Lot 1093* - A156 Möbel, Porzellan & Dekoration - Donnerstag, 31. März 2011, 10.00 Uhr
KAROSSENUHR,
Louis XV, das Werk sign. AGERON A PARIS (François Ageron, Meister 1741) Frankreich um 1740/50.
Teils durchbrochenes Silber und graviertes Messing. Rundes, aufklappbares Uhrgehäuse mit Tragring. Emailzifferblatt mit römischen und arabischen Stundenzahlen, arabischen Minutenzahlen, Monaten und Datum. 4 Zeiger. Feines, hochklappbares Spindelwerk mit Unruh und Spirale sowie 4/4-Stundenschlag auf Glocke. Repetition auf Anfrage mit "Grande Sonnerie". Wecker. Schlagwerk ausschaltbar. In Silber-Halterung mit braunem Schildpatt. D 12 cm. H 5,5 cm.
Provenienz: Privatbesitz, Deutschland. F. Ageron war ein brillanter Uhrmacher und bekannt für seine qualitativ hochstehenden, meist komplizierten Werke. Er arbeitete mit den wichtigsten "bronziers" seiner Zeit zusammen, wie z.B. mit den Caffiéri, J.J. de Saint-Germain und J. Dumont. Als Kutschen-, Sattel- oder Karossenuhren bezeichnet man sehr grosse Taschenuhren, die als Zeitmesser auf Reisen in Kutschen mitgeführt wurden. Sie besitzen meist ein Schlag- und ein Weckwerk sowie mehrere Gehäusehüllen zum Schutz vor Stössen und wurden vorwiegend im 17. und 18. Jahrhundert hergestellt. Lit.: J.D. Augarde, Les ouvriers du temps, Genf 1996, S. 269 (biogr. Angaben). H.L. Tardy, Dictionnaire des horlogers français, Paris 1972; S. 3 (biogr. Angaben).
CHF 6 000 / 10 000 | (€ 6 190 / 10 310)
Verkauft für CHF 24 000 (inkl. Aufgeld)