
EINLADUNG ZUM KÜNSTLERGESPRÄCH
Samstag, 30. November 2019 um 14 Uhr
Sonderöffnung mit Adventstrunk von 13 bis 16 Uhr
Im Rahmen der Ausstellung:
Junge Künstler der Akademie der Bildenden Künste München
mit Sonja Allgaier, Thomas Breitenfeld, Daniel Huss und Keiyona C. Stumpf
Absolventen und Studenten der Klasse Prof. Nicole Wermers / ehemals Prof. Karstieß und Prof. Prangenberg
Ausstellung kuratiert von Dina Renninger

Ort:
Koller Auktionen München
Maximiliansplatz 20, 80333 München
Tel: +49 89 – 22 80 27 66
Ausstellung verlängert bis 13. Dezember 2019, Öffnungszeiten Mo – Fr. 10 - 17 Uhr
Save the Date
3. Ausstellung: Klasse Prof. Pia Fries, Frühjahr 2020
Im Rahmen von KOLLERNOW kuratiert von Dina Renninger
für das Auktionshaus Koller Auktionen, München
Klasse Prof. Wermers/Karstiess /Prangenberg
bis 13. Dezember 2019
In der dritten Ausstellung der Reihe KollerNOW werden Studenten aus der Bildhauerklasse von Prof. Nicole Wermers sowie Absolventen von Prof. Karstiess und Prof. Prangenberg vertreten sein: Sonja Allgaier, Thomas Breitenfeld, Daniel Huss und Keiyona Stumpf. In den unterschiedlichen Materialien – Holz, Bronze, Keramik, Glas, Fotografie – zeigt sich das kreative Potential der Bildhauerklasse. Hier dominiert der haptische Reiz in gleichem Maße wie der raumgreifende Aspekt. Das virtuose Ringen um natürlich und künstlerisch Geschaffenes spiegelt sich in allen Arbeiten wieder.
Sonja Allgaiers (*1978) Arbeiten bezaubern den Betrachter auf den ersten Blick durch das Wechselspiel zwischen dem sakral anmutenden Goldgrund und der blanken Realität der Fotografie. Dabei stellt ihre installative Präsentation eine aufmerksame Untersuchung unserer Wahrnehmung von Wirklichkeit und den dahinter liegenden Strukturen dar. Wie äußert sich Wandel, die Machtverhältnisse, der Wahrheitsanspruch in unserer Gesellschaft?
Thomas Breitenfeld (*1983) vorrangiges Material ist das Holz, welches den transformatorischen Prozess seiner Arbeitsweise sichtbar werden lässt. Die amorphen Formen der Holzskulpturen, die dynamisch aus der Wand oder dem Boden erwachsen, entstehen im Einklang mit dem Material. Breitenfeld testet immer wieder die Grenzen des Material und dessen Beschaffenheit als Impulsgeber für den kreativen Prozess. Auch seine Bronzearbeiten faszinieren durch die sichtbaren, materialimmanenten Eigenheiten und das dem Schaffensprozess innewohnende Zufallselement.
Der Künstler und Musiker Daniel Huss (*1986) lässt seine charismatischen Figuren aus verschiedenen Elementen entstehen, lässt sie wachsen und sich entwickeln, wobei der kontrollierte Zufall eine große Rolle spielt. Gips, Holz oder Glas dienen dabei als strukturgebende Körper, wobei die rohe Materialität oft einen spannungsreichen Gegenpol zur cartoonhaften Form und poppigen Glasur bildet.
Keiyona Stumpfs (*1982) Skulpturen und Reliefs faszinieren durch ein gestalterisches Spiel von großer Komplexität. In ihrer Formensprache greift sie die wuchernde, organische Lebendigkeit der Natur auf und fängt sie in einem ornamentalen Netz aus fließenden Übergängen, glänzenden Lasuren und verschachtelten Zwischenräumen ein. Aus ihren Werken in Porzellan, Keramik und Glas erwachsen assoziative Erinnerungen an organische Formen, Mikrostukturen oder Fabelwesen. Natur und Kultur ringen um die Vorherrschaft im Raum, wobei dieser unentschiedene, dynamische Zweikampf den Betrachter stets involviert.
Für weitere Informationen über KollerNOW, bitte clicken Sie hier.
Gründer und Grandseigneur
Pierre Koller ist im Alter von 94 Jahren verstorben
Wer die Galerie Koller an der Rämistrasse gleich neben der «Kronenhalle» betrat, wurde vom Patron empfangen, als wäre er Stammkunde. Wer es war, fühlte sich hier stets willkommen, und wer es nicht war, ebenfalls. Denn Pierre Koller machte kaum einen Unterschied zwischen Neukunden und langjährigen Kunstsammlern, wenn er, die Arme ausgebreitet, mit einem «Bonjour, Monsieur», «Guten Tag, Madame» einem entgegenstürzte. Sein Charme war so legendär wie sein Witz, mit dem er während langer Versteigerungssitzungen die Bietenden im Saal stets bei bester Laune hielt.
Pierre Koller war ein Grandseigneur guten alten Stils, ein Kunstfreund mit einem französischen Hang zum Prunkvollen, und vor allem auch ein ausgezeichneter Verkäufer. Von Hause aus Jurist, eröffnete er im Jahr 1958 an der Zürcher Dufourstrasse eine Bildergalerie mit Spezialisierung auf «Equitation». Denn angetan hatte es dem damals 34-Jährigen die Kunst der Pferdedarstellungen. Er sollte sein Hobby zum Beruf machen. Und so erweiterte Pierre Koller zusammen mit seiner Schwester Antoinette, die 1959 zum Unternehmen stiess und einen Blick für Keramik, Silber und asiatische Kunst hatte, das Galerieprogramm rasch. 1961 erfolgte der Umzug an die Rämistrasse 8, wo bald ein stattliches Auktionshaus auf fünf Etagen entstand. International machte sich Pierre Koller einen Namen für die Expertise kostbarer antiker Möbel und Objets d'Art vor allem französischer Provenienz. Die erste Auktion führte er 1960 im Zürcher Kongresshaus durch, als sich ihm die Gelegenheit bot, einige wichtige Sammlungen, darunter eine Uhrenkollektion aus Augsburger Privatbesitz, zu akquirieren. Und so versteigerte Koller an der Rämistrasse bald regelmässig wertvolle Kunstobjekte aller Sparten und immer wieder ganze Kollektionen.
Einen Höhepunkt in Pierre Kollers Vita als Kunsthändler und Auktionator stellte 1995 die Versteigerung einer epochalen Privatsammlung von Napoleonica dar, auf welche sich Koller spezialisiert hatte. Der erste Zuschlag von über einer Million Franken in der Geschichte des Auktionshauses Koller erfolgte 1973 für ein Dora-Maar-Porträt von Picasso. Und einer der letzten unter unzähligen von Pierre Kollers Versteigerungs-Erfolgen am Auktionspult war ein Schreibtisch des berühmten Ebenisten André-Charles Boulle aus dem Jahr 1720, den er im September 2014 im hohen Alter von 90 Jahren für 3 Millionen Franken einem Privatsammler aus London zuschlagen konnte.
wuchsen rasch zu einem kleinen Imperium. 1975 entstand im Schloss Lucens in der französischen Schweiz eine Dépendance für Auktionen, die schliesslich 1980 nach Genf an die Rue de l'Athénée verlegt wurde. Mit «Koller Tiefenbrunnen» versteigerte man ab 1977 auch mittel- und tiefpreisige Kunstgegenstände. Bald erfolgte die Betreuung dieses Segments unter dem Namen »Koller West» an der Hardturmstrasse. 1991 verliess die Galerie Koller die Rämistrasse und richtete ihren Hauptsitz an der Hardturmstrasse in Zürich-West ein, als noch niemand ahnte, dass dort ein Galerien-Mekka entstehen würde. 2004 übergab Pierre Koller seinem ältesten Sohn Cyril die Geschäftsleitung des Familienbetriebs.
Bei Pierre Koller in die «Schule des Handels mit Kunst» sind nicht zuletzt zahlreiche später in Zürich bekannte Galeristen und Auktionatoren gegangen. Der Gründer des heute grössten Schweizer Auktionshauses hatte eine wichtige Schrittmacherfunktion für den Schweizer Kunsthandel inne. Am 23. Juni ist Pierre Koller im Alter von 94 Jahren gestorben.
Dieser Nachruf von Philipp Meier erschien in der NZZ vom 26. Juni 2019.

EINLADUNG ZUM KÜNSTLERGESPRÄCH
Dienstag, 16. Juli 2019 um 19 Uhr
Abendöffnung von 18 bis 21 Uhr
Im Rahmen der Ausstellung:
Junge Künstler der Akademie der Bildenden Künste München
mit Andrej Auch, Jenny Foster, Stefanie Hofer, Steffen Kern, Martin Spengler und Felix Rehfeld
Absolventen und Studenten der Klasse Prof. Karin Kneffel
Ausstellung kuratiert von Dina Renninger

Ort:
Koller Auktionen München
Maximiliansplatz 20, 80333 München
Tel: +49 89 – 22 80 27 66
Ausstellungsdauer noch bis 19. Juli 2019, Öffnungszeiten Mo – Fr. 10 - 17 Uhr
Save the Date
Neue Ausstellungsreihe KOLLERNOW 2019 kuratiert von Dina Renninger
für das Auktionshaus Koller Auktionen, München
3. Ausstellung: Klasse Wermers/Karstiess/Prangenberg:
Eröffnung 10. Oktober 2019
11. Oktober – 15 November 2019
Lina Augustin.
