HIGHLIGHTS 2021
Dankbar blicken wir auf ein äusserst erfolgreiches Auktionsjahr zurück. Die Verkaufsrate der uns anvertrauten Einlieferungen lag über alle Abteilungen und Preissegmente hinweg bei über 80 %. Die Zuschlagspreise erreichten sogar 150 % der unteren Schätzungen. Für seltene Werke wurden an unseren Auktionen ausserordentliche Ergebnisse und mehrere Auktionsrekorde realisiert.
Für Kunstbesitzer, die sich mit dem Gedanken tragen, Teile ihrer Sammlung oder einzelne Werke aus Alters- oder anderen Gründen zu verkaufen, scheint uns jetzt der Zeitpunkt richtig. Mit unseren internationalen Verbindungen können wir den geeigneten Rahmen schaffen, um Ihre Kunstwerke einem weltweiten Publikum zu präsentieren.
In dieser Broschüre zeigen wir Highlights, die im vergangenen Auktionsjahr durch unsere Hände gingen. Die gezeigten Werke bilden lediglich die Spitze eines breiten, über 9000 Objekte umfassenden Angebotes aus 20 verschiedenen Sparten, die wir an Sammlerinnen und Sammler aus 65 Ländern vermitteln durften.
Gerne schätzen wir Ihre Kunstwerke und beraten Sie im Hinblick auf unsere kommenden Auktionen. Wir würden uns freuen, für Sie tätig werden zu dürfen.
Dezember Auktionen 2021
Auktionsnachbericht Dezember Auktionen 2021
ZDENEK SYKORA, Linien Nr. 12. 1981.
Öl und Bleistift auf Leinwand. 170 × 170 cm.
Ergebnis: CHF 1,03 Mio.
HERVORRAGENDE ERGEBNISSE DER DEZEMBER-AUKTIONEN KRÖNEN DAS HERAUSRAGENDE JAHR BEI KOLLER
Zuschläge bei 150% der Schätzungen – über alle Gebiete hinwegDie Jahresendauktionen von Koller zeichneten sich durch eine äusserst rege Bietaktivität in allen Sammlerkategorien aus. Die Zuschlagspreise erreichten insgesamt 150% der unteren Schätzungen – ein Zeichen für einen sehr gesunden Auktionsmarkt und ein passender Abschluss für ein ausserordentlich erfolgreiches Jahr für das Zürcher Auktionshaus.
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2-D-SKULPTUR
VICTOR VASARELY, Karpat. 1984.
Acryl auf Leinwand. 84 × 84 cm.
Verkauft für CHF 116 000 im Dezember 2021
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Anstatt sich zwischen Malerei und Skulptur zu entscheiden, beschlossen einige Nachkriegskünstler, die Grenzen zwischen beiden zu verschieben und zweidimensionale Werke zu schaffen, die auch die Möglichkeiten der Skulptur ausloten. Victor Vasarely verbrachte einen Grossteil seiner Karriere damit, mit sorgfältig ausgearbeiteten, illusionistischen Effekten zu experimentieren, die das Motiv schimmern, sich drehen oder sich scheinbar von der Leinwand in den Raum des Betrachters ausdehnen liessen, wie in seinem 1984 entstandenen Werk «Karpat». Wie bei der Bildhauerei besteht ein Schlüsselelement in Vasarelys Werk darin, dass sich die Wahrnehmung des Kunstwerks mit dem Blickwinkel des Betrachters ändert. Jesús Rafael Soto nutzte ein ähnliches Konzept in seinem Werk «Vibrations» (1967), in dem die auf eine Plastikfolie gedruckten Linien vor einem gestreiften und scheinbar vibrierenden Hintergrund zu schweben scheinen.
MAURICE DENIS: «EINE BESTIMMTE ANORDNUNG»
MAURICE DENIS, Bacchanale, esquisse 3. 1920.
Öl auf Karton. 36,7 × 55,8 cm.
Verkauft für CHF 40 000 im Dezember 2021
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Als Maurice Denis 1920 «La Bacchanale du Tigre Royal» malte, befand er sich an einem Wendepunkt in seinem persönlichen und beruflichen Leben. Seine geliebte Frau Marthe, mit der er 26 Jahre verheiratet war, starb im Jahr zuvor. Auch seine künstlerische Laufbahn schlug eine neue Richtung ein. Nach dem Ersten Weltkrieg wird Denis' Werk von der Wandmalerei dominiert. Als gläubiger Katholik war er 1919 Mitbegründer der Ateliers de l'Art Sacré zur Förderung der christlichen Kunst und bildete zu diesem Zweck Künstler und Handwerker aus. Die Gruppe führte hauptsächlich Wandmalereien und Glasmalereien für Kirchen aus, von denen viele im Krieg beschädigt worden waren. Bereits 1916 hatte Denis das «höchste Ziel der Malerei, das grosse dekorative Wandbild» ins Auge gefasst. Bis zu seinem Lebensende schuf er zwanzig Wandgemälde und zahlreiche grossformatige Leinwände, darunter «La Bacchanale».
