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Lot 1720 - A160 Argenterie - lundi, 26. mars 2012, 15h30

RARE SILVER-GILT 'TRINKSPIEL' CUP FORMED AS A MONKEY WITH TWO YOUNG. Augsburg 1600.Goldsmith mark Augsburg (BZ Seling 029). Maker's mark on neck fitting and base: LT (over another mark) Lorenz Tittecke Nuremberg. H 18.2 cm. 789.2 g. Provenance: Private collection, Zurich. With expertise by Professor Dr. Ernst-Ludwig Richter.

Goldschmiedezeichen Augsburg (BZ Seling 029). An Halszarge sowie an Sockel. Meistermarke LT (über eine andere Marke geschlagen) Lorenz Tittecke Nürnberg.
Standplatte von ovalem Grundriss, naturalistisch gestaltet, mit pflanzenbewachsenem Terrain, Eidechse und Schlange. Darauf sitzend ein Affe in kräftiger Plastizität. Allseitig fein ziseliert das Fell darstellend. In den Armen ein Junges mit zurückgeneigtem Kopf und auf dem Rücken ein Junges einen Kürbis haltend. Alle Affen mit umlaufendem Gurt. H 18,2 cm. 789,2 g.

Sehr seltene und qualitätsvolle Augsburger Goldschmiedearbeit. Provenienz: Zürcher Privatbesitz. Gutachten Prof. Dr. Ernst-Ludwig Richter: "Sowohl die Ergebnisse der Materialanalyse als auch die vergleichende Untersuchung des Beschau-Zeichens sprechen eindeutig für die Authentizität des Affentrinkspiels, das wir als eine seltene und qualitätsvolle Augsburger Goldschmiedearbeit der Zeit um 1600 ansehen dürfen". Trinkgefässe in Form von Tieren waren schon im Mittelalter sehr kostbar. Im 16. Jh. wurden diese alten Motive wieder aufgenommen und zierten besonders in der Zeit um 1600 die reichen Tafeln. Sie wiederspiegelten Rang und Reichtum der Eigentümer. Neben Vögeln wurden Gefässe in Form von heimischen Tieren wie Hunden, Pferden, Wildschweinen usw. gearbeitet. Manchmal verlangten die Käufer aber auch nach exotischen Tieren. Nicht selten wurden diese Arbeiten auch für Zünfte und als Ehrengeschenke bei einem berühmten Goldschmiedemeister in Auftrag gegeben. Die Körper der Tiere nahmen die Getränke auf, die Tierköpfe bildeten den Deckel. Trinkgefässe in Form von Affen sind äusserst selten. Sehr aussergewöhnlich ist bei diesem, in einer Privatsammlung wieder entdeckten Stück ausserdem, dass die Figur drei Trinköffnungen aufweist. Vergleichende Literatur: - Helmut Seling, Die Augsburger Gold- und Silberschmiede 1529-1868, München 2007, S. 41. - Ausstellungskatalog GOLD UND SILBER Augsburger Goldschmiedekunst für die Höfe Europas, München 1994. - Robert L. Wyss Handwerkskunst in Gold und Silber (1) Seite 223 Abb. 183 , S. 227 Abb. 187 b. S. 257 Abb. 215 a/b. - Germanisches Nationalmuseum, Nürnberger Goldschmiedezunft. Bd. I.

CHF 70 000 / 100 000 | (€ 70 000 / 100 000)

Vendu pour CHF 84 000