No key, no pressure. 2017/2018.
Acryl und Öl auf Papier.
83 x 62 cm.
KOLLERNOW 2019
Ausstellung junger deutscher Künstler der Akademie der Bildenden Künste München
Koller Auktionen startet in diesem Frühjahr eine neue Ausstellungsreihe in der Münchner Repräsentanz. Mit der neuen Ausstellungsreihe «KOLLERNOW» sollen junge Künstlerinnen und Künstler mit Bezug zur bayrischen Landeshauptstadt gefördert werden.
Marc Avrel. Blinky da Vinci.
Die Waffe meines Ernstes nach K. Klapheck. 2018.
Mischtechnik.
80 x 50 x 52 cm.
Ralf Dereich.
Sculp019. 2014.
Gips, Pigment und Acryl.
37 x 36 x 36 cm.
In einem von Global Playern dominierten Kunstmarkt haben junge, Aufbauarbeit leistende Institutionen und Galerien einen immer schwierigeren Stand. Für junge Kunstschaffende wird es daher immer aufwendiger, erste Schritte in Richtung Wertschätzung und Marktetablierung zu gehen. Wie entscheidend die Möglichkeit auszustellen gerade zu Beginn einer künstlerischen Karriere ist, hat auch der New Yorker Galerist David Zwirner erkannt: Er schlug vor, junge Galerien auf den Kunstmessen finanziell zu entlasten, um ihnen künstlerische Experimente zu ermöglichen.
Neben den in Zürich stattfinden Auktionen für Zeitgenössische Kunst bietet Koller Auktionen mit «KOLLERNOW» Absolventen und Studierenden der Akademie der Bildenden Künste München die Gelegenheit, neue Werke zu zeigen. Die Kuratorin Dina Renninger lädt hierfür jeweils drei bis fünf Künstlerinnen und Künstler aus den Klassen von Prof. Markus Oehlen, Prof. Karin Kneffel und Prof. Nicole Wermers (ehemals Professur Karstiess/Prangenberg) ein.
In der ersten Ausstellung, die vom 14. März bis 12. April 2019 zu sehen sein wird, werden Marc Avrel, Ralf Dereich, Daniel Man und Lina Augustin – Absolventen und Studierende der Klasse Prof. Markus Oehlen – zu Gast sein. Mit einer spannungsgeladenen Begegnung denkbar unterschiedlicher Konzepte von Malerei, Skulptur und Zeichnung treten diese vier jungen Kunstschaffenden in einen temporären Dialog.
Marc Avrels (*1981) Verständnis des Crossover prägt sein Leben und seine Kunstwerke entscheidend. Mit grosser Radikalität und Leidenschaft verwischt er die Grenzen künstlerischer Disziplinen. Er hinterfragt, kommentiert und reflektiert aktuelle politische, gesellschaftliche, digitale und künstlerische Entwicklungen.
Ralf Dereichs (*1976) Werke entstehen durch spontane und subtile Arbeit. Kunstimmanent, sich auf malerische und bildhauerische Mittel beschränkend, entwickelt der Künstler eine Bildsprache, die universell und einzigartig zugleich ist. Seine Arbeiten eröffnen neue Bildräume und halten den Betrachter durch ihre Vielschichtigkeit und Impulsivität ständig in Bewegung.
Daniel Man (*1969) kommt aus der Graffiti-Szene, seine Arbeiten tragen bis heute die Handschrift der Streetart. Mans farbintensive und pulsierende Werke finden nicht mehr nur im urbanen Raum, sondern auch auf musealer Ebene Anklang.
Lina Augustins (*1986) Werke verbinden auf überzeugende Weise intensive Bilder mit einer einfachen und dabei eindringlichen Sprache. Poesiegeladene Bildwelten eröffnen im Zusammenklang mit Augustins Texten den Betrachtenden die Möglichkeit, eine imaginäre eigene Geschichte zu konstruieren.
Daniel Man.
Total mission. 2017.
Mischtechnik auf Leinwand.
130 x 190 cm.
Eine Welt in Schwarzweiss
Félix Vallotton als Druckgrafiker
«Den knappsten Ausdruck für den grössten Inhalt.» Kein Geringerer als der deutsche Kunstpublizist Julius Meier-Graefe fasst 1898 in diesem Satz Félix Vallottons Handschrift als Grafiker zusammen. Bereits in jungen Jahren schafft es der 1865 in Lausanne geborene Vallotton, mit seinen Holzschnitten für Furore zu sorgen. Nicht zufällig befasst sich die erste Künstlermonografie über ihn ausschliesslich mit diesem Aspekt seines OEuvres. Zugleich währt die Phase der intensiven Arbeit an druckgrafischen Werken nur relativ kurz: Zwischen 1891 und 1898 entstehen rund 200 Holzschnitte und deutlich weniger Radierungen, Lithografien und Zinkografien – vornehmlich Porträts, Landschaften, Strassenbilder und Interieurs –, die damals sein Hauptbetätigungsfeld waren. Neben den freien Arbeiten schuf Vallotton eine grosse Zahl an Buch- und Magazinillustrationen sowie Karikaturen. Später sporadisch entstandene Grafiken erreichten nicht mehr das Niveau dieser frühen und enorm intensiven Schaffensphase.
Félix Vallotton.
Les Petites Baigneuses. 1893. Portfolio mit 10 Holzschnitten.
Vollständig. Je 12,5 x 16,5 cm.
Ergebnis: CHF 168 000
Félix Vallotton.
Les Petites Baigneuses. 1893. Portfolio mit 10 Holzschnitten.
Vollständig. Je 12,5 x 16,5 cm.
Ergebnis: CHF 168 000
Vallottons künstlerische Meisterschaft manifestiert sich in radikal gewählten Bildausschnitten, virtuos gesetzten Silhouetten und der ornamentalen Gesamtwirkung seiner Arbeiten. Er transformiert die Darstellung in Flächen, schöpft also unmittelbar eigene Bildwelten, die keine Abbilder sein wollen. So kommt unter anderem die zehnteilige Bildserie «Intimités» in den Jahren 1897/98 zu Papier und gilt als «krönender Abschluss seines Holzschnittwerks» (Rudolf Koella). Ähnlich meisterhaft ist die schon zuvor in Holz geschnittene Serie der «Instruments de Musique» (1896/97) und ebenso die jetzt verkaufte, frühe Holzschnitt-Folge «Les Petites Baigneuses» (1893). Zu jener Zeit kulminiert die Vallotton’sche Eigenart, sein virtuoser Umgang mit dem Flächenspiel von Schwarz und Weiss. Die Badenden strahlen dabei Leichtigkeit und Unbeschwertheit aus – ganz im Unterschied zu den Interieurs der «Intimités». Dort erscheinen, spannungsvoll, wie im Rampenlicht, die zehn jeweils von einem Paar belebten Interieurs. Wie beiläufig nutzt Vallotton Hintergründe und Oberflächen für sein Spiel mit Ornamenten. «Auch diese Holzschnitte sind im Grunde nichts anderes als ein satirischer Sittenspiegel der Zeit, der maliziös aufzeigt, was sich in der Intimität bürgerlicher Salons alles abspielen konnte.» (Rudolf Koella) Vallotton feiert mit diesen Werken internationale Erfolge und wird vielfach zu Ausstellungen eingeladen.
Von der Schweiz hatte es ihn, erst siebzehnjährig, in die Metropole Paris gezogen. Sein Studium absolviert er an der privaten Académie Julian, wo er unter anderem auf Maurice Denis, Pierre Bonnard und andere trifft, die sich – gemeinsam mit Vallotton – 1889 zu ‹Les Nabis› zusammenschlossen. Vallotton war sich früh darüber im Klaren, welchen Rang der Holzschnitt in seinem Werk haben würde, als er 1892 an seinen Bruder schrieb: «Mes bois font paraît-il leur petit chemin dans le monde, et me font beaucoup connaître.» Und tatsächlich finden die in Paris entstehenden Grafiken weite Verbreitung und wirken nachhaltig auf seine Kollegen, etwa die Brücke-Künstler Ernst Ludwig Kirchner, Erich Heckel und Karl Schmidt-Rottluff oder auch Wassily Kandinsky. Letzterer initiiert 1904 eine Ausstellung von Werken Vallottons in der Münchner ‹Phalanx›. Doch überzeugt nicht nur der Einfluss auf andere, sondern mindestens ebenso die Gültigkeit der Vallotton’schen Bildformeln als Spiegel einer Epoche: «Ist ein Stil so ungeheuer stark wie der Stil dieser Holzschnittvignetten, dann trägt er mehr als Buchillustration. Dann trägt er den ganzen Geschmack einer Zeit – einer Zukunft.» (Wilhelm Hausenstein)
Übrigens ging der Künstler nicht ganz so weit, wie Meier-Graefe ihm riet: «Vallotton hat aus dem Holzschnitt so viel gemacht, dass er getrost auf den Ehrgeiz verzichten könnte, auch als Maler zu zählen.» Vallotton bremste seinen Ehrgeiz nicht und reüssierte bis zu seinem Tod 1925 entgegen der Vermutung des Fachmanns auch als Maler.
Das in der Auktion vom 8. Dezember 2018 erzielte Ergebnis von CHF 168 000 für «Les Petites Baigneuses» bedeutet einen Auktionsweltrekord für eine Grafikfolge Vallottons.
Andy Warhol.
Mickey Mouse. 1981.
Farbsiebdruck mit Diamantstaub. 63/200. 96,5 x 96,5 cm.
