Lot 1070 ♣ - A188 Möbel, Porzellan & Silber - Donnerstag, 28. März 2019, 13.30 Uhr

SCHILDPATT-SCHMUCKDOSE,

Basel 1714-1744. Meistermarke Hans Jakob D'Annone.
Silber, teilweise vergoldet, gegossen und graviert. Schildpatt. Mit Samt ausgekleidetes Inneres.
12,4x9,2x8 cm.
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Provenienz:
Schweizer Privatbesitz.

Kleine Dosen und Kassetten bestehend aus kostbaren Materialien, wie Gold und Silber, und in einer Kombination mit Schildpatt oder Perlmutt, stiessen im 18. Jahrhundert in Raum Basel auf besonderes Interesse. Der Gold- und Silberschmied Johann Jacob d’Annone (1728 – 1804) fertigte gleich eine ganze Reihe solcher Kassetten an, zu der auch vorliegende silbervergoldete Schildpattarbeit gehört (vgl. hierzu Barth und Hörack 2014: Basler Goldschmiedekunst, Katalog der Werke, S. 327 – 331).

Während seiner Wanderjahre zog es den Basler unter anderem nach Augsburg, dem wie es heisst, produktivsten Zentrum der Goldschmiedekunst jener Zeit. Sich an den Augsburger Vorbildern orientierend, lernte d’Annone sein Handwerk durch den Einsatz seltener und exotischer Materialien zu verfeinern. So liegt die Vermutung nahe, dass vorliegendes Schmiedewerk eine Orientierung an den Augsburger Vorbildern zeigt.

Das mit violettem Samt ausgekleidete Kästchen präsentiert sich in einer hochwertigen Ausführung und mit einem besonderen Sinn fürs Detail. In mehrfach abgestuften, godronnierten und vergoldeten Silberleisten sind sowohl Fuss und Deckel gefasst und fügen sich passend mit dem in rötlichen und gelben Brauntönen schimmernden, lichtdurchlässigen Hornschuppenmaterials zusammen. Die Kombination von vergoldetem Silber, Schildpatt und Samt macht dieses Schmuckkästchen zu einer besonders schönen Arbeit des Basler Goldschmieds.

CHF 6 000 / 10 000

€ 5 610 / 9 350

Verkauft für CHF 15 550 (inkl. Aufgeld)
Angaben ohne Gewähr