Lot 1272 - A140 Möbel, Porzellan & Dekoration - Donnerstag, 22. März 2007, 10.00 Uhr
KOMMODE,
Louis XVI, Aachen-Lüttich um 1790.
Eiche kanneliert und ausserordentlich reich beschnitzt mit Henkelvase, Blumen, Blättern, Girlanden, Mäanderband und Zierfries. Rechteckiger Korpus mit profiliertem, vorstehendem Blatt und vorstehenden, abgerundeten Eckstollen auf wellig ausgeschnittener Zarge mit blätterbeschmückten Pyramidenbeinen. Front mit 2 randprofilierten Schubladen. Bronzehänger. 104x60x91 cm.
Provenienz: - Ehemals Sammlung Bernheimer, München. - Château de Vincy, Westschweiz. Feines Möbel mit der für Aachen-Lüttich charakteristischen, reichen Schnitzerei. Die im 18. Jahrhundert hergestellten Eichenmöbel waren im ganzen westlichen Rheinland von der Mosel bis zur Eifel verbreitet. Sie wurden in hoher handwerklicher Qualität für ein finanzkräftiges, einflussreiches Bürgertum angefertigt, das sich vor allem durch Handel und Gewerbe eine starke Stellung geschaffen hatte (vergleichbar mit dem Patriziat der Hansestädte) weisen aber durchaus höfische Eleganz auf. Die Lütticher Möbel entwickelten sich aus dem Louis-XIV- und Régence-Stil und sind in ihrer Ornamentik inspirierter, phantasievoller und "französischer" als die Stücke aus Aachen. Aachener Möbel sind deutlicher dem Rokoko zuzuordnen.
CHF 12 000 / 18 000 | (€ 12 370 / 18 560)
Verkauft für CHF 40 800 (inkl. Aufgeld)