Ergebnis: CHF 168 000
Der Siegeszug von Mickey Mouse
Andy Warhol zeigt mit «Myths» amerikanische Ikonen der Moderne
Mit der zehnteiligen Siebdruck-Serie «Myths» von 1981 erweist sich Andy Warhol als profunder Kenner der Gesellschaft seiner Generation. Er zeigt moderne «Gottheiten» des 20. Jahrhunderts. Es sind zu Ikonen gewordene Repräsentanten einer Konsumgesellschaft, deren Inspirationsquellen vor allem die Medien und Hollywoods auf Hochtouren laufende Traumfabrik sind.
Schon früh bewies Warhol ein untrügliches Gespür für die kraftvollen Motive seiner Zeit – Bilder, die die moderne Phantasie so vollständig erfassen, wie einst die Götter und Göttinnen der antiken Mythologie. Dabei versammelt seine Auswahl für «Myths» nicht nur vorbildliche Charaktere, sondern einen repräsentativen Querschnitt aus zwielichtigen, verwegenen, durchtriebenen, humorvollen und guten Typen, die durch Filme und Serien Berühmtheit erlangten: Mata Hari, Dracula, Superman und Santa Claus, aber auch typisch amerikanische Charaktere wie Howdy Doody, Mammy, Uncle Sam, The Wicked Witch of the West – und natürlich Mickey Mouse. Die meisten der Vorlagen stammen aus den 1940er- und 1950er-Jahren, als Warhol noch ein Kind war. Dass er sich mit einem Selbstporträt («The Shadow») wie selbstverständlich in diese prominente Folge einreiht, spricht Bände über sein Selbstverständnis
Der von Walt Disney und seinem frühen Wegbegleiter Ub Iwerks erfundene Mickey ist die weltweit wohl bekannteste Comicfigur. Am 15. Mai 1928 hat Mickey Mouse seinen ersten Auftritt im Stummfilm «Plane Crazy», im November folgt «Steamboat Willie», der bereits vertont in die Kinos kommt. Zwei Jahre später erscheint der erste Comic, der einen beispiellosen Siegeszug einleitet und Mickey Mouse zur Berühmtheit macht. Noch heute, 90 Jahre später, strahlt die «Marke Mickey Mouse» – und so wundert es nicht, dass sie um 1980 auch Andy Warhols Interesse weckte.
Filmische Wirkung
Warhol hatte einerseits einen sicheren Instinkt für Gegenstände der Alltagskultur, nahm aber wie ein sensibler Seismograph auch Ereignisse, Stars und Sternchen wahr, die seine Zeit prägten. Er unterzieht dieses «Rohmaterial» einer ganzen Epoche einer künstlerischen Metamorphose und schafft auf diese Weise neue Ikonen – nun sind es seine Ikonen. Der Farbsiebdruck erweist sich dabei als probates technisches Mittel, um schnell und effektiv zu vielfacher Repetition zu gelangen. Denkt man heute an Marilyn Monroe, hat man unweigerlich Warhols Porträtserie aus dem Jahr 1967 von ihr vor Augen. Fallen die Markennamen «Campbell’s» oder «Brillo», türmen sich im Geiste Suppendosen und Seifenboxen in Warhol-Manier auf.
Die technische bedingte Uniformität der Kompositionen hob der Künstler durch Überlappungen und Verwischungen der Vorlagen auf, was zu einer beinahe filmischen Wirkung der statischen Bilder führte. «Doch ist bei näherem Betrachten diese ‹sensation of time› genauso trügerisch wie in seinen ersten Filmen: Es handelt sich immer um die gleiche Einstellung und um die gleiche Siebdruckvorlage.» (Ernst Beyeler). Als Erwachsener erklärte Warhol, dass er eine Kulturikone wie Mickey Mouse sein wolle. Im Mickey-Mouse-Siebdruck taucht die Figur überraschenderweise das erste Mal in Warhols Werk auf. Vielleicht erhielt sie deswegen ein glamouröses Diamantenstaub-Finish.
Auktionsweltrekord
Heute ist das «Myths»-Portfolio eine der gefragtesten Werkgruppen von Andy Warhol. Das erste Mal ausgestellt wurden die zehn Motive 1981 in der Ronald Feldman Gallery in Manhattan. Um die Eröffnung dieser Schau herum begleitete der renommierte US-amerikanische Fotograf Robert J. Levin den Künstler im Auftrag des deutschen Magazins ‹Stern› und dokumentierte diese wichtige Ausstellungsstation.
Die hier abgebildete Mickey Mouse konnte an unserer Auktion vom 8. Dezember 2018 für CHF 168 500 in neue Hände vermittelt werden – ein neuer Auktionsweltrekord für diesen Farbsiebdruck.
01 PAAR VERGOLDETE BRONZE SCHWÄNE
Hnach einem Meissener Porzellanmodell von 1748.
von JOHANN JOACHIM KÄNDLER (1706-1775).
Louis XV, Paris, wohl 18. Jh.
Ergebnis: CHF 40 560
ReView
01 Vermutlich gehen diese beiden Modelle auf das berühmte Meissener Schwanenservice zurück, das 1737 im Auftrag des damaligen Manufakturdirektors Graf von Brühl angefertigt wurde.
02 JOHANN RUDOLF BYS
Gegenstücke.
Öl auf Leinwand.
DJe 44,5 × 35 cm.
Ergebnis: CHF 171 100
03 MINNEKÄSTCHEN MIT EISENVERSTÄRKUNGEN
gotisch, Frankreich, 15.Jh.
ichenholzkern mit reichem Eisenbeschlag in Form
von durchbrochenen, stilisierten Ranken.
Ergebnis: CHF 6 000
04 MÄRKISCHE SCHULE, 1. HÄLFTE DES 15. JAHRHUNDERTS
Kreuzigungsszene.
Tempera und Goldgrund auf Holz.
42 × 30,2 cm.
Ergebnis: CHF 152 800
02 Gegenstücke erfreuten sich im Zeitalter der Wunderkammern und privaten Kunstkabinette grosser Beliebtheit. Die Motivwelt des Schweizers Bys, der nicht nur Tafelbilder, sondern auch viele Wandmalereien hinterliess, war von Vorbildern aus den Niederlanden und Italien geprägt.
03 Behältnisse wie dieses waren «Reliquiare der Liebe». Die «truhelin» oder «lädlin» bezeichneten Deckelkästchen aus Holz, Leder oder Elfenbein wurden verschenkt und galten vor allem vom 13. bis zum 15. Jh. als Ausdruck tiefer Freundschaft, etwa unter Verlobten oder Brautleuten.
04 Diese Darstellung aus der Zeit der Hochgotik zeigt jenen Moment, als der sterbende Christus seinen Lieblingsjünger Johannes seiner Mutter als Sohn anempfiehlt.
05 Van der Ast gilt als Spezialist für brillant gemalte, symbolisch aufgeladene Stillleben, insbesondere Blumenstücke und Früchtearrangements. Ab 1619 lebte er in Utrecht und war Mitglied der dortigen Lukasgilde, was ihm Ansehen und zahlreiche Aufträge verschaffte.
06 Die Kunstfertigkeit und malerische Virtuosität Klombecks äussert sich in der differenzierten Detailvielfalt seiner Gemälde.
07 MEISTER VON 1537 / FRANS VERBEECK (?)
Bildnis eines Narren. Um 1550.
Öl auf Holz.
33,9 × 24,6 cm.
Ergebnis: CHF 695 300
07 Dieses frühe Narrenbildnis ist ein exzellentes Beispiel für die flämische Porträtmalerei des 16. Jahrhunderts zwischen Hieronymus Bosch und Pieter Bruegel d. Ä.
08 JEAN-BAPTISTE-CAMILLE COROT
Naples – le Mont Saint-Elme et partie de la ville. 1828.
Öl auf Papier auf Holz.
20,6 × 40,4 cm.
Ergebnis: CHF 104 000
09 JAN WELLENS DE COCK
Zwei Tafeln eines Altars.
Öl auf Holz.
Je 48,5 × 25,5 cm.
Ergebnis: CHF 522 800
10 PAUL TROUBETZKOY
Bronzeplastik des Ettore Bugatti zu Pferd.
Bronze mit dunkelbrauner Patina.
54 x 31 x 62 cm.
Ergebnis: CHF 128 400
08 Corots Werke – wie diese Stadtansicht aus seinem frühen Schaffen – gehen den Schritt von der klassischen akademischen Landschaftsmalerei in die Moderne. Seine Farben und seine Art, das Licht des Südens ins Bild zu setzen, gaben den Impressionisten entscheidende Impulse.
09 Diese zwei Tafeln gehörten vermutlich zu einem Triptychon, das im 19. Jahrhundert separiert wurde. Erst jetzt konnten diese beiden zusammengehörenden Motive wiedervereint und gemeinsam in neue Hände vermittelt werden.
10 Der Italiener Troubetzskoy hatte russische Wurzeln und lebte am Anfang des 20. Jahrhunderts in der Schweiz. Der von ihm dargestellte Bugatti war Gründer der berühmten Automarke, die von 1909 bis 1963 im Elsass und später in Italien produzierte.
11 Der um 1700 tätige Michau ist einer der letzten Vertreter der niederländischen Landschaftsmalerei des Goldenen Zeitalters, die fast anderthalb Jahrhunderte zuvor eingeleitet worden war.
12 In der zweiten Hälfte des 15. und zu Beginn des 16. Jahrhunderts waren Tüchleinmalereien besonders beliebt. Bei dieser Technik werden die Pigmente mit Leimtempera ohne Grundierung auf ein fein gewebtes Leinentuch aufgetragen. Trotz des sensiblen Materials blieb diese Darstellung Christi hervorragend erhalten.
