmacher ausgebildet wurde. Nach dem Tode von Louis Berthoud (1813) arbeitete Motel in dessen Werkstatt weiter und wurde 1823 ebenfalls zum "Horloger de la Marine" ernannt. Er war für seine äusserst aufwändig und fein gearbeiteten, raffinierten Marinechronometer und astronomischen Uhren bekannt. 1827 erhielt er dafür eine Silbermedaille, mit der Anmerkung: "...niemand führt die Zeitnahme so präzise durch wie Motel." (Jean-Claude Sabrier, "Longitude at Sea in the time of Louis Berthoud and Henri Motel", Genf 1993, S. 593ff).
Die Uhren dieses hervorragenden Uhrmachers waren und sind bis heute bei Sammlern äusserst begehrt.
CHF 20 000 / 30 000 | (€ 20 620 / 30 930)
Verkauft für CHF 37 500 (inkl. Aufgeld)