September Auktionen 2021
HERRSCHAFT ÜBER MENSCH UND NATUR: TIERE, KÖNIGE UND DIE KUNST
Der Elefant Friedrichs II. bei einer kaiserlichen Prozession in Cremona im Jahr 1237. (Matthew Paris, "Cronica Maiora", Teil II, Parker Library, MS 16, fol. 151V).
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Das Sammeln von exotischen Tieren und Haustieren zu Ausstellungszwecken war jahrhundertelang ein Zeitvertreib und ein Symbol für Prestige und Macht der europäischen Monarchen.
Friedrich II., Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, tauschte zu Beginn des 13. Jahrhunderts eine Reihe seltener Tiere mit Al-Malik al-Kamil, Sultan von Ägypten, aus. Al-Kamil schickte Friedrich einen Elefanten sowie einen weissen Kakadu aus Australasien - einer Region, die der westlichen Welt zu dieser Zeit völlig unbekannt war, so dass der Vogel äusserst selten gewesen sein muss. Im Gegenzug schenkte Friedrich dem Sultan unter anderem Pferde mit edelsteinbesetzten goldenen Steigbügeln, einen weissen Pfau und einen weissen Bären.
ANONYMES PORTRÄT MIT KÖNIGLICHER PROVENIENZ ALS ZÄRTLICHES DENKMAL ENTHÜLLT
JEAN-BAPTISTE GREUZE, Bildnis eines Kindes, wohl Prinz Octavius von Grossbritannien.
Öl auf Holz. 17,5 cm × 14,5 cm.
Verkauft für CHF 49 000
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Die Bestimmung der Identität des Dargestellten auf einem Porträt ist oft mit detektivischer Arbeit verbunden - man sammelt Hinweise, zieht Schlüsse und kann manchmal eine wahrscheinliche Identifizierung vornehmen. Im Falle des hier angebotenen kleinen Jungen von Jean-Baptiste Greuze gibt es zwei Anhaltspunkte:
Der erste ist ein Etikett, das sich ursprünglich auf der Rückseite der Tafel befand und die Inschrift "Eigenthum Ihrer Majestät der Königin Mathilde von Württemberg" trägt. Charlotte Mathilde war die älteste Tochter von König Georg III. von Grossbritannien und seiner Königsgemahlin, Charlotte. Die Tatsache, dass sich dieses Gemälde im Besitz von Charlotte Mathilde befand, bedeutet, dass sie es nicht nur mitnahm, als sie im Alter von 33 Jahren Friedrich, den späteren König von Württemberg, heiratete, sondern auch nach Schloss Ludwigsburg bei Stuttgart, als sie sich dort nach Friedrichs Tod als Königswitwe niederliess. Wenn sie dieses kleine Porträt zeitlebens in ihrem persönlichen Besitz hatte, muss ihr der Dargestellte sehr viel bedeutet haben.
Juli Auktionen 2021
AUKTIONSNACHBERICHT Juli Auktionen 2021
VERKAUFSQUOTE 144% – AUKTIONSREKORDE FÜR WARHOL, LICHTENSTEIN UND MANIEVICH
Moderne, Zeitgenössische & Schweizer Kunst, Schmuck & Juwelen, Armband- & Taschenuhren
Mit mehr als 1'000 Bietern aus 48 Ländern erzielte Koller in seinen Juni/Juli-Auktionen einen durchschlagenden Erfolg in allen Kategorien. In jeder Abteilung lagen die Zuschlagspreise weit über den Schätzungen. Auktionsrekorde wurden für Grafiken von Warhol, Lichtenstein, Alberto Giacometti sowie für ein Ölgemälde des ukrainischen Künstlers Abraham Manievich erzielt.
Extrem seltene und grosse Goldemail-Taschenuhr
Lot 2824 - Extrem seltene und grosse Goldemail-Taschenuhr
Veigneur Frères, mit 1/4-Repetition und Automat für den Chinesischen Markt, ca. 1790.
Verkauft für CHF 12 500 (inkl. Aufgeld)
ÜBER KOLLER AUKTIONEN
Koller ist das führende Schweizer Auktionshaus mit Repräsentanzen in München, Düsseldorf, Florenz, und Beijing. Pro Jahr führt Koller über 80 Auktionen in 20 Fachbereichen durch. Das Spektrum an Sammelgebieten erstreckt sich dabei von Asiatica, Alter und Zeitgenössischer Kunst, Antiquitäten, Bücher, bis hin zu Schmuck und Armbanduhren. Regelmässig erzielt Koller Rekordpreise und kann sich eines international breit gefächerten Bieterpublikums erfreuen. Mit einem Team ausgewiesener Experten für jedes Fachgebiet vereinigt das Familienunternehmen die Vorteile eines international tätigen Auktionshauses mit Schweizer Effizienz und Verlässlichkeit.