PRÄCHTIGES PHÖNIX-BECKEN (2019)
China, 17./18. Jh.
H 24 cm, B 59 cm, Gewicht 22,3 kg.
Bronze mit vergoldetem Reliefdekor.
Ergebnis: CHF 4,8 Mio
4,8 Millionen für ein Weihrauchbecken
Spitzenergebnisse für asiatische Kunst
Grosser Fund im letzten Herbst! Dem Hause Koller wurde ein grosses Räucherbecken angeboten, das sich schon seit Generationen in Familienbesitz befand und dort mittlerweile als Behälter von Tennisbällen und anderem Krimskrams diente. Was die Besitzer ganz offenbar nicht ahnten: Bei dem zweckentfremdeten Gefäss handelte sich um ein bedeutendes chinesisches Weihrauchbecken, ausgeführt in der Zeit um 1700 in teilvergoldeter Bronze. Versteigert wurde dieses kapitale Exponat nun an der Asiatica-Auktion im Juni und erzielte dort den Rekordpreis von 4,8 Millionen Franken.
BUDDHA SHAKYAMUNI (2017)
Nordostindien, Pala, 8./9. Jh.
H 16,5 cm.
Bronze mit Silber- und Kupfereinlagen.
Ergebnis: CHF 1,17 Mio.
CLOISONNÉ-TELLER (2017)
China, Ming-Dynastie, 1. Hälfte 15. Jh.
D 26 cm.
Flache Rundschale mit türkisgrundigem Lotosdekor.
Ergebnis: CHF 144 000
Schon im Mai war das reich geschmückte Becken der Star der Antiquitätenmesse in Hong Kong, wo Koller es im Vorfeld der Auktion zusammen mit weiteren Highlights präsentiert hatte. An der Auktion in Zürich beteiligten sich die wichtigsten asiatischen Sammler persönlich im Auktionssaal oder via Telefon und lieferten sich einen regelrechten Bieterwettkampf um das Becken. Mehr als 30 Interessenten gaben ihre Gebote für das aussergewöhnliche Stück ab. Den Zuschlag erhielt schliesslich ein Sammler aus China, der derzeit in Bejing ein Privatmuseum einrichtet. Dabei hätte das wertvolle Stück schon in den 1960er-Jahren in einem wichtigen Museum für Ostasiatische Kunst landen können, dem die Besitzer es zum Kauf anboten. Das Museum lehnte damals dankend ab. Und auch eine Versteigerung in London in den 1970er-Jahren kam nicht zustande, weil ein dortiges Auktionshaus eine Kopie aus dem 19. Jahrhunderts vor sich wähnte. Der Transport «würde sich wohl kaum lohnen», hiess es.
Phönix und Päonien
China gilt als antike Hochburg des Bronzegusses. Hier wurde diese Technik nicht nur früh entwickelt, sondern über Jahrtausende hinweg immer weiter perfektioniert. Der für das Räucherbecken erzielte Preis von CHF 4,8 Mio. ist Rekord für ein solches Objekt, zu dem es in Bezug auf Grösse und Qualität keine vergleichbaren Stücke gibt. Seine Gestaltung ist einzigartig: Die seitlich angebrachten Köpfe zweier Phönixe, deren Schwingen in Pfingstrosen (Päonien) übergehen und das Gefäss umfassen, dienen als Henkel. Der Phönix gilt in China als Königin unter den Vögeln, die Päonie als Königin unter den Blumen. Ihre Symbolkraft durchzieht alle Sparten der chinesischen Kultur. So trägt eines der berühmtesten Opernstücke der Ming-Zeit, geschrieben von Tang Xianzu, einem Zeitgenossen von Shakespeare, den Titel «Päonien-Pavillon». Der Phönix steht zugleich für die chinesische Kaiserin, 1weshalb vermutet werden darf, dass das Becken – 60 Zentimeter im Durchmesser und 22 Kilogramm schwer – für einen kaiserlichen Palast oder Tempel geschaffen wurde. Im Fuss des Gefässes befindet sich eine Xuande-Sechszeichenmarke. Ihrem ursprünglichen Zweck entsprechend, wurden solche Gefässe mit Reisasche gefüllt, in die man glimmende Räucherstäbchen steckte. China kennt seit Jahrtausenden einen ausgeprägten familiären Ahnen- und Totenkult, der seit jeher von Räucherwerk begleitet wird. Bei den damit verbundenen Zeremonien ehrte man Vorfahren und Götter, in dem man in Tempeln oder vor Hausaltären Räucherstäbchen spendete.
Der für die Weihrauchschale erzielte Preis ist der Höhepunkt in einer ganzen Reihe von Spitzenergebnissen, die Koller in jüngerer Zeit für bedeutende asiatische Kunstwerke erreichen konnte. So erzielte das Auktionshaus für eine tibetische Bronze der Gottheit Panca Raksha CHF 3,24 Mio. Eine kaiserliche Wand aus geschnitztem Holz erreichte 2017 CHF 940’000. Im gleichen Jahr konnte Koller eine Bronzeskulptur des Buddha Shakyamuni auf einem Löwenthron für CHF 1,17 Mio. verkaufen und eine kaiserlich-chinesische Bronze-Glocke wurde für CHF 1,2 Mio. in neue Hände vermittelt.
01 RENÉ MAGRITTE
Les voies et moyens. 1948.
Gouache und Gold auf Papier.
40,5 × 32,8 cm.
Ergebnis: CHF 439 000
ReView
01 Mit einer an Karikaturen orientierten und von beissender Kritik durchzogenen Porträtserie provozierte Magritte 1947/48 «tout Paris».
02 PIERO DORAZIO
Mimet. 1962.
Öl auf Leinwand.
46 × 33 cm.
Schätzung: CHF 88 000
03 FERDINAND HODLER
Schreitende. Um 1910.
Öl auf Leinwand.
46,5 × 40 cm.
Ergebnis: CHF 340 000
04 MAGNUM PHOTOS
"Selection Esther Woerdehoff", 1947-2007.
Portfolio mit 15 Original-Photographien.
Blattgrösse 28 x 35,5 cm bis 40 x 50 cm (diverse Hoch- und Querformate)
Ergebnis: CHF 45 000
02 Phänomene des Lichts und der Farbe übersetzte Dorazio in energiegeladene, flirrende Kompositionen.
03 Mit Variationen symbolistisch aufgeladener Ganzfigurenbildern wie dieser tänzerisch bewegten Dame – dargestellt ist das Modell Giulia Leonardi – feierte Hodler in den Jahren um 1900 in ganz Europa grosse Erfolge. Diese Frauenfi guren wurden nicht nur zum Markenzeichen des Künstlers, sondern zu Ikonen der Schweizer Kunst der Moderne.
04 Anlässlich des 60. Geburtstags der Agentur veröff entlichte die Galer istin Woerdehoff eine Auswahl weltberühmter Magnum-Aufnahmen.
05 Mit "Abend am See mit roten Wolken“ schafft Dietrich seinen ersten Sonnenuntergang zu dem sich in den folgenden Jahren noch etwas mehr als zwanzig Bilder des gleichen Themas gesellen. Die Ausgewogenheit von Komposition und Kolorit, die Ruhe und Harmonie, welche von diesem Werk ausgehen und die sich dem Betrachter erst vor dem Original ganz erschliessen, sind umso erstaunlicher, wenn man bedenkt, dass Dietrich diese Landschaft fast gänzlich frei von Einflüssen älterer oder zeitgenössischer Kunst schuf.
06 Sisley beschreibt nicht das Drama der Natur, sondern zeigt dem Betrachter im scheinbar Gewöhnlichen das Besondere.
07 ROBERT MANGOLD
Red with Green Ellipse / Black frame. 1988/89.
Acryl und Bleistift auf Leinwand (Diptychon).
140 x 210 cm.
Ergebnis: CHF 315 000
07 In Mangolds voluminösen Doppelbildern rücken Farbe und Material in den Raum und es entsteht über diese Ausdehnung des Bildes ins Dreidimensionale eine eigene Beziehung zum Betrachter. Der Künstler thematisiert in seinen Arbeiten den Dialog zwischen Unsicherheit und Überzeugung, zwischen Intuition und Analyse.
08 JEAN FAUTRIER
La passoire. 1947.
Öl auf Papier auf Lein- wand.
46 x 55 cm.
Ergebnis: CHF 207 000
09 OSKAR KOKOSCHKA
Ann Windfohr. 1960.
Öl auf Leinwand.
91 x 70 cm.
Ergebnis: CHF 146 000
08 Fautriers ‹art informel›-Gemälde leben vom pastosen Farbauftrag und der Konzentration auf ein isoliertes, gegenstandsloses Motiv.
09 Kokoschkas Können als Porträtist war gefragt, hier malte er die US-amerikanische Kunstsammlerin Ann Windfohr.
10 Dieser Skiläufer oberhalb von Maloja war eines der letzten Bilder, die Giacometti für seine Auftraggeberin Anna von Planta ausführte.
11 Ungezählte Künstlerinnen und Künstler waren fasziniert von der einzigartigen Landschaft der bretonischen Steilküsten, so auch Moret. In seiner Malerei verbindet er den Synthetismus der Schule von Pont-Aven mit dem Impressionismus.
12 Bugattis Bronzen – überwiegend Tierdarstellungen und Figuren wie dieser Akt – markieren den Übergang vom Jugendstil zum Art Déco.
13 KEITH HARING
Pop Shop I-IV. 1988.
Los von 4 Farbserigrafien. 183/200.
Variierende Darstellungsmasse auf Vélin 30,5 x 38 cm.
