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Lot 1332 - A162 Möbel, Porzellan & Dekoration - Donnerstag, 20. September 2012, 10.00 Uhr

GROSSE TISCHLAMPE IN FORM EINER GIRANDOLE,

sog. "lampe bouillotte", Empire-Stil, mit Marke ODIOT (Pariser Goldschmiede-Familie, tätig ab ca. 1700), Paris nach 1972.
Vermeil sowie vergoldete, reliefierte und brünierte Bronze. Balusterschaft mit 6 geschweiften Lichtarmen mit runden Tropftellern sowie in der Höhe verstellbarem Lichtschirm an Vierkantschaft, die Abschlusskugel mit Krone und Monogramm, auf Dreisockel mit Tatzenfüssen. Reiche, vergoldete Beschläge und Applikationen in Form von Adlern, königlichen Wappen, Kronen, Monogrammen, mythologischen Figuren, Girlanden, Palmetten und Rosetten. Elektrifiziert. H 94 cm.

Provenienz: Privatsammlung, Schweiz. Ausserordentlich feine Tischlampe von bestechender Qualität und Eleganz. Zwei sehr ähnliche Tischlampen sind abgebildet in: J.M. Pinçon, Odiot L'Orfèvre, Paris 1990; S. 92 und 75 (mit Abb. einer von Kaiser Napoleon in Auftrag gegebenen Lampe für Schloss Saint-Cloud). Das berühmte und heute noch existierende Unternehmen Odiot wurde in den Jahren um 1700 von Jean-Baptiste Gaspard gegründet, neben Biennais der hervorragendste Goldschmied der Zeit des 1. Kaiserreiches und der Restauration. Gaspards Hauptwerke sind ein Service, 1805 von der Stadt Paris anlässlich der Krönung Napoleons als Geschenk dargebracht, ein Toilettentisch für die Kaiserin Marie Louise (1810 zusammen mit P.P. Thomire gefertigt), die Wiege des Königs von Rom (1811 hergestellt, ebenfalls in Zusammenarbeit mit P.P. Thomire), ein Service für Ferdinand I von Neapel und ein Reliquiar für den Heiligen Vincenz von Paula. Viele von Odiots meisterhaften Arbeiten sind heute Bestand der Sammlungen des Musée des Arts Décoratifs in Paris. Lit.: J.M. Pinçon, Odiot l'orfèvre, Paris 1990.

CHF 8 000 / 14 000 | (€ 8 250 / 14 430)

Verkauft für CHF 30 000 (inkl. Aufgeld)