Lot 3529 - A181 Post-War & Contemporary - Samstag, 01. Juli 2017, 13.30 Uhr
CARLA ACCARDI
(Trapani 1924 - 2014 Rom)
Spazio diviso. 2010.
Öl auf Leinwand.
Verso signiert, datiert, betitelt sowie mit den Massangaben: C. Accardi - "Spazio diviso" - 2010 - Nr. 225 c - 60 x 50 cm.
60 x 50 cm.
Provenienz:
- Galleria Valentina Bonomo, Rom.
- Galerie Lazertis, Zürich.
- Dort vom heutigen Besitzer erworben, seitdem Privatsammlung Schweiz.
Die sizilianische Künstlerin Carla Accardi hat die Accademia di Belle Arti in Palermo und in Florenz besucht, bevor sie 1946 nach Rom zieht. Bereits 1947, gründet sie mit 6 weiteren Künstlerfreunden, Anhänger der abstrakten Kunst, die Gruppe „Forma 1“ und unterschreibt ein Manifest, welches eine Vereinigung des Futurismus und des Marxismus proklamiert, als Gegenreaktion auf das faschistische Regime in Italien und im Sinne einer antretenden Nachkriegsgesellschaft, die sie als progressiv, revolutionär und avantgardistisch betrachten.
Carla Accardi entwickelt relativ schnell ihren eigenen unverkennbaren Kunststil, bleibt aber der Grundidee der Künstlergruppe im Laufe ihrer gesamten Künstlerkariere treu. Ab 1950 beginnt sie schrift- und zeichenähnliche Symbole in ihre abstrakten Bilder einzufügen. Experimentierfreudig beginnt sie ab den 1960er Jahren damit auf gebrauchten Plastikfolien ihre Kunst auszudrucken. Es entstehen die sogenannten „Sicofoil“, mit denen sie bunte Zelte erstellt und die dadurch entstehende leuchtende Transparenz und fliessende Bewegung in den Vordergrund stellt.
Das vorliegende Werk „Spazio Diviso“ ist ein hervorragendes Beispiel dafür, dass Carla Accardi sich auf die Zusammenhänge zwischen dem Hintergrund, den Zeichen und den entstehenden Abständen auf dem Bildträger konzentriert. Die Zeichen haben keine inhaltliche Bedeutung, sie sind frei und uneingeschränkt. Es entsteht jedoch eine intensive Spannung zwischen dem poetischen Potential der unleserlichen, dennoch harmonischen, gesättigten Farben, den sich berührenden Zeichen und den Leerräumen auf der erdig beigefarbenen Leinwand. Ihre dynamische Kunst und ihre Betonung der nicht-materiellen, simplen Strukturen und Malprozesse, machen aus ihr ebenfalls eine Vorreiterin der italienischen Arte Povera.
- Galleria Valentina Bonomo, Rom.
- Galerie Lazertis, Zürich.
- Dort vom heutigen Besitzer erworben, seitdem Privatsammlung Schweiz.
Die sizilianische Künstlerin Carla Accardi hat die Accademia di Belle Arti in Palermo und in Florenz besucht, bevor sie 1946 nach Rom zieht. Bereits 1947, gründet sie mit 6 weiteren Künstlerfreunden, Anhänger der abstrakten Kunst, die Gruppe „Forma 1“ und unterschreibt ein Manifest, welches eine Vereinigung des Futurismus und des Marxismus proklamiert, als Gegenreaktion auf das faschistische Regime in Italien und im Sinne einer antretenden Nachkriegsgesellschaft, die sie als progressiv, revolutionär und avantgardistisch betrachten.
Carla Accardi entwickelt relativ schnell ihren eigenen unverkennbaren Kunststil, bleibt aber der Grundidee der Künstlergruppe im Laufe ihrer gesamten Künstlerkariere treu. Ab 1950 beginnt sie schrift- und zeichenähnliche Symbole in ihre abstrakten Bilder einzufügen. Experimentierfreudig beginnt sie ab den 1960er Jahren damit auf gebrauchten Plastikfolien ihre Kunst auszudrucken. Es entstehen die sogenannten „Sicofoil“, mit denen sie bunte Zelte erstellt und die dadurch entstehende leuchtende Transparenz und fliessende Bewegung in den Vordergrund stellt.
Das vorliegende Werk „Spazio Diviso“ ist ein hervorragendes Beispiel dafür, dass Carla Accardi sich auf die Zusammenhänge zwischen dem Hintergrund, den Zeichen und den entstehenden Abständen auf dem Bildträger konzentriert. Die Zeichen haben keine inhaltliche Bedeutung, sie sind frei und uneingeschränkt. Es entsteht jedoch eine intensive Spannung zwischen dem poetischen Potential der unleserlichen, dennoch harmonischen, gesättigten Farben, den sich berührenden Zeichen und den Leerräumen auf der erdig beigefarbenen Leinwand. Ihre dynamische Kunst und ihre Betonung der nicht-materiellen, simplen Strukturen und Malprozesse, machen aus ihr ebenfalls eine Vorreiterin der italienischen Arte Povera.
CHF 10 000 / 15 000 | (€ 10 310 / 15 460)
Verkauft für CHF 19 700 (inkl. Aufgeld)