Ergebnis: CHF 56 000
13 Diese Folge von vier Farbserigrafien entstand in jenen Jahren, als Haring in New York seinen Pop Shop betrieb, in dem er seine eigenen Werke und Vervielfältigungen davon verkaufte. Der Stil seiner Figurenbilder, die er in grosser Zahl auch an Hauswände und Werbeflächen malte, ist unverkennbar.
14 CUNO AMIET
Die Obsternte. 1912.
Öl auf Leinwand.
103 × 115 cm.
Ergebnis: CHF 775 000
15 LOUISE NEVELSON
Cloud II. 1984.
Holz, bemalt.
84 x 115 x 6,5 cm.
Ergebnis: CHF 73 000
14 Apfeldarstellungen haben Amiet während seines ganzen Künstlerlebens beschäftigt. Viele Studien und Variationen des Themas verdichten sich im Laufe weniger Jahre bis etwa 1915 zu einer veritablen Werkgruppe, zu der auch diese grossformatige Arbeit zählt. In dieser Fassung der Obsternte ist der Künstler auf der Höhe der künstlerischen Hauptströmungen jener Epoche: des Expressionismus von Fauve und Brücke und des Kubismus. Das Werk stammt aus der Sammlung von Eugen Loeb, mit dem Amiet bis zu seinem Tod freundschaftlich verbunden war.
15 Die Künstlergeneration um Louise Nevelson trug mit ihren genuinen Bildfindungen zur Emanzipation der jungen US-amerikanischen Kunst von europäischen Strömungen bei.
Swiss Printmakers
Resultate für Schweizer Grafik
zinierende Spuren in der Kunstgeschichte vor allem der letzten rund 150 Jahre hinterlassen. Die Traditionslinie spannt sich dabei von den Holzschnitten und Radierungen eines Félix Vallotton über die Lithografien Alberto Giacomettis bis zu den Linolschnitten von Lill Tschudi und den Holzschnitten von Franz Gertsch. In ihren Werken fächert sich der schier endlose Variantenreichtum druckgrafischer Ausdrucksmöglichkeiten auf. Besonders faszinierend ist dabei, welch unterschiedliche Ergebnisse mittels der gleichen Techniken erzielt wurden: So nutzen zwar Vallotton und Gertsch die des Holzschnittes, ihre Bildwelten könnten sich jedoch kaum st ärker voneinander unterscheiden.
LILL TSCHUDI (2018)
Guards. 1936.
Linolschnitt in Rot.
Darstellung 16 x 20,2 cm auf dünnem Japan 22,5 x 28 cm.
Ergebnis: CHF 2 500
Félix Vallotton (1865–1925) bedient sich in seinen Einzelblättern und Grafikfolgen kraftvoller, flächiger Schwarz-Weiss-Kontraste, um seine signethaften Motive zu formulieren. Mit nur wenigen perfekt platzierten Schnitten in den hölzernen Druckstock gelingen ihm zeitlose Bildfindungen. Interessant ist der Kontrast der Holzschnitte zu den stilistisch völlig anders angelegten Zeichnungen und Gemälden des Künstlers
Ganz anders zeigt sich dies bei Alberto Giacometti (1901–1966), dessen Lithografien und Radierungen aufs Engste verwandt sind mit seinen Zeichnungen und Gemälden. Motivisch und im Duktus unterschieden sich die Steinzeichnungen Giacomettis nicht von seinen Unikaten auf Papier und Leinwand. Das charakteristische Oeuvre wird dominiert von Porträts, Landschaftsdarstellungen und Innenansichten des Ateliers. In dem 1969 erschienenen Buch ‹Paris sans fin› beweisen 150 von Giacometti angefertigte Abbildungen dessen ganzes Können als Steinzeichner. Die in kleiner Auflage erschienene Publikation ist ein Meilenstein der druckgrafischen Kunst des 20. Jahrhunderts.
Lill Tschudi (1911–2004), die Ende der Zwanzigerjahre an der innovativen und einflussreichen Grosvenor School of Modern Art in London studierte, sorgte vor allem mit ihren plakativen Linolschnitten für Furore. Zweifellos zählte Pablo Picasso zu jenen Künstlern, die diese Technik in der Kunst der Moderne etabliert haben. Claude Flight führte die aus dem Glarus stammende Künstlerin in die Technik des Linolschnitts ein, Wegbegleiter wie André Lhote, Gino Severini und Fernand Léger erweiterten ihren künstlerischen Horizont. Im Unterschied zu den meisten anderen ihrer Zeitgenossen hat sich Lill Tschudi vollständig auf den Linolschnitt konzentriert und nur in dieser Technik gearbeitet. Vor allem ihre Sujets der Zwischenkriegsjahre spiegeln den Zeitgeist eindrucksvoll: Ihre Motive sind geprägt vom technischen Fortschritt, von der Intensität und dem Tempo, aber auch von der Anonymität und der sich abzeichnenden Krise der ‹Roaring Twenties›.
Als zeitgenössischer Vertreter reiht sich Franz Gertsch (*1930) in diese Traditionslinie ein. Monumentale Holzschnitte nehmen in seinem Werk zweifellos eine zentrale Rolle ein. In den Jahren 1986 bis 1994 widmete sich Gertsch ausschliesslich dieser traditionsreichen Technik und stiess dabei zu völlig eigenständigen Ausdrucksformen vor. In einer bis dahin unerreichten Präzision, nicht zuletzt bei der Herstellung der zu bedruckenden Japanpapiere, ist Gertsch an die Grenzen des im Holzschnitt Machbaren gestossen und hat diesem klassischen Medium eine neue Dimension erschlossen. Sein druckgrafisches Werk ist dominiert von monochromen, formatfüllenden Porträts von Frauen aus seinem Umfeld und faszinierenden Details aus Landschaften, zu denen der Künstler einen speziellen Bezug hat. Mit einfachsten Mitteln aber in meisterlicher Ausführung verleiht Gertsch seinen Werken unvergleichliche Plastizität und Dynamik.
ADOLF DIETRICH
Abend am See mit roten Wolken. 1915.
Öl auf Karton.
28 x 38,5 cm.
Schätzung: CHF 150 000 / 200 000
In der formalen Ausgewogenheit und dem faszinierenden Kolorit erkennt man Adolf Dietrich als einen der bedeutendsten Schweizer Künstler des frühen 20. Jahrhunderts. Dieser Sonnenuntergang ist der erste einer ganzen Reihe, die Dietrich ab 1915 malte. Pastellstudien in der Natur folgte die Arbeit an der Leinwand im Atelier. Hier zeigt sich der Künstler völlig eigenständig und von äusseren Einflüssen unberührt.
FRANÇOIS FERRIÈRE
Trompe-l'oeil: Puttenreigen.
Öl auf Karton auf Holz.
26 x 33,5 cm.
Ergebnis: CHF 44 000
Täuschend echt – echt täuschend
Rückblick auf die Auktion für Alte Kunst vom 29. März 2019
Das Auge zu täuschen – so lautet der erklärte Vorsatz der Trompe-l’oeil-Malerei. Schon die Antike kennt solcherlei Augentrug, wie Wandmalereien in Pompeji oder der berühmte, von Plinius d. Ä. überlieferte Wettstreit zwischen Parrhasios und Zeuxis belegen. Zwar lockte Zeuxis gemäss Plinius mit falschen Trauben Vögel an, doch liess er selbst sich von einem gemalten Vorhang des Parrhasios täuschen, den er aufzuziehen versuchte. Die Renaissance belebte vieles neu, darunter auch das Trompe-l’oeil. Neben raumillusionistischen Wand- und Deckenmalereien gehörte es zum guten Ton der malenden Zunft – etwa mit sogenannten «Quodlibet»-Bildern –, hyperrealistische Darstellungen zu meistern und die Betrachter damit in die Irre zu führen. Einer der Höhepunkte dieser Mode ist Cornelius Gijsbrechts «Rückseite eines Gemäldes» von 1670.
Das vorliegende Bildwerk stellt eine ausgesprochen originelle Spielart der illusionistischen Malerei dar, wie sie vor allem in der flämischen Kunst des 17. Jahrhunderts und im 18. Jahrhundert in Frankreich auflebte. François Ferrière versucht hier mit allen Mitteln, den Betrachter zu täuschen. Nicht nur durch einen illusionistischen Schattenwurf soll ein dreidimensionales Objekt vorgegaukelt werden, sondern auch durch an den Kanten unregelmässig ausgebrochenen Bildträger. Auf den ersten, vielleicht sogar auf den zweiten Blick wirkt das zweidimensionale Gemälde wie ein Fragment einer einer Steinbildhauerei oder eines Gipses im Halbrelief – ein Eindruck , ganz im Sinne des Künstlers. Die scheinbar aus dem Bildgrund herausragenden Köpfe und Körper der Putti erscheinen verblüffend plastisch, obwohl sie nur zweidimensional dargestellt sind. Ferrière gelingt hier in meisterhafter Manier die Manipulation des Publikums.
ABRAHAM VAN DIEPENBEECK
Die Rettung des Heiligen Paulus nach dem Schiffbruch.
Öl auf Holz.
34,5 x 27,5 cm.
