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Lot 3047 - A202 Gemälde Alter Meister - Freitag, 23. September 2022, 14.00 Uhr

JAN VAN GOYEN

(Leiden 1596–1656 Den Haag)
Am Strand von Scheveningen. 1641.
Öl auf Leinwand.
Unten links monogrammiert und datiert: VG 1641.
71,2 × 106,3 cm.

Provenienz:
- Auktion Heberle, Köln, Sammlung Simon Emil Oppenheim, 14.10.1878, Los 17.
- Auktion Heberle, Köln, Sammlung Hermann Sthamer, Hamburg, 8.10.1883, Los 37.
- Kunsthandel Walter Paech, Amsterdam, vor 1940.
- Privatsammlung A. Laan, Aerdenhout, 1944.
- Kunsthandel Niederlande, 1980er-Jahre.
- Bei Obigem erworben, Privatsammlung, Schweden.
- Durch Erbschaft, Schweizer Privatbesitz.

Ausstellung:
Stockholm 1967, Holländska mästare i Svensk ägo, 3.3.1967–30.4.1967, Nationalmusei Stockholm, Nr. 57.

Literatur:
Hans-Ulrich Beck: Jan van Goyen 1596–1656, Bd. II, Amsterdam 1973, S. 419, Kat.-Nr. 937 (mit Abb.).

Diese detailreiche Darstellung des Strandes von Scheveningen an der Nordseeküste vor Den Haag ist ein charakteristisches Werk aus dem Reifewerk Jan van Goyens und zeigt, wie der frisch gefangene Fisch vom Wasser rechts im Hintergrund bis zu den Händlern am Strand links im Vordergrund getragen wird, die ihre Ware dort verkaufen. Im Hintergrund ist die Kirche Oude Kerk von Scheveningen zu sehen. Wie viele Gemeinden entlang der holländischen Nordseeküste hatte Scheveningen aufgrund ihres langen, flachen Strandes keinen Hafen und der Fischfang wurde von den Fischerbooten auf kleinere Segelschiffe umgeladen, welche die Fracht bis ans Ufer bringen konnten. Dies führt Jan van Goyen in dieser hier angebotenen, charakteristischen Alltagsszene aus dem 17. Jahrhundert dem Betrachter exemplarisch vor Augen.

Jan van Goyen, der 1632 mit seiner Frau und seinen Töchtern von seiner Geburtsstadt Leiden nach Den Haag gezogen war, stellte den Strand von Scheveningen vermehrt in den 1640er-Jahren dar, so beispielsweise in einer sehr ähnlichen Darstellung, welche 1642 datiert ist und sich heute im Instituut Collectie Nederland in Amsterdam befindet (Inv.-Nr. NK 1508, siehe Beck 1973, Bd. II, Kat.-Nr. 939). Ab den 1640er-Jahren reduzierte Jan van Goyen seine Palette zunehmend, um in den frühen 1650er-Jahren beinahe nur noch kleinformatige monochrome Szenen zu malen.

CHF 100 000 / 150 000 | (€ 103 090 / 154 640)