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Lot 1075 - A168 Möbel & Skulpturen - Donnerstag, 27. März 2014, 10.00 Uhr

MARMORBÜSTE DER LACHESIS,

Barock, in der Art von G.B. MAINI (Giovanni Battista Maini, Cassano Magnano 1690-1752 Rom), Rom, 18. Jh.
Weisser Marmor. Lachesis mit Kopftuch auf assortiertem Sockel. Fehlstellen und Restaurationen. H 56 cm.

Provenienz: Privatbesitz, Schweiz. Die Parzen gelten in der griechischen Mythologie als die Schicksalsgöttinen des Menschen und werden von den drei Schwestern Klotho, Lachesis und Atropos dargestellt. Lachesis ist die mittlere der drei Moiren. Ihre Aufgabe ist es, die Länge des Lebensfadens zu bemessen und zu bestimmen, der von ihren Schwestern Klotho gesponnen und von Atropos durchtrennt wird. In der Tierwelt ist die Lachesis die giftige Buschmeisterschlange, die in Mittel- und Südamerika vorkommt. Giovanni Battista Maini wurde am 6. Februar 1690 in Cassano Magnano bei Varese geboren und war italienischer Bildhauer. Er kam 1709 nach Rom, wo er als Schüler des Camillo Rusconi den Beruf als Bildhauer erlernte und schon bald die Auftragsarbeiten des Rusconi bekam. Zusammen mit dem Meister wirkte er an der Ausführung der Kuppel der Chiesa dei Santi Luca e Martina in Rom. Später arbeitete Maini an der Büste für den Sarg des verstorbenen Papstes Innocenzo X. Der Sarg kann heute noch in der Chiesa di Sant'Agnese in Agone besichtigt werden. Im Jahr 1734 beteiligte sich Maini an der Ausschreibung für den Bau der Fontana di Trevi in Rom. Er sollte die Gruppe der "Oceano e i due Tritoni" meisseln, jedoch wurden die Finanzen durch den damaligen Papst gekürzt. Auch die Streitigkeiten mit dem Architekten Nicola Salvi zogen die Ausführung des Projekts in die Länge, so dass die Arbeiten an der "fontana eterna" sich über Maini's Tod hinaus zogen. Die Beendigung des Brunnens ging an Pietro Bracci über, der für die Statuen neue, wenn auch ähnliche Modelle wie die von Maini, wählte. Giovanni Battista Maini starb am 23. Juli 1752 in Rom.

CHF 10 000 / 15 000 | (€ 10 310 / 15 460)

Verkauft für CHF 12 000 (inkl. Aufgeld)