Lot 1246* - A144 Möbel, Porzellan & Dekoration - Montag, 17. März 2008, 10.00 Uhr
PRUNK-BISCUITPENDULE "LA NOURICE EGYPTIENNE",
Directoire, das Zifferblatt sign. BREANT A PARIS (Jacques Thomas Breant, Meister 1783), Paris um 1795/1800.
Biscuit sowie matt- und glanzvergoldete Bronze und profiliertes Mahagoni. Stehende, ein Kind stillende junge Frau neben Fels mit 4 herumkletternden Knaben, auf Bastionssockel mit gequetschten Kugelfüssen. Emailzifferring mit arabischen Minuten- und römischen Stundenzahlen. Spindelwerk mit 1/2-Stundenschlag auf Glocke. Feine, matt- und glanzvergoldete Bronzebeschläge. 42x14x56 cm.
Provenienz: Aus einer europäischen Sammlung. Feine Pendule von hoher Qualität. J.T. Breant führte sein Ladengeschäft beim Palais Royal, die Werkstatt in der Rue Saint-Martin. Er begann den Handel mit Pendulen, Uhren, Schmuck und Dekorationsobjekten in vergoldeter Bronze. Im April 1876 und Mai 1788 musste er Konkurs anmelden. Unter den zahlreichen Gläubigern von 1976 waren folgende "fondeurs", "ciseleurs" und "doreurs": P. Viel, N. Florion, E. Blaver, A. Lemire, P. d'Ecosse, J.B.J. Zaccon, C. Galle, J.R. Carrangeot und L. Le Prince. Während der Revolution und im Empire spielte Breant eine bedeutende Rolle; er präsentierte in der Ausstellung der "Produits de l'Industrie de l'an IX" eine interessante Pendule mit Dezimalstundenzahlen, mit einem republikanischen Kalender und Astronomie-Angaben, deren Räder von Breants 15jähriger Tochter hergestellt worden waren. Zu Breants Kunden gehörten der Duc d'Orléans, die Marquis de Laval, de la Brochbrochard, d'Amenoncour, d'Aulnay, die Comtesses de Faudoas und de Vascoeil sowie der Comte de Villefranche. Breants Werke befinden sich heute im Museo Nacional de Arte Antigua in Lissabon, im Mobilier National in Paris und in der Stiftung Ephrussi de Rothschild in Saint-Jean Cap-Ferrat. Lit.: J.D. Augarde, Les ouvriers du temps, Genf 1996; S. 288 (biogr. Angaben).
CHF 15 000 / 25 000 | (€ 15 460 / 25 770)
Verkauft für CHF 18 000 (inkl. Aufgeld)