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CHRIST, MARTIN ALFRED

* 4.9.1900 Langenbruck, † 12.4.1979 Mallorca

Maler, Zeichner und Grafiker.

Martin Christ absolviert die Schulen bis zur Maturität in Basel. Erste künstlerische Ausbildung in der Privatschule des Malers Henri van Muyden in Genf. Selbständige Studien in Avignon, zwei Aufenthalte in Paris. 1924 Rückkehr nach Basel, zwei Jahre Besuch der Gewerbeschule bei Albrecht Mayer und Arnold Fiechter.

1926–1930 Aufenthalt in Berlin, Kontakt zu Brücke-Malern, besonders zu Erich Heckel. Reisen an die Ostsee, nach Holland und Schweden. 1928 mit den Basler Malern Hans Schiess und Rudolf Hübscher in Rom und Sizilien. 1930 Heirat mit Andrea His. 1930–34 Wohnsitz in Coldrerio, Kontakt mit Malern der Künstlergruppe Rot-Blau. 1934 Rückkehr nach Basel, Atelier am Rheinufer. 1936 Reise nach Griechenland. Während des Krieges Aktivdienst. Ab 1947 Reisen nach Frankreich, vor allem Arles, später nach Mallorca.

1953–1965 Leiter der Malklasse an der Allgemeinen Gewerbeschule Basel, wo Samuel Buri zu seinen Schülern zählt. Ab 1959 wohnt er halbjährlich auf Mallorca. Ausstellungen: 1926–1930 Galerie Möller, Berlin, später Galerie Verena Müller, Bern. Ab 1925 beziehungsweise 1938 regelmässige Teilnahme an der Nationalen Kunstausstellung und an GSMBA-Ausstellungen. 1941 Kunsthaus Zürich (Sechs Basler Maler); 1943 Kunsthalle Bern (mit Alexander Zschokke); 1944 Kunstmuseum Winterthur; 1950 Schaffhausen, Museum zu Allerheiligen; 1962 Kunsthalle Basel (mit August Aegerter); 1980 Pfäffikon (SZ), Seedamm-Kulturzentrum.

Anfänglich dem Impressionismus verpflichtet, wird Christs künstlerisches Profil durch die Begegnung mit dem Expressionismus geformt (wichtiges Vorbild: Matisse). Im Bestreben, Licht zu malen, der französischen Malerei verbunden, nutzt er zugleich, in feineren Kontrastbeziehungen dem Frühwerk von Heckel ähnlich, die Freiheit der Farbgebung des Expressionismus. Die Flächen werden formal und farbig abstrahierend mit breitem Pinselstrich zusammengefasst; in Gegensatz dazu treten gebündelte kurze Striche und zeichenhafte Setzungen.

Wesentlich für Christ ist die immer neu zu meisternde gegenständliche Umsetzung des Gesehenen; nicht auf die Bedeutung der Dinge, sondern auf ihre Wirkung kommt es ihm an. Dabei sucht er nach einer persönlichen, engagierten Synthese, die er auch von seinen Schülern fordert. Der Ölmalerei ebenbürtig ist das grossformatige Aquarell, das oft in Serien nach landschaftlichen Motiven auf Reisen entsteht. Die Zeichnungen, zum Teil in Journalen, bereiten häufig die Gemälde vor, besitzen aber auch Eigenwert. Drei Themenkreise bestimmen Christs Werk: Landschaft, Figur und Porträt. Wesentlich an den flächig gemalten Landschaften ist die Darstellung des Lichts, das aus ihnen selbst zu quellen scheint. Tiefenwirkung entsteht häufig durch ins Bild hineinführende Schrägen.

Ähnlich wie Emil Nolde malt Christ grossformatige Landschaftsausschnitte, Gartenbilder und porträthafte Darstellungen von Bäumen; besonders fasziniert ihn das Schauspiel der blühenden Natur. Seine Rheinbilder und die Bilder von Badenden zeigen Christ als Meister in der Darstellung der Bewegtheit des Wassers und des Lichtspiels. Bei den Figurenbildern (meistens einfigurig) bestimmt der Umraum (Interieur oder Freilicht) die Wirkung; typisch für Christ ist die Figur als Mittlerin zwischen zwei Räumen, zwischen drinnen und draussen. Christ schafft nebst einigen Selbstporträts und Darstellungen mit Verzicht auf alles Nebensächliche Bildnisse, die den Menschen durch erzählerische Einbeziehung seiner Umwelt charakterisieren. Daneben entstehen Fasnachtsdarstellungen (vorwiegend Lithografien) und während des Zweiten Weltkrieges Soldatenmotive. Christ gestaltet verschiedene Wandbilder. 


