Lot 3436 - A219 Post-War & Contemporary - Donnerstag, 03. Dezember 2026, 15.00 Uhr
ROBERT RAUSCHENBERG
(Port Arthur 1925–2008 Captiva Island)
Markette (Anagram (A Pun). 1999.
Pflanzenfarbtransfer auf Polylaminat.
Unten mittig signiert und datiert: RAUSCHENBERG 99.
Verso nummeriert: 99.040.
Verso nummeriert: 99.040.
244 × 151 cm.
Im originalen Künstlerrahmen.
Im originalen Künstlerrahmen.
Provenienz:
- Privatsammlung Schweiz, 1999 in obiger Galerie erworben.
- Privatsammlung Schweiz, durch Erbschaft erhalten.
Robert Rauschenbergs Werk "Markette" aus dem Jahr 1999 zeigt eine vielschichtige Bildcollage, in der sich fotografische Fragmente, Schriftzüge und malerische Gesten verbinden. Die vertikale Ausrichtung verleiht dem Werk eine markante Präsenz. Es erscheint wie ein visuelles Archiv des Alltags, in dem sich unterschiedliche Eindrücke überlagern und teilweise wieder auflösen.
Die Bildfläche ist geprägt von einem Wechselspiel zwischen hellen, beinahe unbehandelten Partien und intensiven Farbverdichtungen. Im oberen Bereich zieht ein Marktstand mit Früchten den Blick auf sich. Rote und gelbe Farbakzente kontrastieren mit dunklen Flächen und verwischten Bildspuren. Daneben treten Schriftfragmente hervor, die an Plakate und kommerzielle Beschriftungen erinnern. Sie bleiben teilweise verdeckt und werden so neben ihrer sprachlichen Bedeutung auch zu grafischen Elementen der Komposition.
Im mittleren Bereich verdichten sich blaue, schwarze und graue Schichten. Fotografische Motive sind nur noch teilweise erkennbar und verbinden sich mit malerischen Spuren zu einer beinahe abstrakten Bildebene. Im unteren Bereich setzen blaue und rote Formen weitere Akzente. Der Blick wandert zwischen erkennbaren Gegenständen und abstrakten Flächen, zwischen fotografischer Genauigkeit und malerischer Unschärfe. Die vielschichtige Komposition lässt dabei immer wieder neue Details und Zusammenhänge erkennen.
Robert Rauschenberg zählt zu den bedeutenden Vertretern der amerikanischen Nachkriegskunst. Sein Werk prägt den Übergang vom Abstrakten Expressionismus zur Pop Art und beeinflusst die Entwicklung der konzeptuellen Kunst. Bereits in den 1950er-Jahren verbindet er in seinen sogenannten "Combines" Malerei, Fotografie und reale Gegenstände. Damit löst er die traditionelle Trennung zwischen Kunst und Alltag auf.
In Rauschenbergs Arbeiten erscheint die Wirklichkeit als ein fortwährender Strom visueller Eindrücke. Fotografien, Werbebilder und Motive aus dem öffentlichen Raum dienen dem Künstler als Ausgangsmaterial für neue Bildwelten. Dabei werden die Bilder aus ihrem ursprünglichen Zusammenhang gelöst und in neue Beziehungen gesetzt.
In der Werkserie "Anagram (A Pun)", die zwischen 1997 und 2002 entsteht, entwickelt Rauschenberg diesen Ansatz mithilfe digitaler Bildtechnologien weiter. Er greift auf Fotografien aus seinem eigenen Archiv zurück und überträgt sie auf transparente Bildträger. Durch manuelle Bearbeitung und den Übertragungsprozess entstehen charakteristische Unschärfen, Überlagerungen und materielle Spuren. Die fotografischen Motive erhalten dadurch eine malerische Qualität.
Auch der Titel "Anagram (A Pun)" verweist auf das Prinzip der Neuordnung und des Wortspiels. Übertragen auf die Bildgestaltung bedeutet dies, dass Motive ihre ursprüngliche Bedeutung verändern und neue Assoziationen ermöglichen. Die Betrachtenden werden eingeladen, die Fragmente gedanklich miteinander zu verbinden und eigene Zusammenhänge herzustellen.
Die Bildfläche ist geprägt von einem Wechselspiel zwischen hellen, beinahe unbehandelten Partien und intensiven Farbverdichtungen. Im oberen Bereich zieht ein Marktstand mit Früchten den Blick auf sich. Rote und gelbe Farbakzente kontrastieren mit dunklen Flächen und verwischten Bildspuren. Daneben treten Schriftfragmente hervor, die an Plakate und kommerzielle Beschriftungen erinnern. Sie bleiben teilweise verdeckt und werden so neben ihrer sprachlichen Bedeutung auch zu grafischen Elementen der Komposition.
Im mittleren Bereich verdichten sich blaue, schwarze und graue Schichten. Fotografische Motive sind nur noch teilweise erkennbar und verbinden sich mit malerischen Spuren zu einer beinahe abstrakten Bildebene. Im unteren Bereich setzen blaue und rote Formen weitere Akzente. Der Blick wandert zwischen erkennbaren Gegenständen und abstrakten Flächen, zwischen fotografischer Genauigkeit und malerischer Unschärfe. Die vielschichtige Komposition lässt dabei immer wieder neue Details und Zusammenhänge erkennen.
Robert Rauschenberg zählt zu den bedeutenden Vertretern der amerikanischen Nachkriegskunst. Sein Werk prägt den Übergang vom Abstrakten Expressionismus zur Pop Art und beeinflusst die Entwicklung der konzeptuellen Kunst. Bereits in den 1950er-Jahren verbindet er in seinen sogenannten "Combines" Malerei, Fotografie und reale Gegenstände. Damit löst er die traditionelle Trennung zwischen Kunst und Alltag auf.
In Rauschenbergs Arbeiten erscheint die Wirklichkeit als ein fortwährender Strom visueller Eindrücke. Fotografien, Werbebilder und Motive aus dem öffentlichen Raum dienen dem Künstler als Ausgangsmaterial für neue Bildwelten. Dabei werden die Bilder aus ihrem ursprünglichen Zusammenhang gelöst und in neue Beziehungen gesetzt.
In der Werkserie "Anagram (A Pun)", die zwischen 1997 und 2002 entsteht, entwickelt Rauschenberg diesen Ansatz mithilfe digitaler Bildtechnologien weiter. Er greift auf Fotografien aus seinem eigenen Archiv zurück und überträgt sie auf transparente Bildträger. Durch manuelle Bearbeitung und den Übertragungsprozess entstehen charakteristische Unschärfen, Überlagerungen und materielle Spuren. Die fotografischen Motive erhalten dadurch eine malerische Qualität.
Auch der Titel "Anagram (A Pun)" verweist auf das Prinzip der Neuordnung und des Wortspiels. Übertragen auf die Bildgestaltung bedeutet dies, dass Motive ihre ursprüngliche Bedeutung verändern und neue Assoziationen ermöglichen. Die Betrachtenden werden eingeladen, die Fragmente gedanklich miteinander zu verbinden und eigene Zusammenhänge herzustellen.
CHF 70 000 / 100 000 | (€ 72 160 / 103 090)