Ich bin bereits registriert - Login:


Sie haben noch kein Login?

Klicken Sie hier um sich zu registrieren



Lot 3089 - A144 Gemälde Alter Meister - Dienstag, 18. März 2008, 14.00 Uhr

JEAN-FRANCOIS DE TROY

(Paris 1679–1752 Rom)
Erigone. 1721.
Öl auf Leinwand.
Unten rechts signiert: D TROY. 1721.
81,1 x 65,4 cm.

Provenienz: - Sammlung R. Spreng, 1928. - Sammlung Alfred Hoffman, Familie Hoffmann- La Roche, Basel. - Durch Erbfolge an heutige Besitzer, Schweiz. Literatur: - Fischer, Otto: Kunstwerke des 15.- 18. Jahrhunderts aus Basler Privatbesitz, in: Pantheon, I, Januar- Juni 1928, S. 305, Abb. 310, als Juno von J. F. de Troy. - Leribault, Christophe: Jean-Francois de Troy 1679 - 1752, Paris 2002, S. 254, P.91 mit s/w Abb. Ausstellung: - Basel, Kunstverein, Ausstellung von Kunstwerken des 15. -18. Jahrhunderts aus Basler Privatbesitz, 1928, Nr. 109. Dieses signierte und 1721 datierte Gemälde von Jean - François de Troy war zuletzt 1928 in einer Ausstellung in Basel im Kunstverein zu sehen und befand sich seither in einer Schweizer Privatsammlung. Die Identifizierung der Autorschaft wurde diskutiert, da die bekanntere Version dieses Themas in Williamstown, Massachusetts, die bei Leribault unter vergleichbaren Werken als Kopie verzeichnet ist, auch mit einer Zuschreibung an Jean-Simon Berthélemy von N. Volle publiziert wurde (Öl auf Leinwand, 69 x 51 cm erworben 1943 von Robert Sterling Clark in New York, Galerie Wildenstein, zugeschrieben an J.-F. de Troy und später von Volle 1979 an Berthélemy zugeschrieben, siehe Leribault, ebd., Oeuvre en rapport.). Christophe Leribault, dem das hier angebotene Gemälde nur von einer Schwarzweiss -Aufnahme aus der Publikation Pantheon von 1928 kannt war, bestätigt nun, dass diese Darstellung ein eigenhändiges Werk de Troys und von besserer Qualität als die Version in Williamstown ist. Nicht nur die authentische Signatur, sondern auch die charakteristischen Elemente, die sich durch das Oeuvre de Troys ziehen, wie die Darstellung des Gesichtes, die Positionierung der Beine und auch die Drapierung des Stoffes sprechen für sich. Vergleiche hierzu finden sich in den Gemälden Lot und seine Töchter ebenfalls von 1721 (Eremitage, St. Petersburg, siehe ebd., P. 90, S. 254, Abb. 253), Bathseba im Bade von 1727, (Musée de Beaux-Arts, Angers, siehe ebd., S. 288/9, P.132, Farbabb. S. 53) und Diana und Acteon von 1734 (Kunstmuseum Basel, ebd., S. 336/7, P. 224, Farbabb. S. 94). Dargestellt ist Eurigone, die Tochter des Weinbauern Ikarios, wie sie von Bacchus trügerisch in Form einer Traube verführt wird (Métamorphoses, VI, 125 "Liber ut Erigonen falsa deceperit uva"). Dieses Thema war bis dahin fast unbekannt und findet sich nur sehr selten in der französischen Malerei des 18. und 19. Jahrhunderts. Wir danken Christophe Leribault für die mündliche Bestätigung der Authentizität anhand einer Fotografie.

CHF 15 000 / 25 000 | (€ 15 000 / 25 000)

Verkauft für CHF 36 000