SIKART Lexikon zur Kunst in der Schweiz

Denise Vosseler, 1998, aktualisiert 2016 https://www.sikart.ch/kuenstlerinnen.aspx?id=4024494



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ÜBER ALFRED SISLEY

Geboren 1839 in Paris als Sohn eines englischen Kaufmanns, kam Sisley früh mit der englischen Landschaftsmalerei in Berührung. Nach seiner Rückkehr nach Paris begann er 1862 seine Ausbildung im Atelier von Charles Gleyre, wo er Monet, Renoir und Bazille kennenlernte. Gemeinsam arbeiteten sie im Freien, insbesondere im Wald von Fontainebleau. Während Sisleys frühe Werke noch von dunklen Farbtönen und dem Einfluss Corots und Courbets geprägt sind, wendet er sich ab etwa 1870 zunehmend dem Impressionismus zu. Seine Palette hellt sich auf, der Pinselstrich wird freier.

Nach dem Verlust des Familienvermögens während des Deutsch-Französischen Krieges wird Sisley vom Kunsthändler Paul Durand-Ruel unterstützt. Er beteiligt sich an mehreren Impressionisten-Ausstellungen, bleibt jedoch zu Lebzeiten von der Kritik weitgehend unbeachtet. Erst nach seinem Tod 1899 erfährt sein Werk grosse Anerkennung. Heute gilt Sisley als einer der bedeutendsten Landschaftsmaler des Impressionismus.

Alfred Sisleys Werk zeichnet sich durch ein feines Gespür für Bildraum, Komposition sowie das subtile Zusammenspiel von Licht und Schatten aus. In dem beschriebenen Gemälde führt er den Betrachter an den Rand eines Waldes nahe eines kleinen Dorfes in der Île-de-France. Anstatt den Blick in die Tiefe des Raums zu lenken, konzentriert Sisley die Komposition auf das leicht ansteigende Gelände am Waldrand. Der Blick folgt dem unebenen Boden mit Grasflächen und Büschen, dem feinen Schattenspiel der noch kahlen Bäume und gelangt schliesslich zu einem am Wegesrand aufgeschichteten Heuschober. Die differenzierte Wiedergabe von Vegetation sowie die helle, sensible Farbpalette verleihen der Szene eine ruhige, atmosphärische Präsenz.



Werke von Alfred Sisley, die erfolgreich bei Koller Auktionen verkauft wurden



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Lot 3107 - Z25 Schweizer Kunst - Freitag 05 Dezember 2008, 14.00 Uhr

MARTIN ALFRED CHRIST

(Langenbruck 1900–1979 Son Cervera)
Landschaft im Baselbiet.
Öl auf Leinwand.
Unten rechts signiert: Christ.
60 x 67 cm.

CHF 4 000 / 5 000 | (€ 4 120 / 5 150)

Verkauft für CHF 3 960 (inkl. Aufgeld)
Angaben ohne Gewähr.

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Lot 6512 - ibid156 Schweizer Kunst - online only - Mittwoch 03 Dezember 2025, 15.00 Uhr

MARTIN ALFRED CHRIST

(Langenbruck 1900–1979 Son Cervera)
Blick von der St. Albanbrücke auf den Rhein. 1965.
Öl auf Leinwand.
Unten rechts signiert: Christ.
74 × 105 cm.

CHF 700 / 900 | (€ 720 / 930)

Verkauft für CHF 1 750 (inkl. Aufgeld)
Angaben ohne Gewähr.

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Lot 6512 - ibid137 Schweizer Kunst - online only - Mittwoch 28 Juni 2023, 15.00 Uhr

MARTIN ALFRED CHRIST

(Langenbruck 1900–1979 Son Cervera)
Sommerlandschaft.
Öl auf Leinwand.
Unten links signiert: Christ.
76,5 × 97 cm.

CHF 400 / 600 | (€ 410 / 620)

Verkauft für CHF 813 (inkl. Aufgeld)
Angaben ohne Gewähr.

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