Ergebnis: 72 500
Von der Leinwand aufs Glasfenster
Rückblick auf die Auktion für Alte Kunst vom 29. März 2019
Das in unserer März-Auktion Alter Meister vermittelte Gemälde ist eine von mehreren detailreich ausgearbeiteten Vorstudien von Abraham van Diepenbeeck (1596–1675) für die zehn Glasfenster der 1571 geweihten Dominikanerkirche St. Paulus in Antwerpen. Die um 1638 ausgeführten und inzwischen verlorengegangenen Glasmalereien thematisierten das Leben des Heiligen Paulus von Tarsus. Glasfenster von van Diepenbeeck, dessen Vater schon als Glasmaler tätig war, haben sich unter anderem in der Loretto-Kapelle des Antwerpener Karmeliterklosters und im Rathaus der Stadt erhalten. In seinen Antwerpener Jahren ab 1620 arbeitete van Diepenbeeck eng mit seinem flämischen Malerkollegen Peter Paul Rubens (1577–1640) zusammen, dessen stilistischer Einfluss in den erhaltenen Ölstudien und Zeichnungen erkennbar ist.
Das vorliegende Bildmotiv nimmt die in der Apostelgeschichte des Lukas festgehaltene Legende von Paulus’ Fahrt als Gefangener nach Rom auf. Paulus, der im Jahr 59 oder 60 dort vor das kaiserliche Gericht gestellt werden sollte, ahnte den bevorstehenden Sturm und prophezeite einen Schiffbruch: «Ihr Männer, ich sehe, dass diese Fahrt mit Leid und grossem Schaden vor sich gehen wird, nicht allein für die Ladung und das Schiff, sondern auch für unser Leben.» Der Sturm kam tatsächlich und das Schiff lief auf eine Sandbank und zerschellte, doch Paulus rettete sich wie alle anderen «zweihundertsechsundsiebzig Seelen» an die nahe Nordküste der Insel Malta, vermutlich in die Salina Bay vor dem Dorf Burmarrad. Van Diepenbeeck Gemälde hält jene Szene der Pauluslegende fest, in der der kraftlose «Völkerapostel» aus den Fluten gerettet und auf sicherem Boden aufgenommen wird. In der Sammlung des Städel Museums in Frankfurt am Main befindet sich eine lavierte und gouachierte Kreidezeichnung, die das gleiche Motiv im Querformat zeigt.
HANS WEIDITZ D. J. auch als PETRARCAMEISTER bekannt
Würfelnde Landstreicher und bäuerliches Paar, um 1525-30.
Feder in Schwarz, partiell laviert, auf Bütten. Mit Bütten alt hinterlegt.
18,1 x 22 cm. Gerahmt.
Ergebnis: CHF 120 500
Mit virtuos geführter Feder
Rückblick auf die Auktion für Alte Zeichnungen vom 29. März 2019
Ländliche Szenen wie die im März versteigerte – mit den links im Bild im Würfelspiel unterbrochenen Landstreichern und dem vorbeischreitenden Bauernpaar auf der rechten Flanke – waren in ihrer Entstehungszeit ausgesprochen en vogue: «Derbe Darstellungen dieses Themas erfreuten sich, von etwa 1520 an bis über die Jahrhundertmitte hinaus grosser Beliebtheit. Kupferstich und Holzschnitt trugen zu weiter Verbreitung bei. Bilder von bäuerlichen Drolerien und Kirchweih-Rummel waren in der Nachfolge Dürers bei den Nürnberger Kleinmeistern beliebt aber auch im schwäbischen Raum gefragt.» (Fritz Koreny) Offenbar erregt das Glücksspiel der am Wegrand lagernden Vagabunden bei dem Bauernpaar Missmut, wie der auf die Würfel deutende Zeigefinger und der grimmige Blick nahelegen. Der bei einem Gehöft aufgestellte Maibaum im Hintergrund und der geschmückte Hut des Bauern verweisen womöglich auf ein Fest, das das Paar zu besuchen gedenkt. Die Zeichnung entstand in einer Epoche, in der Künstlerpersönlichkeiten wie Martin Schongauer, Albrecht Dürer, Albrecht Altdorfer und andere die Motivwelt und ebenso die druckgrafischen Techniken revolutionierten. Die auf einem mittelgrossen Büttenbogen festgehaltene lavierte Zeichnung besticht durch die virtuos geführte Feder ihres Schöpfers. Die Zuschreibung des vorliegenden Werks erfolgte anhand von Vergleichen mit Holzschnitten von Hans Weiditz, bei denen sich zahlreiche motivische und stilistische Verwandtschaften ausmachen liessen, so etwa in den Holzschnitten zu Francesco Petrarcas «Von der Artzney bayder Glück / des guoten vnd widerwertigen. Vnnd weß sich ain yeder inn Gelück vnnd vnglück halten sol» (Augsburg, 1532). Besonders auffällig sind hier wie dort die ausdrucksstarken, bis ins Detail qualitätvoll durchgebildeten Gesichtszüge und die mit äusserster Sorgfalt ausformulierten Kleider der dargestellten Figuren. Über den um 1500 in Straßburg oder Freiburg geborenen deutschen Zeichner Hans Weiditz d. J., mitunter auch Petrarcameister genannt, ist bisher wenig bekannt. Zu wenige seiner Werke können bisher sicher zugeordnet werden. Zu den Stationen seines Schaffens dürften Augsburg, Straßburg und schliesslich bis zu seinem für 1536 nachgewiesenen Tod Freiburg im Breisgau gehört haben. Zu den für Weiditz belegten Arbeiten gilt eine Folge von Pflanzenaquarellen, die – entstandenen im Jahr 1529 und anschliessend umgesetzt in Holzschnitte – die dreibändige Ausgabe der Kräuterbücher «Herbarum vivae eicones» (Straßburg, 1530–1536) von Otto Brunfels illustrierte. Diese Aquarelle wurden 1930 in der Sammlung des Botanischen Instituts Bern wiederentdeckt.
Ein bedeutendes Schweizer Kunstmuseum hat diese Weiditz-Zeichnung für seine Sammlung erworben.
ReView
1 Bei diesem klassischen Solitaire-Modell eines Platin-Brillantringes besticht der facettierte Diamant durch seine ausgesprochen feine Qualität.
2 Adam Willaerts, dessen Familie aus Antwerpen stammte und der in London geboren wurde, gilt als einer der bedeutendsten Marinemaler des Goldenen Zeitalters. Ende des 16. Jahrhunderts widmete er sich im Norden der Niederlande der Genre- und Marinemalerei.
2 ADAM WILLAERTS
Flussmündung mit Galeere. 1620.
Öl auf Holz.
41,5 x 69,7 cm.
Ergebnis: CHF 84 500
3 EMAIL-DIAMANT-SAPHIR-BRACELET, DAVID WEBB, um 1960.
Gelbgold 750 und Platin 900, 114g.
Ergebnis: 28 100
3 Die originellen Frosch-Zwillinge dieses grün emaillierten, äusserst dekorativen Armreifs vom New Yorker Juwelier David Webb (1925–1975) waren eine sehr erfolgreiche Kreation.
4 Das vermutlich für einen privaten florentinischen Palazzo angefertigte Gemälde stammt von einem Schüler Lorenzo di Credis, einem der einflussreichsten Künstler der Hochrenaissance, der sich bei Leonardo da Vinci ausbilden liess.
5 Dieses Salbengefäss mit einem Frauenporträt auf der Schauseite stammt aus einer berühmten Majolikagruppe von Apothekenbehältnissen. Einige dieser so genannten Albarelli tragen die Wappen der Orsini und Colonna, zwei der einflussreichsten römischen Familien des 15. und 16. Jahrhunderts.
6 Mit seinem Motiv bezog sich Arnold Böcklin 1889 auf Peter Paul Rubens’ «Schlacht der Amazonen» (um 1680). Die dynamisch-kraftvolle Komposition lässt sich als Auflehnung der christlichen Moral gegen die entfremdete, unterdrückte Masse des Römischen Reiches interpretieren – eine Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Kulturen und somit ein zeitloses Phänomen.
4 TOMMASO DI CREDI
Madonna mit Kind und Johannes d. Täufer.
Öl auf Holz.
57,3 x 53,2 cm.
Ergebnis: CHF 65 300
5 MAJOLIKA ALBARELLO DES "ORSINI-COLONNA" TYPUS
Castelli d'Abruzzo, Werkstatt Orazio Pompei (1507-1589).
Um 1545-1555.
Ergebnis: CHF 13 700
6 ARNOLD BÖCKLIN
Der Kampf auf der Brücke. 1889.
Öl auf Holz.
96 x 149,5 cm.
Ergebnis: CHF 240 500
7 ZOOLOGIE
Merian Maria Sibylla.
Dissertatio de generatione et
metamorphosibus insectorum Surinamensium.
Ergebnis: CHF 132 500
7 Maria Sibylla Merian, Tochter des Bildchronisten Matthäus Merian d.Ä., begeisterte sich früh für Zoologie. 1699 bis 1701 durchreiste sie die niederländischen Kolonie Surinam und hielt die dortige Flora und Fauna in einzigartigen Aquarellen fest.
8 In einer Privatsammlung konnte dieses Gemälde des Antwerpener Manieristen de Cock wiederentdeckt werden. Es zeigt den Heiligen Antonius, der Versuchung des Weines widerstehend, der ihm von einer edlen Dame angeboten wird.
8 JAN WELLENS DE COCK
Die Versuchung des Heiligen Antonius.
Öl auf Holz.
27,7 x 37,2 cm.
Ergebnis: CHF 168 500
9 Horae B.M.V.
Stundenbuch.
Lateinische Handschrift auf geglättetem Pergament.
Ergebnis: CHF 78 500
9 Sieben grosse Miniaturen in Farbe und Gold mit reicher Bordüre, 17 fünfzeilige Prachtinitialen sowie viele zweizeilige Initialen in Gold und Farben schmücken dieses illustrierte Stundenbuch, das um 1480 für eine franziskanische Auftraggeberschaft entstanden sein dürfte.
