Lot 3035 - A168 Gemälde Alter Meister - Freitag, 28. März 2014, 15.00 Uhr

BESCHEY, BALTHASAR UND WERKSTATT

(vor 1708 Antwerpen 1776)
Das Quellwunder des Moses.
Öl auf Holz.
Verso undeutliche Reste der Burg der Antwerpener Holzplatten-Gilde.
57,4 x 79 cm.

Gutachten: Dr. Ursula Härting, 9.2.2014. Provenienz: Privatsammlung Schweiz. Moses, der gemäss des 4. Buch Mose (20: 1-11) nach Gottes Offenbarung mit seinem Stab Wasser aus dem Felsen schlug, ist auf dem hier angebotenen Gemälde rechts im Hintergrund dargestellt. Im Vordergrund laben sich Kinder und Erwachsene am lang entbehrten Wasser und auch das Vieh profitiert vom dünnen Rinnsal, der Vorder- und Hintergrund verbindet. Mutter und Kinder sitzen im kühlen Schatten einer Draperie, die vorne in den Bäumen befestigt ist und als Repoussoir-Motiv den Blick des Betrachters in die Tiefe führt. Beige Nuancen und helle Zinnobertöne dominieren das Bild und hüllen das Lager der Israeliten in ein gleissendes Licht, welches das trockene Wüstenklima der Szenerie spürbar macht. Dabei weist die Farbigkeit der Darstellung gemäss Dr. Härting auf eine Entstehungszeit wohl um 1730 hin. Während sich Beschey in dem hier angebotenen Gemälde auf eine Komposition Hendrik van Balens stütz (Antwerpen, Koninklijk Museum voor Schone Kunsten, um 1600-10, Holz, 71 x 86 cm, als Leihgabe im dortigen Rubenshuis, siehe Werche, Bettina: Hendrik van Balen, Turnhout 2004, Kat. Nr. A5), unterscheidet sich die lichte Erscheinung der Figuren sowie die weiträumige Komposition deutlich von Hendrik van Balens volltoniger Fassung mit dicht gestellter figürlicher Staffage und verdeutlicht Bescheys eigenständige Interpretation der Thematik.

CHF 45 000 / 65 000

€ 42 060 / 60 750

Verkauft für CHF 25 000 (inkl. Aufgeld)
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