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Lot 1154* - A146 Möbel, Porzellan & Dekoration - Donnerstag, 18. September 2008, 10.00 Uhr

FOLGE VON 8 ÄHNLICHEN TAPISSERIE-FAUTEUILS "A LA REINE",

Louis XV, die Gestelle später und in der Art von M. CRESSON (Michel Cresson, Meister 1740), die Bezüge aus der Manufacture de Beauvais, Paris um 1750.
Holz moulüriert und fein beschnitzt mit Blumen, Blättern und Zierfries sowie vergoldet. Trapezförmiger Sitz, teils à chassis" "à chassis" auf wellig ausgeschnittener Zarge mit geschweiften Beinen. Flache, jochförmig abschliessende Rückenlehne mit gepolsterten Armlehnen auf geschweiften -stützen. Ausserordentlich feine Bezüge mit Chinoiserie-Darstellungen, Blumen und Blättern. Vergoldung teils zu restaurieren. Ca. 70x56x45x98 cm.

Provenienz: Privatbesitz, Monte Carlo. Feine und seltene Folge. Michel war der jüngste Sohn des berühmten Ebenisten Jean Cresson und führte ein Atelier namens "Au Gros Chapelet" in der Rue de Cléry, wo er sehr schöne Louis-XV-Stühle mit grosszügigen Proportionen und wenig Verzierungen fertigte. Nur ein paar seiner Werke waren reicher geschmückt, wie zum Beispiel die grosse und majestätische, mit Muscheln und Blättern beschnitzte Bergère, die sich in der Sammlung von Louis Guiraud befand. 1761 lieferte Cresson dem Prince de Condé mehrere Stühle für dessen Residenz im Palais-Bourbon und für Schloss Chantilly. Ab 1773 gibt es in den Quellen keine Hinweise mehr auf die Tätigkeit von Michel Cresson. In erbitterter Konkurrenz mit der Manufacture des Gobelins gelang es der Manufacture de Beauvais 1740-1790, hervorragende Tapisserien von höchster Qualität zu fertigen. Unter der Leitung von J.B. Oudry und N. Besnier erhielt die Manufaktur wichtige Aufträge zur Herstellung von Serien: "Histoire de Don Quichotte", "Métamorphoses", "Fêtes de village", "Histoire de Psyché" und "Amours des Dieux". Dank der Zusammenarbeit mit dem "Peintre du Roi" F. Boucher konnte die Manufaktur immense Erfolge erzielen. F. Boucher hatte interessanterweise bereits bei einer Folge der "Amours des Dieux" der Manufacture des Gobelins mitgearbeitet, für die verschiedene Maler wie C. von Loo oder P. Vien die zeichnerischen Vorlagen geliefert hatten. Wenn man die beiden Ausführungen vergleicht, fällt vor allem F. Bouchers "souplesse" der Darstellung auf, die perfekt den Nerv der damaligen Zeit trifft - im Gegensatz zur stark dramatisierten, statischen Umsetzung von P. Vien. Lit.: P. Kjellberg, Le mobilier français du XVIIIe siècle, Paris 1976; S. 210 (biogr. Angaben zu Cresson). J. Nicolay, L'art et la manière des maîtres ébénistes français au XVIIIe siècle, Paris 1976; S. 36 (biogr. Angaben zu Cresson). J. Badin, La Manufacture Royale de Beauvais, Paris 1985.

CHF 60 000 / 90 000 | (€ 61 860 / 92 780)

Verkauft für CHF 72 000 (inkl. Aufgeld)