10 Hyperrealistisches Tischgeschirr wie diese Schauterrine zierten im 18. Jahrhundert die Tafeln der Adelsfamilien; Straßburg zählte zu den Zentren der Fayence-Kunst.
11 Diese atmosphärische Darstellung einer nächtlichen Winterlandschaft mit einer Art Buvettenbetrieb stammt aus der Sammlung des TV-Produzenten Jef Rademakers, die Meisterwerke der niederländischen und belgischen Hochromantik vereinte.
12 Meissoniers skulpturales Schaffen – etwa 20 Bronzen – wurde erst nach seinem Tod entdeckt. Das Wachsoriginal dieser Darstellung Napoléons wird im Musée d’Orsay verwahrt. 180 000 Franken bedeuten einen Auktionsweltrekord für den Künstler.
10 TROMPE L'OEIL FAYENCE TERRINE IN FORM EINER SCHNEPFE
Strassburg, Periode Paul Hannong.
Um 1745-1754.
Ergebnis: CHF 32 300
11 ANDREAS SCHELFHOUT
Eisvergnügen mit "Koek-en-zopie" bei Nacht. 1849.
Öl auf Holz.
31 x 42,5 cm.
Ergebnis: CHF 90 500
12 JEAN LOUIS ERNEST MEISSONNIER (1815-1891)
Bronzefigur, "Napoléon à cheval" oder "Le voyageur", um 1900.
Bronze mit dunkler Patina.
L 59, H 48 cm.
Ergebnis: CHF 180 500
ReView
17 Die Schweizer Objektkünstlerin Fleury präsentierte ihre unmissverständliche und dennoch ironische Aufforderung «Be Amazing» bereits in verschiedenen Formen – hier im Stil eines noblen Türschildes aus Messing.
18 In expressivem Duktus, beinahe schon dreidimensional brachte Giovanni Giacometti die Farben für seine Ansicht der bis über 3000 Meter aufsteigenden Sciora-Bondasca-Gruppe auf die Leinwand und zeigt sich damit als Meister der Farbe auf dem Höhepunkt seines Schaffens. Der virtuose Umgang mit Licht und Schatten der Bergwelt zwischen Malojapass und Chiavenna prägte sein Lebenswerk. Dieses Gemälde stammt aus einer Schweizer Privatsammlung, in die es durch einen Ankauf beim Künstler selbst gelangte.
18 Giovanni Giacometti.
Bergell mit Blick auf die Sciora-Gruppe. 1931.
Öl auf Leinwand. 75,5 x 80 cm.
Ergebnis: 310 000
19 Pierre Soulages.
Ohne Titel. 1973.
Gouache auf Papier auf Leinwand. 75 x 54,5 cm.
Ergebnis: 324 000
19 Diese Gouache lebt durch den subtilen Kontrast zwischen den tiefschwarzen Balken und dem kräftigen, dazwischen aufleuchtendem Blau. Mit Gummirakeln strukturiert Soulages seine Bildfläche und legt die unter dem deckenden Schwarz liegenden Farbflächen frei. Diese in die Tiefe der Malschichten vordringende Schabtechnik dynamisiert die Bildkompositionen und fördert effektvolle Farbklänge zutage. Die auf diese Weise entstehenden Werke werden als Outrenoir-Bilder bezeichnet, also Arbeiten jenseits von Schwarz.
20 Roths Barwagen vereint in sich die vom Bauhaus geprägte Formenwelt und die bevorzugten Materialien des modernen Produktdesigns der frühen 1930er-Jahre. Vor allem die strenge Chromstahlkonstruktion verweist unmittelbar auf Möbelentwürfe von Mart Stam, Marcel Breuer und Ludwig Mies van der Rohe.
21 Lichtensteins plakative, am zeitgenössischen Comic orientierten Motive der Sechzigerjahre sind zu Ikonen der Nachkriegskunst geworden.
22 260 Werke von Otto Dix wurden 1937 von den Nazis als «Entartete Kunst» diffamiert. Der Künstler widmete sich fortan vorwiegend der Landschaftsmalerei. «Wintertag in Randegg» aus dem Jahr 1933 steht für diese Zeit, in der sich Dix' Maltechnik auf historische Vorbilder bezieht. Das Schweizer Museum zu Allerheiligen Schaffhausen sicherte sich den Zuschlag für dieses exemplarische Gemälde.
23 Emil Nolde.
Doppelbild (Sie seltsames Licht). 1918.
Öl auf Leinwand. 60,6 x 56,2 cm.
Ergebnis: CHF 1 Mio
23 In Emil Noldes Porträts spiegelt sich das besondere Interesse des Künstlers an der menschlichen Seele, seine intensive Suche nach dem psychologischen Abbild seiner Gegenüber.
24Diese normannische Landschaft entsteht auf dem Höhepunkt von Dufys Karriere. Typisch für jene Schaffensphase sind sowohl der lockere, von leichter Hand geführte Duktus als auch das friedvolle, naturverbundene Motiv aus einer ländlichen Gegend im französischen Norden.
24 Raoul Dufy.
Paysage en Normandie ou Le Poirier. 1930.
Öl auf Leinwand. 60 x 73cm.
Ergebnis: 115 000
25 Adolf Dietrich.
Abendstimmung am Untersee. 1926.
Öl auf Karton. 32,7 x 42,9 cm.
Ergebnis: 480 000
25 Dietrich begab sich immer wieder auf die Suche nach einer farblichen und motivischen Übersteigerung der abgebildeten Landschaft. Abendstimmungen kommen in ihrem intensiven Kolorit dieser Intension besonders entgegen und gehören zu den eindrucksvollsten Werken des Künstlers.
26 Picasso hat seine Liebe zu Keramik bei einem Besuch der Keramikwerkstatt Madoura in Vallauris 1946 entdeckt. Mit grosser Leidenschaft schafft er zwischen 1947 und 1971 ca. 600 Werke – Alltagsgegenstände wie Krüge, Vasen, Teller und Aschenbecher, aber auch Skulpturen und Bildnisse.
27 Pablo Picasso. Tête en Forme d'Horloge. 1956. Teller. Gegossen und herausgegeben von Pierre und François Hugo. Silber. 19/20. D: 42,5 cm. Ergebnis: CHF 36 000 Auch dieser in kleiner Auflage produzierte Teller offenbart Picassos Talent, mit minimalen Mitteln Grossartiges zu schaffen.
28 Sonnenuntergänge zählen zu den bevorzugten Motiven von Vallotton. Dieses frühe, bei Honfleur entstandene Gemälde besticht durch seine exquisite Farbigkeit. Dank reduzierter Formen konzentriert sich der Blick des Betrachters auf die kühn gesetzten, beinahe unwirklich erscheinenden Farbflächen.
26 Pablo Picasso.
Hibou. 1968.
Keramik. 59/500. H: 30 cm.
Ergebnis: CHF 20 000
27 Pablo Picasso.
Tête en forme d'horloge. 1956.
Teller. Gegossen und herausgegeben von Pierre und François Hugo. Silber. 19/20. D: 42,5 cm
Ergebnis: CHF 36 000
28 Félix Vallotton.
Coucher de soleil jaune et vert. 1911.
Öl auf Leinwand. 54 x 81 cm.
Ergebnis: CHF 880 000
29 Pierre Soulages.
Eau-forte XX. 1972.
Farbaquatintaradierung. 43/100. 50 x 66 cm.
Ergebnis: CHF 23 000
29 Soulages’ reduzierte Form ist eines von mehreren Motiven einer Aquatinta-Folge, die in der ersten Hälfte der 1970er-Jahre entstand. Hier wird der Einfl uss kalligraphischer Schriftzeichen aus Fernost besonders deutlich, doch anders als in seinen Outrenoir-Bildern spielt hier der Kontrast zum Schwarz nur eine Nebenrolle.
30 Mit diesem kleinformatigen Farboff setdruck zitiert Richter sein eigenes Ölgemälde «Umgeschlagenes Blatt» von 1965. Zugleich bezieht er sich auf das reizvolle Spiel zwischen Illusion und Wirklichkeit in der Malerei früherer Epochen, in dem er dem Betrachter mit seiner Darstellung etwas vortäuscht, das so gar nicht existiert.
30 Gerhard Richter.
Blattecke. 1967.
Farboffsetdruck. 593/739. 24 x 18 cm.
Ergebnis: 5 000
31 Edouard Marcel Sandoz.
Groupe de chèvres. 1937.
Bronze. H: 42 cm.
Ergebnis: 54 000
34 Tiffany Studios New York.
Twelve-Light-Lily Stehlampe. Um 1910.
Bronze und Favrile-Glas. H: 141 cm.
Ergebnis: CHF 36 000
31 Sandoz trat insbesondere als Tierbildhauer in Erscheinung, sein Oeuvre umfasst mehr als 1800 Skulpturen und 200 Porzellanmodelle. Die beiden in Bronze gegossenen Ziegen des in Basel geborenen und ab 1910 in Paris tätigen Sandoz stehen exemplarisch für seine realitätsnahen Darstellungen mit Anleihen aus Jugendstil und Art Déco.
32 Dieser exklusive Zeitmesser wurde aus Anlass des 175jährigen Gründungsjubiläums von Patek Philippe in nur 400 Exemplaren angefertigt. Ausgestattet ist die Herrenuhr mit einem hochfeinen Automatik Flyback-Chronographenwerk, sein neues Kaliber ‹CH 28-520› zeigt beispielhaft die Verbindung von Tradition und Innovation.
