Lot 1199* - A196 Decorative Arts - Donnerstag, 25. März 2021, 13.30 Uhr
PAAR FEINE ZIERVASEN MIT VERGOLDETER BRONZEMONTIERUNG
Louis XVI, Paris um 1780. Wohl im Auftrag von Dominque Daguerre geschaffen, die feinen, ziselierten und vergoldeten Bronzen wohl von Thomire, die Porzellanvasen Manufaktur Locré.
Auf kobaltblauem Fond mit Blattranken und Rautendekor in Gold. Vase in Amphorenform mit eingezogenem Hals, der Lippenrand mit Bronzeblattfries montiert. Die Montierung umfasst die Vasenschulter in einem Perlstab beschmücktem Reif, der über die oben geschwungenen, mit Akanthusblättern und Weintrauben verzierten Doppelhenkel verbunden ist, mit der unteren Vaseneinfassung in Form von Lanzettblättern. Auf eingezogenem Rundfuss und Rechtecksockel mit Quetschfüssen. Nodus mit ziseliertem Blattdekor.
H 30,5 cm.
Vergoldung etwas berieben. Ein Porzellanfuss mit Reparatur.
Mehrere in der Form unterschiedliche, jedoch in der Ausführung der Bronzemontierungen vergleichbare Vasen sind bekannt, die durch den Marchand mercier Dominique Daguerre in Auftrag gegeben und vermittelt worden sind. Die Manufaktur Meissen lieferte Daguerre zwischen 1782 - 1783 sieben "vases à monter Daguerre", welche dieser mit vergoldeten Bronzen montierte und deren Ausführung wohl Pierre-Philippe Thomire übernahm. Ein Exemplar davon findet sich im J. Paul Getty Museum in Malibu, ein anderes in der Wallace Collection in London (Carolyn Sargentson. Merchants and Luxury Markets. London 1996. S. 49ff. mit Abbildungen 23 und 24, S. 51). Ein weiteres Exemplar dieser Vasen, mit der Zuschreibung der Bronzen an Thomire im Pariser Handel bei Didier Aaron, ist abgebildet bei: Pierre Kjellberg. Objets montés. Paris 2000. S. 126.
Die Montierungen dieser Vasen sind mit denjenigen unseres Vasenpaares zwar nicht identisch, weisen jedoch einige gemeinsame und stilistisch auffällige Merkmale auf, so die Fassung des Vasenkorpus in einen Kranz von Lanzettblättern, die Montur der Vase auf einem Nodus mit Blattrand, die teils tordierten und mit Blattdekor versehenen, auffällig gerollten Henkel.
Mehrere in der Form unterschiedliche, jedoch in der Ausführung der Bronzemontierungen vergleichbare Vasen sind bekannt, die durch den Marchand mercier Dominique Daguerre in Auftrag gegeben und vermittelt worden sind. Die Manufaktur Meissen lieferte Daguerre zwischen 1782 - 1783 sieben "vases à monter Daguerre", welche dieser mit vergoldeten Bronzen montierte und deren Ausführung wohl Pierre-Philippe Thomire übernahm. Ein Exemplar davon findet sich im J. Paul Getty Museum in Malibu, ein anderes in der Wallace Collection in London (Carolyn Sargentson. Merchants and Luxury Markets. London 1996. S. 49ff. mit Abbildungen 23 und 24, S. 51). Ein weiteres Exemplar dieser Vasen, mit der Zuschreibung der Bronzen an Thomire im Pariser Handel bei Didier Aaron, ist abgebildet bei: Pierre Kjellberg. Objets montés. Paris 2000. S. 126.
Die Montierungen dieser Vasen sind mit denjenigen unseres Vasenpaares zwar nicht identisch, weisen jedoch einige gemeinsame und stilistisch auffällige Merkmale auf, so die Fassung des Vasenkorpus in einen Kranz von Lanzettblättern, die Montur der Vase auf einem Nodus mit Blattrand, die teils tordierten und mit Blattdekor versehenen, auffällig gerollten Henkel.
CHF 15 000 / 25 000 | (€ 15 460 / 25 770)
Verkauft für CHF 17 380 (inkl. Aufgeld)