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Lot 3027* - A218 Gemälde Alter Meister - Freitag, 18. September 2026, 14.00 Uhr

GILLIS MOSTAERT d. Ä.

(Hulste 1528–1598 Antwerpen)
Dorfkirmes.
Öl auf Holz.
Verso mit Brandmarke.
41,8 × 57,5 cm.

Provenienz:
- Auktion Christie's, London, 25.3.1977, Los 34.
- Kunsthandel De Jonckheere, Brüssel, um 1980.
- Sammlung Dr. Hinrich Bischoff (1936–2005), um 1983.
- Durch Erbschaft an heutigen Besitzer, Europäische Privatsammlung.

Ausstellungen:
- Köln 1983–93, Dauerleihgabe Wallraf-Richartz Museum, Inv.-Nr. Dep. 458.
- Köln/Antwerpen/Wien 1992–93, Von Bruegel bis Rubens. Das goldene Jahrhundert der flämischen Maler, Wallraf-Richartz Museum, 4.9.–22.11.1992, Koninklijk Museum voor Schone Kunsten, 19.12.1992–8.3.1993, Kunsthistorisches Museum, 2.4.–20.6.1993.
- Berlin bis März 2025, Dauerleihgabe Gemäldegalerie.

Literatur:
- Ekkard Mai: "Neuzugänge am Wallraf-Richartz-Museum, Dauerleihgaben aus Privatbesitz", in: Museen der Stadt Köln Bulletin, Bd. VI, 1984, S. 77–81, Abbildung auf der Seite 79.
- Christian Hesse und Martina Schlagenhaufer: Wallraf-Richartz-Museum Köln. Vollständiges Verzeichnis der Gemäldesammlung, Köln 1986, S. 64, Abb. Nr. 366.
- Ekkard Mai: "Flämische Malerei von 1550 bis 1650", in: Wallraf-Richartz Museum Köln. Bildhefte zur Sammlung, 1, Köln 1987, S. 19–20 und 64, Abb. Nr. 4.
- Auss.-Kat. Von Bruegel bis Rubens. Das goldene Jahrhundert der flämischen Malerei, hrsg. von Ekkard Mai und Hans Vlieghe, Köln 1992, S. 289–90, Kat.-Nr. 19.1 (mit Abb.).
- Ausst.-Kat. De Bruegel à Rubens: L’école de peinture anversoise 1550–1650, Antwerpen 1992, S. 181, Kat.-Nr. 78 (mit Abb.).
- Ausst.-Kat. Das Kabinett des Sammlers. Gemälde vom XV. Bis XVIII. Jahrhundert, hrsg. Von Ekkard Mai, Köln 1993, S. 54–56, Kat.-Nr. 22, spiegelverkehrt abgebildet.
- Ekkard Mai: "Historie und Landschaft – Aspekte der Gattung bei Gillis Mostaert", in: Die Malerei Antwerpens – Gattungen, Meister, Wirkungen: Studien zur flämischen Kunst des 16. und 17. Jahrhunderts, Köln 1994, S. 32 und 34, Fussnote 36.
- Bert Willem Meijer und Jos Koldeweij: La pittura nei Paesi Bassi, Mailand 1997, Abb. 206.
- Ekkard Mai: Gillis Mostaert (1528–1598): Ein Antwerpener Maler zur Zeit der Bruegel-Dynastie, Wolfratshausen 2005, S. 32, 143 und 146, Nr. 38, Abb. 19 und auf dem Buchcover.
- Ekkard Mai: Gillis Mostaert (1528–1598): Een Tijdgenoot van Bruegel, Wolfratshausen 2005, S. 32, 143 und 147, Kat.-Nr. 38, Abb. 19 und auf dem Buchcover.
- Bart Makken: "Schilderijen om te lezen: Gillis Mostaert tussen wal en schip", in: Streven, Bd. 72, 2005, S. 650 (mit Abb.).

Das hier angebotene, nach 1575 entstandene, vielfigurige Kirmesgemälde ist ein hervorragendes Beispiel für jene Bildgattung, mit der Gillis Mostaert bis heute besonders verbunden wird. Der in Antwerpen tätige Künstler zeichnete sich durch eine aussergewöhnliche Vielseitigkeit und Erfindungsgabe aus. Er schuf Staffagefiguren für Landschaften von Jacob Grimmer (1525/26–1590), malte Dorfszenen in der Nachfolge Pieter Bruegels d. Ä. (um 1525–1569) und fertigte zudem Versionen von Kompositionen nach Hieronymus Bosch (um 1450–1516) an. Besonders geschätzt war Mostaert jedoch für seine Landschaften sowie seine Darstellungen von Dorf- und Jahrmärkten.

Das vorliegende Gemälde vereint in eindrucksvoller Weise jene Lebendigkeit, erzählerisches Potential und Detailfreude, welche diese Werke bereits bei zeitgenössischen Sammlern so begehrt machten und bis heute ihren besonderen Reiz ausmachen. Ein vergleichbares Beispiel befindet sich in der Nationalgalerie Prag (vgl. Marktszene, Öl auf Holz, 41 × 68,5 cm, Inv.-Nr. DO 4237 ; siehe RKD images Nr. 114225).

CHF 100 000 / 150 000 | (€ 103 090 / 154 640)

Verkauft für CHF 275 000 (inkl. Aufgeld)