33 Die Amerikanerin Marcia Hafif nennt ihren unverkennbaren Stil mit abstrakten geometrischen Kompositionen und monochromen Farbfl ächen «Pop Minimal». Dieses Werk entstand während Hafi fs Jahren in Italien, jetzt hat es ein Schweizer Museum zur Ergänzung seiner Sammlung erworben.
34 Die «Twelve-Light-Lily» steht exemplarisch für die vom floral-dekorativen Jugendstil geprägte Formensprache der berühmten New Yorker Tiff any Studios.
35 Pablo Picasso.
Tête de Marie-Thérèse. 19. Zustand. 1933/1961.
Kaltnadelradierung. 18/50. 31,8 x 23 cm.
Ergebnis: CHF 26 000
35 Dass Picasso auch ein grossartiger Meister der Kaltnadelradierung war, belegen viele Einzelblätter und Radierfolgen. Was sich durch Zustandsdrucke nur bei den Grafiken nachvollziehen lässt, ist die Genese seiner Motive. Durch fortwährende Bearbeitung der Kupferplatten entstehen Schritt für Schritt Motive neuen Ausdrucks.
36 Die Theodore Lux Feininger, dem jüngsten Sohn des Malers Lyonel Feininger, zugeschriebene Aufnahme dokumentiert eine der berühmten Theateraufführungen am Dessauer Bauhaus. Die abgebildeten Kostüme und das Bühnenbild stammen aus dem Sketch «Olga-Olga» der 1928 zur Aufführung kam.
36 Theodore Lux Feininger.
Aufführung Bauhaus Dessau. 1928.
Silbergelatine-Abzug. Vintage. 29,8 x 23,7 cm
Ergebnis: 13 000
37 Hermann Scherer.
Mendrisiotto. Um 1925/1926.
Öl auf Leinwand. 112 x 120 cm.
Ergebnis: 200 000
38 Hermès Paris made in France.
SAC "Birkin" 35 cm aus orangem Taurillon Clemence Leder.
2013. 35 cm.
Ergebnis: CHF 16 000
37 An diesem Bild ist der Einfluss des deutschen Expressionisten Ernst Ludwig Kirchner auf den Basler Künstler Hermann Scherer unschwer zu erkennen. Beide arbeiteten in Frauenkirch bei Davos gemeinsam und blieben bis zu Scherers frühem Tod befreundet. Das vorliegende Bild entstand im Tessiner Mendrisiotto.
38 Palladium Metallapplikationen. Mit Schlüssel, Schloss, Staubbeutel und Regenschutzhülle. In Originalbox. Neuwertig und in Originalverpackung.
39 Diese beiden mit feinen, weissen Naturperlen bestückten Ohrclips zitieren Jugendstilschmuck der Epoche um 1910. Jeder der Hänger ist mit vier kleinen Altschliff- sowie zehn Achtkant-Diamanten besetzt, deren Gesamtgewicht 2.20 ct. beträgt.
40 Gottardo Segantinis Farbpalette und Pinselführung lehnen sich eng an die Arbeiten seines Vaters Giovanni an. Beide widmeten sich immer wieder den Farbexperimenten des Divisionismus. Daneben einte beide Künstler die tief empfundene Verbundenheit mit ihrer Heimat, dem Engadin, das in diesem Bild über zwei seiner Oberengadiner Hausberge repräsentiert ist.
LUCAS CRANACH D. Ä. UND WERKSTATT
Bildnis des sächsischen Kurfürsten
Friedrich der Weise. 1525.
Öl auf Buchenholz. 38,7 x 25,3 cm.
Ergebnis: CHF 264 000
AUKTIONSNACHBERICHT
Gemälde, Zeichnungen und Grafik Alter Meister und des 19. JahrhundertsMöbel und Dekorative Kunst – Schmuck & Juwelen – Bücher, Buchmalerei & Autographen
Auktionen in Zürich: 26. – 29. März 2019
VERKÄUFE VON ÜBER 100% DES SCHÄTZWERTS UND HOHE ZUSCHLÄGE:
DIE AUKTIONEN DER ALTEN MEISTER UND GEMÄLDE DES 19. JAHRHUNDERTS BEI KOLLER
Die Auktionen der Gemälde Alter Meister und des 19. Jahrhunderts bei Koller in Zürich am 29. März spielten über 100% des Schätzwertes ein. Ein Porträt seines Förderers, des sächsischen Kurfürsten Friedrichs des Weisen, von Lucas Cranach und seiner Werkstatt, erzielte stolze CHF 264‘000, was nahezu eine Verdreifachung der Schätzung darstellt. Arnold Böcklins kraftvoll-dynamischer „Kampf auf der Brücke“ wechselte für CHF 240‘000 den Besitzer.
JAN WELLENS DE COCK
Die Versuchung des Heiligen Antonius.
Öl auf Holz. 27,7 x 37,2 cm.
Ergebnis: CHF 168 000
CARL MORGENSTERN
Venedig mit Blick auf den Dogenpalast
und Santa Maria della Salute. 1863.
Öl auf Leinwand. 54 x 89 cm.
Ergebnis: CHF 72 000
Zu dem weiteren Toplosen zählten eine wiederentdeckte Arbeit von Jan Wellens de Cock, die CHF 168‘000 einbrachte, und eine Arbeit von Gerrit Dou, die CHF 156‘000 realisierte. Unter den Gemälden des 19. Jahrhunderts wurden für Carl Morgensterns leuchtende Ansicht von Venedig CHF 72‘000 und für die humorvolle Darstellung eines Botanikers auf Schmetterlingsjagd von Carl Spitzweg CHF 114‘000 erzielt
Die Sammlung des niederländischen Filmemachers Jef Rademakers brachte ebenfalls sehr gute Ergebnisse, darunter CHF 90‘000 für eine nächtliche Eislaufszene von Andreas Schelfhout.
Auch die anderen Kapitel des Hauses erzielten in der Auktionswoche starke Verkaufsquoten, und in jeder Auktion wurden bedeutende Einzelzuschläge verzeichnet. Die Auktion für Bücher, Buchmalerei und Autographen vom 26. März etwa offerierte eine prächtig illustrierte Arbeit von Maria Sybilla Merian über die Insekten von Surinam, die ihre Vorverkaufsschätzung mit einem Zuschlag von CHF 132‘000 nahezu verdoppelte. Ein reich illustriertes botanisches Unikat von Johann Simon Kerner wurde – nach langem Bietgefecht – mit CHF 72‘000 für das sechsfache der Schätzung verkauft.
Vorbesichtigung in Zürich
Vorbesichtigung Dezember Auktionen in Zürich
25.–29. November, 10–18 Uhr (Montag 10–16 Uhr)
Auktionen: 30. November–3. Dezember 2021
Hardturmstrasse 102, 8005 Zürich
KAISERLICHE TEMPELFIGUR
Eine seltene, ausdrucksstarke Figur einer tantrische Gottheit
Regi Preiswerk, Expertin für asiatische Kunst bei Koller, präsentiert eine bedeutende Tempelfigur aus der Kangxi-Periode. Erfahren Sie mehr über diese schrecklich anmutende Figur und ihre überhaupt nicht schreckliche Bedeutung im tantrischen Buddhismus.
Lot ansehen
THEODOROS STAMOS
“Wäre ich nicht Maler geworden, wäre ich Gärtner geworden”
Silke Stahlschmidt, Leiterin der Abteilung PostWar & Contemporary, präsentiert das faszinierende Gemälde “Very low sun box” von 1964/65 des Abstrakten Expressionisten Theodoros Stamos. Sie erklärt wie Stamos durch das gekonnte Zusammenspiel von Farbe und Komposition, ein Bild erschafft, dass ungeheure Kraft ausstrahlt.
Lot ansehen
PRÄCHTIGE PALASTWAND
Ein bedeutendes kaiserliches Objekt aus China unter dem Hammer
Die beeindruckend geschnitzte Palastwand wurde Recherchen zu Folge sehr wahrscheinlich für die Räumlichkeiten der Kaiserwitwe Cixi (1835–1908) angefertigt. Die beidseitig kunstvoll durchbrochene Wand ist ein charakteristisches Beispiel für die Innenausstattung der kaiserlichen Paläste der Qing-Zeit. Aus Peking sind zwei weitere vergleichbare Objekte mit oktogonaler Türöffnung bekannt: ein Raumteiler befand sich im Yiluandian Palast, wurde aber 1901 bei einem Brand vollständig zerstört. Die zweite Wand befindet sich in einem Wohngebäude im westlichen Teil der Verbotenen Stadt. Bei der hier ange botenen Trennwand handelte es sich um das einzige je auf dem weltweiten Kunstmarkt angebotene Kunstwerk dieser Art. Für 940’000 Franken gelangte es nun in asiatischen Besitz.ARTMYN
ARTMYN, ein Startup aus EPFL/LCAV, bietet eine bahnbrechende Lösung für die präzise Digitalisierung von Kunstwerken mit interaktivem Rendering auf mobilen Geräten, zugänglich über einen einfachen Webbrowser. Ein einzigartiger tragbarer Scanner erfasst Gigabytes von Daten, welche die Kunstwerke in seinen feinsten Details beschreiben und zusammen mit proprietären Webtechnologien einer True-to-Life-Visualisierung resultiert. Diese völlig neue Erfahrung ermöglicht es den Benutzern, sich auf eine emotionale Reise zu begeben, auf welcher die digitalen Kopien geradezu in realistischer Weise betrachtet werden können, ganz so als halte man die Originale in den eigenen Händen.
Entdecken Sie diese neue Technologie hier

























