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ZWISCHEN TRAUM UND WIRKLICHKEIT

ZWISCHEN TRAUM UND
WIRKLICHKEIT

VORSCHAU AUF DIE AUKTION IMPRESSIONISMUS & MODERNE VOM 28. NOVEMBER 2025

Im Jahr 1914 ist Egon Schiele ein aufstrebender Künstler in Wien. Er lernt die Schwestern Edith und Adele Harms kennen, die neben seinem Atelier wohnten. Trotz seiner Beziehung zu Wally Neuzil beginnt er, beiden den Hof zu machen und sie zu zeichnen. Edith, die er später heiratet, bleibt zurückhaltend, während sich Adele offener und freizügiger zeigt. Mit wenigen, präzise gesetzten Linien entwirft Schiele hier ein aufgeladenes, intimes Porträt seiner Schwägerin, das – aus einer beobachtenden Perspektive gemalt – sowohl anmutig als auch erotisch wirkt.

EGON
SCHIELE

Sitzende Frau (Adele Harms). 1917.
Schwarze Kreide auf Papier. 45,6 × 28,8 cm.
Schätzung: CHF 250 000/350 000

In seinen letzten Jahren nutzt er vornehmlich Bleistift und Kreide, mit denen er weichere Linien und rundere Formen kreiert. Das Werk steht somit exemplarisch für Schieles Kunst und ist eines jener kraftvollen Adele-Porträts, die auf dem Markt so selten zu finden sind. Nach Klimts Tod im Jahr 1918 wird Schiele in Wien führend – doch er und Edith sterben im selben Jahr an der Spanischen Grippe, während Adele noch bis 1968 lebt.

YVES
TANGUY

Ohne Titel. 1929.
Öl auf Leinwand. 50 × 65 cm.
Schätzung: CHF 280 000/380 000
© 2025, ProLitteris, Zurich

In Yves Tanguys geheimnisvollen Bildwelten verschmelzen Wasser, Erde und Luft zu grenzenlosen, atmosphärischen Landschaften. Ihre rätselhafte Poesie wurzelt in Tanguys Kindheit in der Bretagne, wo Legenden, Naturgewalten und das Meer seine Fantasie prägten. Nach dem frühen Tod des Vaters, der Kapitän war, und seinen eigenen Erlebnissen als Handelsmatrose übersetzte er die Erfahrung endloser Horizonte und Gezeiten in eine einzigartige surrealistische Bildsprache. Die schwebenden, biomorphen Formen seiner Werke erinnern an angeschwemmtes Strandgut und an die flüchtigen Spuren eines Traums. Das hier gezeigte frühe Werk zeigt Tanguys Weg zu jenen geistigen Landschaften, in denen Realität und Unterbewusstsein fliessend ineinander übergehen.

REMBRANDT
BUGATTI

Deux léopards, l‘un derrière l’autre. Um 1911.
Bronze, schwarze Patina. Guss vor 1934.
38 x 53,5 x 11 cm.
Schätzung: CHF 180 000/250 000