
PREZIOSEN AUS
DEM 18. JAHRHUNDERT
Vorschau auf die Auktionen Works of Art & Decorative Arts, Gemälde & Zeichnungen Alter Meister vom 17. & 18. September 2026
GENIALE
MECHANIK
Im 17. und 18. Jahrhundert erfreuten sich das Halten und Abrichten von Kanarienvögeln grosser Beliebtheit. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts erhielten die lebenden Singvögel Konkurrenz durch raffinierte Mechanismen, wie sie von Pierre Jaquet-Droz und seinem Sohn Henri-Louis entwickelt wurden. Erstmals gelang es mit dieser genialen Technik, Vogelgesang erstaunlich naturgetreu nachzuahmen.
Gold-Emaildose mit Singvogelautomat.
Genf, um 1790. Signiert Jaquet-Droz & Leschot London.
Ovale Golddose, guillochiert und graviert. 8,7 × 6 × 4 cm.
Schätzung: CHF 80 000/140 000
MUSIK IN
BOUCHERS OHREN
Dieses Porträt von François Boucher entstand in einer Phase seines Schaffens, in der Musikinstrumente zunehmend Eingang in seine Werke fanden – möglicherweise angeregt durch seine Heirat mit der Musikerin Marie-Jeanne Buzeau im Jahr 1733. Das aussergewöhnlich charmante Gemälde dürfte einst einem musikliebenden Kunstsammler gehört haben, worauf auch sein aufwendig dekorierter Rahmen hindeutet.
François Boucher.
Ein Drehleier-Spieler in einer Landschaft. Vor 1740.
Öl auf Leinwand. 49,1 × 38,3 cm.
Schätzung: CHF 100 000/150 000
MUSIK IN
BOUCHERS OHREN
Dieses Porträt von François Boucher entstand in einer Phase seines Schaffens, in der Musikinstrumente zunehmend Eingang in seine Werke fanden – möglicherweise angeregt durch seine Heirat mit der Musikerin Marie-Jeanne Buzeau im Jahr 1733. Das aussergewöhnlich charmante Gemälde dürfte einst einem musikliebenden Kunstsammler gehört haben, worauf auch sein aufwendig dekorierter Rahmen hindeutet.
François Boucher.
Ein Drehleier-Spieler in einer Landschaft. Vor 1740.
Öl auf Leinwand. 49,1 × 38,3 cm.
Schätzung: CHF 100 000/150 000
VOLLENDETE
HARMONIE
Charles Cressent gilt als einer der Wegbereiter des Régence- Stils und als einer der bedeutendsten Ebenisten seiner Zeit. Vermutlich verfügte er über ein königliches Privileg, das es ihm erlaubte, die strengen Zunftvorschriften zu umgehen und alle Schritte der Möbelherstellung in seiner eigenen Werkstatt zu vereinen. So entstanden einige der harmonischsten Möbel dieser Epoche.
Kommode Louis XV. Paris, um 1730/40.
Charles Cressent.
Rosenholz und Veilchenholz. 132 × 64 × 83,5 cm.
Schätzung: CHF 30 000/50 000
STEINE
ALS KUNST
Johann Christian Neuber zählt zu den bedeutendsten Goldschmieden und Juwelieren des europäischen Klassizismus. Berühmt wurde er insbesondere für seine Steinkabinett-Dosen, die aus einer Vielzahl präzise geschliffener Hartsteine bestehen und Mineralien nicht länger nur als Rohstoff, sondern als eigenständige Kunstwerke präsentierten.
Steinkabinett-Bonbonniere.
Dresden, um 1785/90. Johann Christian
Neuber. D 6,1 cm, H 2,1 cm.
Schätzung: CHF 100 000/180 000
STEINE
ALS KUNST
Johann Christian Neuber zählt zu den bedeutendsten Goldschmieden und Juwelieren des europäischen Klassizismus. Berühmt wurde er insbesondere für seine Steinkabinett-Dosen, die aus einer Vielzahl präzise geschliffener Hartsteine bestehen und Mineralien nicht länger nur als Rohstoff, sondern als eigenständige Kunstwerke präsentierten.
Steinkabinett-Bonbonniere.
Dresden, um 1785/90. Johann Christian
Neuber. D 6,1 cm, H 2,1 cm.
Schätzung: CHF 100 000/180 000
SONNENUNTERGANG
Diese neu entdeckte Zeichnung von François Boucher war höchstwahrscheinlich eine sorgfältig ausgeführte Studie zu einem seiner bedeutendsten Werke, dem um 1750 für Madame de Pompadour entstandenen Gemälde «Le Coucher du Soleil» in der Wallace Collection. Die Darstellung Apollos, der am Ende des Tages zu seiner Geliebten Thetis zurückkehrt, zeigt Boucher auf dem Höhepunkt seines Schaffens.
François Boucher.
Etude de tête de jeune homme. Um 1750.
Schwarze und weisse Kreide sowie Rötel. 18,4 × 14,2 cm.
Schätzung: CHF 4 000/6 000
KAISERLICHE
ANERKENNUNG
Dieser silberne Kovsh mit dem kaiserlichen Doppeladler wurde von der russischen Kaiserin Katharina der Grossen dem Kommandeur eines Kosakenregiments geschenkt. Katharina II. stellte berittene Kosakeneinheiten als Teil der kaiserlichen Leibgarde auf; die Ehrengabe dieser vergoldeten Trinkkelle dürfte eine Anerkennung seiner herausragenden Verdienste gewesen sein.
Vermeil-Prunk-Kovsh.
Moskau, 1762. Meistermarke Yakov Maslennikov.
Silber, vergoldet. L 30 cm, H 11,7 cm, 525 g.
Schätzung: CHF 25 000/35 000
KAISERLICHE
ANERKENNUNG
Dieser silberne Kovsh mit dem kaiserlichen Doppeladler wurde von der russischen Kaiserin Katharina der Grossen dem Kommandeur eines Kosakenregiments geschenkt. Katharina II. stellte berittene Kosakeneinheiten als Teil der kaiserlichen Leibgarde auf; die Ehrengabe dieser vergoldeten Trinkkelle dürfte eine Anerkennung seiner herausragenden Verdienste gewesen sein.
Vermeil-Prunk-Kovsh.
Moskau, 1762. Meistermarke Yakov Maslennikov.
Silber, vergoldet. L 30 cm, H 11,7 cm, 525 g.
Schätzung: CHF 25 000/35 000



